FC Bayern: Vom Supertalent zum Drittliga-Bankdrücker - Wie geht es für Fiete Arp weiter?

Um seiner Karriere neuen Schwung zu verleihen, ließ sich Fiete Arp vor der Saison in die Drittliga-Mannschaft versetzen. Zum Ende einer schwachen Saison stand er nicht einmal mehr im Kader - nicht nur aufgrund des Abstiegs ist die Zukunft des einstigen Supertalents völlig offen.
| Bernhard Lackner
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Die verheißungsvolle Karriere von Fiete Arp geriet in den vergangenen Jahren ins Stocken.
Die verheißungsvolle Karriere von Fiete Arp geriet in den vergangenen Jahren ins Stocken. © firo/Augenklick

München - Wie geht es weiter für Fiete Arp? Nur drei Jahre nach seinem kometenhaften Aufstieg im Trikot des Hamburger SV ist die bemerkenswerte Karriere des gebürtigen Bad Segebergers endgültig am Tiefpunkt angekommen. Als seine Teamkollegen des FC Bayern II am vergangenen Wochenende gegen den Halleschen FC um den Klassenerhalt in der 3. Liga kämpften, stand der 21-Jährige nicht einmal mehr im Kader.

Dabei hätte die Laufbahn des schlaksigen Angreifers kaum verheißungsvoller starten können. Schon vor Jahren, Arp war noch nicht einmal volljährig, zog der blonde Angreifer das Interesse von Real Madrid und Chelsea auf sich. 2017 wurde er mit der renommierten Fritz-Walter-Medaille in Gold als bester Spieler des Jahrgangs 2000 ausgezeichnet, kurz darauf wurde er mit seinem Debüttreffer für den Hamburger SV zum jüngsten Torschützen der Vereinsgeschichte.

Fiete Arp wurde 2017 vom DFB mit der renommierten Fritz-Walter-Medaille in Gold als bester Spieler des Jahrgangs 2000 ausgezeichnet.
Fiete Arp wurde 2017 vom DFB mit der renommierten Fritz-Walter-Medaille in Gold als bester Spieler des Jahrgangs 2000 ausgezeichnet. © Sebastian Gollnow/dpa

Nach Wechsel zum FC Bayern: Fiete Arp mit großem Verletzungspech

Schon zu Hamburger Zeiten schien die Entwicklung des Angreifers ins Stocken zu geraten, nach einer eher durchwachsenen Zweitliga-Saison folgte im Sommer 2019 dennoch der Wechsel zu den Bayern. Drei Millionen Euro sollen die Münchner gen Norden überwiesen haben, der mittlerweile 21-Jährige wurde mit einem Fünfjahresvertrag ausgestattet. Nun, zwei Jahre später, stehen die Erfolgsaussichten für das Projekt Arp schlechter denn je.

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Insbesondere in seiner ersten Saison wurde der Angreifer immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen und kam lediglich zu zwölf Drittliga-Spielen (drei Tore), für einen Einsatz bei den Profis hat es nicht gereicht. Um seiner Karriere neuen Schwung zu verleihen, ließ er sich vor dieser Saison aus freien Stücken in die zweite Mannschaft versetzen.

Arp selbstkritisch: "Wahrscheinlich an mir selbst gescheitert"

Doch auch dort konnte er nur selten überzeugen und stand in den vergangenen Monaten kaum noch in der Startelf, am Ende standen gerade einmal fünf Tore in 30 Einsätzen. "Ich bin wahrscheinlich an mir selbst gescheitert", resümierte Arp, der als bescheidener, intelligenter junger Mann gilt, vor einigen Wochen selbstkritisch gegenüber dem "kicker".

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Doch wie geht es nun weiter für Arp, der mit 21 Jahren noch immer den größten Teil seiner Karriere vor sich hat? Von der ersten Mannschaft ist Arp weit entfernt, das dürfte sich auch unter dem neuen Trainer Julian Nagelsmann nicht groß ändern. Dass das einstige Supertalent mit der zweiten Mannschaft den Weg in die Regionalliga mitgeht, scheint aber auch unrealistisch. Aktuell deutet daher vieles auf einen Abgang hin

Fiete Arp hofft noch auf den Durchbruch bei den Profis

Das Problem dabei: Der Vertrag läuft noch bis zum Sommer 2024, laut "Bild" soll Arp in München ein Jahresgehalt von fünf Millionen Euro verdienen. Für einen Wechsel müsste er also ordentliche Abstriche machen. Berater Jürgen Milewski soll sich derzeit intensiv nach einem neuen Klub für seinen Schützling umsehen, mittlerweile hat sich offenbar auch ein erster Interessent gemeldet.

Der Spieler selbst hat seinen Traum vom Durchbruch bei den Profis übrigens noch nicht aufgegeben. "Das hängt aber viel von mir ab. Wenn ich mich weiterentwickele, dann habe ich hier definitiv eine Perspektive", sagte Arp im April gegenüber dem "kicker" und gab sich ambitioniert: "Mein Ziel lautet, in der ersten Mannschaft meine Fußspuren zu hinterlassen, dafür bin ich zum FC Bayern gekommen." Aktuell scheint sein Ziel weiter entfernt denn je.

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