FC Bayern München: Hasan Salihamidzic nennt keinen Zeitplan für Trainersuche

"Wir sind keine Amateure hier, wir sind absolute Vollprofis. Wir werden gemeinsam entscheiden", sagt Hasan Salihamidzic. Der Sportdirektor will sich beim Zeitplan für die Trainersuche nicht festlegen - Präsident Uli Hoeneß hatte dies schon getan.   
| dpa/sid/AZ
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Hasan Salihamidzic ist mit Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge auf Trainersuche.
Rauchensteiner/Augenklick Hasan Salihamidzic ist mit Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge auf Trainersuche.

"Wir sind keine Amateure hier, wir sind absolute Vollprofis. Wir werden gemeinsam entscheiden", sagt Hasan Salihamidzic. Der Sportdirektor will sich beim Zeitplan für die Trainersuche nicht festlegen - Präsident Uli Hoeneß hatte dies schon getan. 

München - Sportdirektor Hasan Salihamidzic will für die Trainersuche beim FC Bayern keinen Zeitplan nennen. "Die Trainerfrage wird intern diskutiert. Wenn wir zu einem Entschluss gekommen sind, werden wir uns äußern", sagte Salihamidzic am Freitag in München.

"Willy Sagnol ist unser Interimstrainer, die Lösung bis aufs Weitere." Präsident Uli Hoeneß hatte zuvor angekündigt, dass der Rekordmeister möglichst schon nach der im Anschluss an die Bundesligapartie bei Hertha BSC am Sonntag anstehende zweiwöchige Länderspielpause "eine Lösung" haben wolle.

Einen Tag nach der Trennung von Coach Carlo Ancelotti ging Salihamidzic nicht auf Namen möglicher Trainerkandidaten ein. "Wir werden jetzt alle Möglichkeiten prüfen und dann sehen, was dabei herauskommt", sagte er. "Es ist auch für uns keine normale Situation, dass wir uns in der Saison von einem Trainer trennen. Wir bedauern das alle sehr."

"Wir sind keine Amateure hier, wir sind absolute Vollprofis. Wir (Rummenigge, Hoeneß, Salihamidzic, d. Red.) werden gemeinsam entscheiden. Für den FC Bayern!", betonte Salihamidzic.

Und er fügte hinzu: "Sie brauchen sich um den FC Bayern keine Sorgen zu machen. Wir werden gestärkt aus dieser Situation hervorgehen. Es ist noch früh in der Saison. Wir wollen immer noch Meister werden ... es sind noch viele Spiele. Jetzt zählt erst einmal das Spiel am Sonntag." 

"Wir diskutieren intern"

Julian Nagelsmann? Thomas Tuchel? Oder eine Übergangslösung bis zum Saisonende? Klar war am Tag nach dem großen Beben beim FC Bayern und der Entlassung von Trainer Carlo Ancelotti nur eines an der Säbener Straße: Am Sonntag, wenn der deutsche Rekordmeister bei Hertha BSC antritt (15:30 Uhr/Sky und im AZ-Liveticker), wird Willy Sagnol die Mannschaft ein- und aufstellen.

Während der Länderspielpause wollen die Münchner dann einen neuen Trainer finden, sagte Präsident Uli Hoeneß. Am Freitagnachmittag wurde Hasan Salihamidzic aus der Deckung geschickt: kein Karl-Heinz Rummenigge, kein Hoeneß, kein Sagnol und schon gar kein neuer Trainer. Über den, betonte Sportdirektor Salihamidzic, "diskutieren wir intern", das gelte für "Namen und das Profil, das der Trainer haben muss".

Immerhin ließ er sich entlocken, dass es "gut wäre", spräche der neue Mann Deutsch. Aber sonst? Noch mal, "ich kann keine Namen nennen, keine Profile". Der FC Bayern, signalisierte Salihamidzic, muss auf Zeit spielen. "Erst mal ist Willy Sagnol unser Interimstrainer", sagte er, genau genommen: "Die Lösung bis auf Weiteres."

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Kein klares Dementi aus Hoffenheim

Wichtig sei zunächst das Spiel bei der Hertha, "das wollen wir unbedingt gewinnen, dann schauen wir weiter". Es sei ja "keine normale Situation, dass wir uns in der Saison vom Trainer trennen, das müssen wir erst mal sacken lassen", ergänzte er.

Nagelsmann, der gerade in München ein Haus baut, wäre dem FC Bayern wohl am liebsten. Nach wie vor ist es ein offenes Geheimnis, dass er am Ende der laufenden Saison hätte kommen sollen, trotz eines Vertrages bei 1899 Hoffenheim bis 2021 - und trotz einer Vereinbarung mit Ancelotti bis 2019.

Aber nun? Kaum vorstellbar, dass er sofort wechselt oder die Bayern bis nach der Saison warten wollen. Andererseits: Ein klares Dementi aus Hoffenheim gab es nicht. Nagelsmann sagte: "Ich konzentriere mich auf unser Spiel am Sonntag beim SC Freiburg. Da will ich besser Fußball spielen."

Ein wenig präziser wurde Sportdirektor Alexander Rosen: Die Gefahr eines Abschieds von Nagelsmann "ist so gering, ich kann gar nicht sagen, wie gering sie ist. Ich würde ja sagen, dass mich das Thema nervt. Aber das tut es nicht mal. Es langweilt mich einfach nur."

Also Tuchel? Spricht Deutsch, ist zu haben, wohnt in München, wäre eine Light-Version von Pep Guardiola, nach dem sie sich beim FC Bayern plötzlich wieder sehnen. Allerdings: Tuchel gilt auch als schwieriger Charakter mit Problemen im direkten Umgang mit Spielern. Mats Hummels, so ist zu hören, ist im Sommer 2016 nicht ausschließlich zum FC Bayern gewechselt, sondern auch vor Tuchel aus Dortmund geflüchtet. Und eine Übergangslösung mit Sagnol bis Saisonende?

Mit oder ohne einen erfahrenen Partner, etwa Jupp Heynckes, der über das Saisonende hinaus keine Ambitionen mehr hegt. Sagnol hat bereits die französische U20 und U21 trainiert, außerdem von 2014 bis 2016 Girondins Bordeaux. Er spricht Französisch, Italienisch und Deutsch, außerdem Bairisch. Er ist Publikumsliebling. Und einer wie geschaffen für ein "Mia san mia".

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