FC Bayern: Kapitän stärkt van Gaal

Arrogant - das war der Vorwurf von Bayern-Trainer Louis van Gaal an seine Mannschaft. Am Montag stärkten ihm Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge und Mark van Bommel den Rücken. Der Kapitän würde am liebsten verlängern - und seine Karriere dann beim PSV Eindhoven beenden
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MÜNCHEN - Arrogant - das war der Vorwurf von Bayern-Trainer Louis van Gaal an seine Mannschaft. Am Montag stärkten ihm Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge und Mark van Bommel den Rücken. Der Kapitän würde am liebsten verlängern - und seine Karriere dann beim PSV Eindhoven beenden

Rückendeckung für den gestrengen Trainer: Nachdem Louis van Gaal trotz des 3:1-Sieges beim VfL Wolfsburg gemeckert und den Spielern des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München Arroganz vorgeworfen hatte, stellten sich Mannschaftskapitän Mark van Bommel und Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hinter den Coach. Mittelfeldakteur Arjen Robben hatte dagegen am Samstag erklärt, er sei mit van Gaals Vorwurf der Arroganz nicht einverstanden.

„Wir haben das Spiel nicht dominant zu Ende gebracht“, sagte van Bommel am Montag in München. Das Team habe sich „viel zu viele Ballverluste“ erlaubt. „Das Ergebnis ist natürlich so okay. Aber es ist nicht gut, wenn wir so spielen“, betonte der Bayern-Kapitän zwei Tage vor dem Pokal-Viertelfinale am Mittwoch gegen die SpVgg Greuther Fürth. Van Gaal habe mit seinen Aussagen auch nicht bewusst provozieren wollen. „Das ist keine Show, er meint das so.“ Auch Ivica Olic erkannte: „Der Trainer war nicht glücklich mit dem Spiel. Mit den drei Punkten aber schon.“ Man habe dem Gegner zu viele Chancen ermöglicht, räumte der Kroate ein.

Verständnis für van Gaals harte Worte („Ich bin sehr böse“) zeigte auch Vorstandschef Rummenigge. „Auf Champions-League-Niveau darf man sich in der Abwehr solche Fehler nicht erlauben“, mahnte Rummenigge neun Tage vor dem Hinspiel im Champions-League-Achtelfinale gegen den AC Florenz. „Louis ist ein Mensch, der den Finger auch mal nach Siegen in die Wunde legt und nicht erst, wenn man verliert“, lobte Rummenigge. Der FC Bayern hat nach Punkten zwar mit Tabellenführer Bayer Leverkusen gleichgezogen, ist aber wegen der schlechteren Tordifferenz weiter nur Zweiter.

Unterdessen gibt es beim FC Bayern weiter noch keine Anzeichen für eine Vertragsverlängerung mit Kapitän van Bommel. „Das bestimmt der Verein. Und wenn der Verein mit einem Angebot kommt, werde ich darüber nachdenken“, sagte der Niederländer. Die Bayern haben inzwischen die Verträge mit Daniel van Buyten (bis 2012), Holger Badstuber (bis 2014) und Thomas Müller (2013) verlängert. Van Bommels Kontrakt mit dem Rekordmeister läuft noch bis Ende dieser Saison. Der FC Bayern werde „zu einem geeigneten Zeitpunkt“ die Gespräche mit van Bommel aufnehmen, wird Rummenigge im „kicker“ (Montag) zitiert.

Der Spieler selbst zeigte sich an einer Vertragsverlängerung in München interessiert. „Ich kann mir das gut vorstellen“, sagte van Bommel. Sein Karriereende zumindest scheint er nicht bei den Bayern zu planen, sondern in seiner niederländischen Heimat: „Ich habe damals versprochen, dass ich noch mal zum PSV Eindhoven zurückkehre. Und das habe ich auch fest vor.“

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