FC Bayern München in Galaform: Die Carlo-Ancelotti-Zeit hat begonnen

Die Auf-Knopfdruck-Bayern sind im Moment immer da, wenn sie da sein müssen - in München hat offenbar die Carlo-Ancelotti-Zeit begonnen. Und im Pokal gibt's aller Voraussicht nach das Prestigeduell gegen Borussia Dortmund.
| sid/dpa
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"Ribéry hat es sehr gut gemacht. Ich freue mich für ihn. Er ist fit und hat über 60 Minuten ohne Probleme spielen können", zeigte sich Carlo Ancelotti zufrieden mit dem Comeback seines Flügelstürmers.
firo/Augenklick "Ribéry hat es sehr gut gemacht. Ich freue mich für ihn. Er ist fit und hat über 60 Minuten ohne Probleme spielen können", zeigte sich Carlo Ancelotti zufrieden mit dem Comeback seines Flügelstürmers.

München - Die nächste titelreife Bayern-Gala weckte bei Robert Lewandowski und Co. schon einmal Lust auf ein vorweggenommenes Endspiel. "Dortmund ist ein schönes Duell, aber das ist eigentlich ein Spiel fürs Finale", sagte Franck Ribéry zu mitternächtlicher Stunde, als der programmierte Pokalknüller im Kabinentrakt der Münchner Arena ein Raunen auslöste.

"Wir wollen nach Berlin, wollen den Pokal gewinnen - und dann müssen wir vorher dieses Spiel zu Hause gewinnen", sagte der Franzose. Nach seinem mitreißenden Comeback beim 3:0 (3:0) im Viertelfinale gegen Schalker Statisten nahm Ribéry gleich das 22. Endspiel der Münchner ins Visier.

Die Bayern sind in Trophäenlaune. Her mit Dortmund! Am 25. oder 26. April ist die Borussia im Halbfinale des DFB-Pokals in München zu Gast - wenn der große Bayern-Rivale nicht sensationell im Nachhol-Viertelfinale gegen Pokalschreck Lotte scheitert. Dann müsste der Münchner Tor-Express bei den Drittliga-Kickern ran. Auf welchem Rasen auch immer.

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"Es läuft", meinte Torwart Manuel Neuer kurz und treffend. Beim Rekordmeister, der im Halbfinale nun auf den Sieger aus der Partie Lotte gegen Dortmund trifft, hat laut Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge die "Carlo-Ancelotti-Zeit" begonnen.

Es ist die Zeit, in der die Titel vergeben werden und in der die Teams des Italieners regelmäßig ins Rollen kommen - so wie einst Real Madrid und derzeit eben die Bayern: 5:1 gegen Arsenal, 8:0 gegen Hamburg und jetzt der bemerkenswerte Auftritt gegen Schalke.

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"Der Doktor, äh, der Trainer macht es sehr gut. Es ist gut, wenn alle fit sind. Jerome (Boateng, d.Red.) kommt auch bald", sagte Ribéry in Richtung Ancelotti anerkennend. Im Gegensatz zur Ära Pep Guardiola, in der ihnen im Frühjahr regelmäßig die Luft ausgegangen war, scheinen die Münchner nun in den Wochen der Wahrheit in Champions-League-Form und vor allem körperlich in bester Verfassung zu sein.

Derzeit steht nur noch Weltmeister Boateng auf der Verletztenliste, doch auch der soll nach dem Achtelfinal-Rückspiel in der Königsklasse beim FC Arsenal am Dienstag wieder dabei sein. So kommt es fast einer Drohung gleich, wenn Neuer sagt, "dass wir die wichtige Phase ernst nehmen. Wir wissen, um was es geht und sind voll auf der Höhe".

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Zwar würden die "wichtigen Wochen" erst noch kommen, "aber wir merken, dass es funktioniert". Hakte es in der Hin- und auch zum Start der Rückrunde noch einige Male gewaltig, setzen die Bayern inzwischen die Ideen von Ancelotti immer besser um.

Vor allem aber verfügt der Rekordmeister in seinem Luxus-Kader über einen Ausnahmekönner, der regelmäßig sogar den Superstars wie Ribéry oder Arjen Robben die Show stiehlt: Robert Lewandowski.

"Das ist Wahnsinn, er ist unheimlich wichtig. Es ist fast unmöglich, ihm den Ball abzunehmen", würdigte Weltmeister Mats Hummels seinen seit Wochen herausragenden Kollegen, der Schalke mit seinen Pflichtspieltreffern Nummer 29 und 30 (3. und 29.) jeweils nach Zuspiel von Ribéry fast im Alleingang erledigt hatte.

Schalker Leiden

So nebenbei bereitete der 28 Jahre alte Torjäger auch noch das 2:0 durch Thiago (16.) sehenswert vor. Die Bayern hätten teilweise "Pingpong mit uns gespielt", moserte Schalke-Manager Christian Heidel angesichts der Münchner Dominanz.

"Wir waren nicht präsent", kritisierte Bayern-Leihgabe Holger Badstuber, der zu allem Überfluss wegen wiederholten Foulspiels noch die Gelb-Rote Karte (77.) gesehen hatte: "Das passt zu diesem Abend."

Einem Abend, der für die Bayern fast perfekt lief. Der Rekordmeister konnte sogar noch Kräfte für die anstehenden Aufgaben bei Arsenal und am Samstag (15:30 Uhr/Sky und im AZ-Liveticker) in der Liga in Köln sparen. Sorgen, dass die Bayern im Liga-Alltag wieder nachlassen könnten, hat zumindest Neuer nicht. Man kenne diesen Spagat - "und wir mögen das".

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