FC Bayern mit Glück zu Auftaktsieg – „Michos“ Eklat

Der erneute Fehlstart von Bayern München war schon fast perfekt. Dann aber sorgte Bastian Schweinsteiger mit seinem Tor in letzter Minute doch noch für den glücklichen Auftaktsieg des Rekordmeisters. Da geriet selbst der Eklat um Martin Demichelis zur Nebensache.
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Der erneute Fehlstart von Bayern München war schon fast perfekt. Dann aber sorgte Bastian Schweinsteiger mit seinem Tor in letzter Minute doch noch für den glücklichen Auftaktsieg des Rekordmeisters. Da geriet selbst der Eklat um Martin Demichelis zur Nebensache.

   MünchenGewankt, gekämpft – und eben doch gewonnen: Nach dem gelungenen Start in die Mission Titelverteidigung störte beim FC Bayern München selbst der Eklat um den degradierten Abwehrrecken Martin Demichelis nicht. „Eigentlich hatten wir es nicht verdient zu gewinnen“, gestand Bayerns WM-Torschützenkönig Thomas Müller nach dem glücklichen 2:1 (1:0) des deutschen Fußball-Rekordmeisters am Freitagabend zum Auftakt der 48. Bundesliga-Spielzeit gegen den VfL Wolfsburg.

Mit großem Kämpferherz und noch mehr Dusel machten die Münchner - anders als in den beiden vergangenen Jahren – die drei Punkte zum Saisonstart perfekt. „Wir haben das besser gemacht als im letzten Jahr“, freute sich Trainer Louis van Gaal. „Wenn man so drei Punkte holt, ist man froh und erleichtert“, sagte Bayern-Kapitän Mark van Bommel.

Für Aufregung auf Meister-Seite sorgte Innenverteidiger Demichelis. „Das ist natürlich ein Schock für einen Spieler, der letztes Jahr Stammspieler war und jetzt ist er Ersatzspieler“, erklärte van Gaal, der den Argentinier zuvor ins zweite Glied beordert hatte. Demichelis bat daraufhin darum, aus dem Kader gestrichen zu werden und sprach sogar von Trennung. „Die Wahrheit ist, dass ein Zyklus zu Ende geht und es für beide Seiten besser ist, wenn wir getrennte Wege gehen“, sagte er der „Bild“-Zeitung. Am Samstag ließ sich Demichelis aber wieder beim Training blicken. „Er ist ein sehr temperamentvoller Spieler“, meinte Kollege Schweinsteiger.

Allen WM-Teilnehmern des Double-Gewinners war beim Auftakt gegen Titelvorgänger Wolfsburg anzumerken, dass noch längst nicht alles so läuft, wie es sollte. Nach nicht einmal drei Wochen gemeinsamen Trainings fehlte vor allem die Spritzigkeit im Team von van Gaal, der in der ersten Halbzeit aber immerhin auf die eingespielten Mechanismen bauen konnte.

Da war es wie einst im Mai, als Müller nach feinem Zusammenspiel mit Rückkehrer Toni Kroos mustergültig (9. Minute) traf. Fortan lief der Ball wie am Schnürchen beim Rekordmeister, doch die Hausherren verpassten es, gegen die passiven Gäste nachzulegen. Nach dem Wechsel bot sich dann ein ganz anderes Bild: Mit der Hereinnahme von Regisseur Zvjezdan Misimovic, der vom neuen VfL-Coach Steve McClaren zunächst nur auf die Bank gesetzt worden war, kamen die „Wölfe“ im Minutentakt zu Großchancen und wurden durch Edin Dzeko (55.) belohnt. „Wir haben wirklich um das Tor gebettelt und haben es auch bekommen“, beschrieb Bayern-Profi Philipp Lahm die Schwächephase.

Als sich alle im weiten Rund schon auf ein Remis einstellten, war Schweinsteiger in der Nachspielzeit nach langem Pass von Franck Ribéry zur Stelle und sorgte für den glücklichen Sieg. „Das war die denkbar schlechteste Art, ein Spiel zu verlieren“, klagte VfL-Coach McClaren frustriert. „Die Niederlage ist sehr bitter“, sagte auch VfL-Manager Dieter Hoeneß. „Aber man sieht schon, was in der Mannschaft steckt.“

Misimovic sorgte nach seiner Einwechslung für viel Wirbel, schwieg sich über seine Zukunftspläne aber aus: „Ich habe keine Ahnung.“ Wechselgelüste zu Schalke 04 werden Misimovic nachgesagt, doch Hoeneß blieb nach dem geplatzten Deal mit Diego betont gelassen: „Zwetschge ist ein exzellenter Spieler und ich bin aus vielerlei Gründen froh, wenn der 1. September da ist“, sagte der VfL-Manager mit Blick auf das nahende Ende der Transferfrist. dpa

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