FC Bayern bei der WM: Kane trifft, Pavlovic und Kim enttäuschen

 Upamecano und Kane überzeugen, Brown spielt sich in den Fokus und einige Stars wie Pavlovic, Kimmich oder Kim enttäuschen
von  Maximilian Koch
Frankreichs Abwehrchef Dayot Upamecano applaudiert den Fans – der Innenverteidiger des FC Bayern gehört bei der WM zu den stärksten Bayern-Profis.
Frankreichs Abwehrchef Dayot Upamecano applaudiert den Fans – der Innenverteidiger des FC Bayern gehört bei der WM zu den stärksten Bayern-Profis. © IMAGO/JOERAN STEINSIEK

Der Blick in die Zukunft fällt beim FC Bayern nicht schwer, man muss nur einfach mal vor die Türe schauen. Das Trainingsgelände wird aktuell modernisiert, bis in den Herbst und Winter hinein soll alles fertig sein.

"Wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Infrastruktur an der Säbener Straße weiterzuentwickeln", sagte Vorstandschef Jan-Christian Dreesen: "Die erneuerten Plätze, der modernisierte Reha-Bereich und die Erweiterung des Profitrakts schaffen weitere Trainings-, Diagnostik- und Rehamöglichkeiten – und somit noch bessere Voraussetzungen für unseren sportlichen Erfolg."

Die Münchner planen einen neuen Angriff aufs Triple, nachdem die Vorsaison mit dem Double und dem Champions-League-Halbfinale sehr erfolgreich verlaufen war. Bevor es so weit ist, blickt die AZ aber noch mal zurück, immerhin waren 19 Bayern-Spieler bei der WM dabei – plus Torhüter Jonas Urbig, der nicht zum offiziellen Kader des DFB-Teams gehörte. Wirklich zufrieden kehren nur wenige von ihnen nach München zurück. Das WM-Zeugnis der Bayern-Stars.

Upamecano als Bayern-Topspieler der WM

HERAUSRAGEND: Dayot Upamecano war einer der besten Verteidiger des Turniers, er knüpfte an seine starken Leistungen beim FC Bayern an. "Dayot hatte einen komplizierten Start bei der Nationalmannschaft insgesamt", sagte Frankreichs scheidender Nationaltrainer Didier Deschamps: "Heute ist er zweifellos einer der besten Verteidiger der Welt. Er hat eine unglaubliche athletische Stärke und kann alles." Upamecano war der herausragende Bayern-Spieler bei der WM.

Kane, Olise und die auffälligen Neuzugänge

ÜBERZEUGEND: England-Kapitän Harry Kane erzielte insgesamt sechs Tore, agierte in den K.o.-Runden aber nicht mehr so auffällig. Mit einem Titel im Nationalteam wurde es wieder nichts. Auch Frankreichs Michael Olise war trotz eines neuen WM-Vorlagenrekords (sieben Assists) nicht ganz zufrieden. Er verpasste das Finale und vergab viele Chancen. "Natürlich wird er noch besser werden", sagte Deschamps.
Die Neuzugänge Ismael Saibari (Marokko) und DFB-Star Nathaniel Brown spielten so auffällig, dass Bayern sie für viel Geld unter Vertrag nahm.

Immerhin Platz drei bei der WM für Harry Kane: Für den Bayern-Stürmer und seine Engländer das beste Ergebnis bei einer Weltmeisterschaft seit 1966.
Immerhin Platz drei bei der WM für Harry Kane: Für den Bayern-Stürmer und seine Engländer das beste Ergebnis bei einer Weltmeisterschaft seit 1966. © IMAGO/Jose Breton

Durchwachsene Auftritte im Mittelfeld

DURCHSCHNITTLICH: Obwohl er im Sechzehntelfinale gegen Paraguay einen Elfmeter vergab, zählte Jonathan Tah noch zu den besseren Akteuren im DFB-Team. Immerhin übernahm er Verantwortung, das konnte man nicht von vielen deutschen Spielern behaupten. Manuel Neuer agierte im Tor solide.

Luis Díaz (Aus mit Kolumbien im Achtelfinale gegen die Schweiz, nur ein Tor und eine Vorlage) erlebte ein genauso durchwachsenes Turnier wie Konrad Laimer (Aus mit Österreich im Sechzehntelfinale gegen Spanien) und Josip Stanisic (Aus mit Kroatien im Sechzehntelfinale gegen Portugal). Nicht blamiert, aber auch nicht glücklich.

Große Enttäuschungen bei den Bayern-Stars

ENTTÄUSCHEND: Die deutsche Mannschaft zählte zweifellos zu den größten WM-Enttäuschungen, das galt auch für die persönlichen Leistungen von Joshua Kimmich, Aleksandar Pavlovic, Jamal Musiala, Südkoreas Minjae Kim (Vorrunden-Aus), Japans Hiroki Ito (Aus im Sechzehntelfinale gegen Brasilien) sowie Senegals Nicolas Jackson (Aus im Sechzehntelfinale gegen Belgien), der nach seiner Leihe zu Bayern seit 1. Juli wieder beim FC Chelsea unter Vertrag steht.

Talente, Verletzungspech und offene Zukunft

Das 18-jährige Talent Bara Sapoko Ndiaye, in der Rückrunde von den Gambinos Stars aus Gambia ausgeliehen, spielte nur 24 Minuten für den Senegal. Der Mittelfeldspieler soll fest verpflichtet werden.

Für Leon Goretzka (nur drei Einsätze als Joker) und Kanadas verletzten Kapitän Alphonso Davies (15 Minuten gegen Südafrika) verlief die WM arg enttäuschend. Goretzka sucht noch einen neuen Arbeitgeber, er ist seit 1. Juli vereinslos. Maximilian Koch

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