FC Bayern München: Franck Evina spielt sich in den Vordergrund

Zwei Spiele, vier Tore: Franck Evina nutzt die Vorbereitung beim FC Bayern zur Eigenwerbung. "Er ist körperlich schon sehr weit", sagt Hummels über den 17-Jährigen. Fliegt er nun mit nach Asien?
| Maximilian Koch
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Schnell, robust, torgefährlich: Nachwuchsstürmer Franck Evina überzeugt bislang in der Vorbereitung beim FC Bayern.
Rauchensteiner/Augenklick Schnell, robust, torgefährlich: Nachwuchsstürmer Franck Evina überzeugt bislang in der Vorbereitung beim FC Bayern.

München - Vatertag im Juli - auch das gibt’s. Der sonntägliche Ausflug des FC Bayern nach Herzogenaurach hatte etwas davon. Jung-Papa Javi Martínez wurde nach dem 9:1-Sieg gegen den FSV Erlangen-Bruck am Kabinenausgang von Freundin Aline und Söhnchen Luca begrüßt. Martínez hob seinen Junior in die Luft, knuddelte ihn erstmal durch.

Zuvor war bereits Co-Trainer Willy Sagnol bei Martínez’ Sohn stehen geblieben - und hatte ihm den Schnuller geklaut. Frech, der Willy.

Den größten Vater-Moment hatte allerdings Mats Hummels. Als Bayerns Nachwuchsstürmer Franck Evina nach der Partie nicht so recht wusste, ob er nun über seine Leistung und die beiden Tore reden sollte und durfte, griff Papa Mats ein.

"Franck, weg, weg, weg!", rief Hummels in Richtung des 17-Jährigen. Evina hörte - und stieg in den Mannschaftsbus. Hummels’ Plan war so offensichtlich wie verständlich. Den jungen Kollegen schützen vor Aussagen, die die hohen Erwartungen womöglich noch steigern.

Auch Tilman überzeugt

Doch dafür hatte Evina zuvor selbst gesorgt. Wie schon beim 4:1 in Wolfratshausen gelang dem Kameruner ein Doppelpack, die robuste Spielweise des Angreifers faszinierte. Auch Hummels. "Er ist körperlich sehr weit, eine richtige Kante", sagte der Weltmeister. "Es ist schön für die Jungen wie Franck, dass sie auf sich aufmerksam machen können."

Einige sind sehr beeindruckend und können in den nächsten Jahren eine gute Rolle spielen. Timothy Tillman (18), der das Interesse des FC Barcelona geweckt hat, deutete sein Potenzial genauso an wie Neu-Profi Marco Friedl (19) und Milos Pantovic (21).

Doch einer ragte heraus: Evina. Der Angreifer war als Sechsjähriger nach Deutschland gekommen, in Neuperlach lernte er das Fußballspielen, dann holten ihn die Bayern. In der vergangenen Saison wurde er mit der U17 Meister, traf in 25 Spielen 21 Mal.

Im Finale gegen Werder Bremen bereitete er beide Tore vor. Nun soll er in der U19 spielen. Eigentlich. "Ich will Bundesligaprofi werden", sagte Evina im Juni. Nach seinen Auftritten könnte er nun von Coach Carlo Ancelotti für die Asien-Reise nominiert werden. Papa Mats hat dann sicher noch ein paar Tipps für ihn.

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