FC Bayern: Und der Oscar geht an...

Endlich wieder FC Hollywood: Die AZ verleiht den Bayern die Filmpreise. Arjen „Birdman“ Robben räumt gleich zweimal ab, auch Franck Ribéry gewinnt in einer eher ungewöhnlichen Kategorie.
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Sie alle konnten einen Oscar abräumen: (v.l.) Ana Ivanovic, Arjen Robben, Manuel Neuer, Franck Ribéry.
dpa, firo/Augenklick/AZ-Montage Sie alle konnten einen Oscar abräumen: (v.l.) Ana Ivanovic, Arjen Robben, Manuel Neuer, Franck Ribéry.

München -  Die Film-Menschen haben schon mal vorgelegt, mitten in der Nacht ungefähr ein halbes Hundert Oscars verliehen, doch obwohl Moderator Neil Patrick Harris sich wirklich Mühe gab und sogar filmreif die Hosen runterließ, hat er dann doch ein bisschen was vergessen: die Fußball-Oscars! Und die gehen natürlich komplett an Kicker des FC Hollywood. Ein Überblick über die Ausgezeichneten der Ball-Nacht:

Bester Hauptdarsteller:Arjen Robben, der fliegende und allzeit treffende Holländer. Wie auch beim Oscar-Abräumer „Birdman“ handelt es sich um einen Super-Helden, einen Solokünstler, der über ganz spezielle, beinahe schon paranormale Fähigkeiten verfügt, zum Beispiel: rechts antäuschen, links vorbeigehen. Einziger Unterschied zum Film: Den Absturz vom Helden zum Deppen hat der Niederländer schon seit zweieinhalb Jahren hinter sich – sein Stern über Fröttmaning leuchtet heller als je zuvor. Und es ist sicher auch kein Zufall, dass diese kleine goldene Statue dem Holländer rein phänotypisch verdammt ähnlich sieht.

Bester Nebendarsteller: Manuel Neuer. Ist zwar Deutschlands Fußballer des Jahres, landete in Europa aber selbst als gefeierter Weltmeister hinter dem in der WM-Vorrunde ausgeschiedenen Cristiano Ronaldo und bei der Wahl zum Weltfußballer sogar auch noch hinter einem gewissen Lionel Messi. Logisch, dass Neuer jetzt mal dran war – wenn auch nur als Nebendarsteller. Für eine Hauptrolle müsst er halt nicht nur durch seine eigene Spielhälfte vagabundieren, sondern endlich auch mal ein paar Tore schießen, wie etwa der Augsburger Kollege Hitz.

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Beste Nebendarstellerin: Ana Ivanovic. Die serbische Weltklasse-Tennisspielerin macht nicht nur auf dem Tennisplatz eine gute Figur, sondern zunehmend auch in den Cafés rund um den Gärtnerplatz sowie im Münchner Fasching.

Bester Newcomer: Juan Bernat. Kam als eher Unbekannter für zehn Millionen Euro vom FC Valencia und stand seitdem so oft in der Startformation wie kein anderer Bayern-Feldspieler. Sorgt dafür, dass man sogar einen Könner und Publikumsliebling wie David Alaba hinten links nicht wirklich vermisst.

Beste Regie:Xabi Alonso. Eine knappe, nicht unumstrittene Entscheidung, stand doch schließlich mit WM-Held Bastian Schweinsteiger ein weiterer Star-Regisseur zu Wahl, der jedoch recht lange seine WM-Wunden lecken musste. Alonso dagegen: kam, sah, siegte und stellte mal eben ein paar Ballkontakte-Rekord für die Ewigkeit auf. Trainer Pep Guardiola sagt dazu nur: „Wenn Xabi den Ball hat, ist er der beste Spieler.“

Bester Film: das 8:0 gegen den HSV. Okay, gegen die Nordlichter haben Kantersiege allmählich Tradition, aber über so viele Volltreffer kann man sich auch dann noch freuen, wenn man eigentlich schon weiß, was kommt. Der Satz zum Film, von Sky-Reporter Marcel Reif nach dem Tor zum 0:6: „Jetzt muss HSV-Coach Joe Zinnbauer etwas tun.“

Bester ausländischer Film: das 7:1 gegen die Roma. Alt-Star Francesco Totti blieb in der Halbzeitpause lieber gleich in der Kabine. Der Satz zum Film, von Arjen Robben: „So einen Abend muss man genießen.“

Bester Ton: Thomas Müller. Ist spätestens seit seinem legendären TV-Interview nach dem WM-Sieg in Rio de Janeiro („Des interessiert mi ois ned, der Scheißdreck. Weltmeister samma! Den Pott hamma! Den scheiß gold‘nen Schuah kannst dir hinter d’Ohren schmiern!“) der nun endlich gekrönte König des Original-Tons Süd. Dürfte wohl auch in den nächsten Jahren wieder zu den Favoriten gehören.

Bester Schnitt: Schon wieder Arjen „Birdman“ Robben. In 24 Partien gelangen ihm 18 Treffer und sieben Vorlagen. Coach Guardiola sagt: „Arjen ist fundamental für uns.“

Beste Frisur: Franck Ribéry. Zugegeben, ein Überraschungssieger in dieser Kategorie. Ein Sieg, der auch nur möglich wurde, weil nicht nur die Locken auf dem Schädel in die Wertung eingingen, sondern auch der mehr oder weniger getrimmte Bart respektive seine so finale wie komplette Stutzung. Wer hätte gedacht, dass dem Franzosen ein langweilig glatt rasiertes Kinn um so viele Klassen besser steht?

Beste Kamera:Mitchell Weiser. Sein Beinahe-Nackt-Selfie mit dem Spielkameraden Alaba in Massage-Slips war zwar nicht lange auf „Instagram“ zu sehen, hinterließ jedoch einige Fragen: Gibt es diese String-Tangas wirklich noch? Und: Warum machen die so was?

Bestes Kostüm: Pep Guardiola. Keiner trägt diese zu groß geratenen Wolldecken so elegant um den Hals wie der heißblütige Katalane. Und falls es nochmal richtig Winter werden sollte, fehlt dann eigentlich nur noch die rotweiße Uli-Hoeneß-Gedächtnis-Bommelmütze. Aber das ist dann wieder ein ganz anderer Film.

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