FC Bayern auf Titelkurs: So sieht Kompanys A- und B-Elf jetzt aus

Der FC Bayern trifft in der Bundesliga am Samstag auf Mainz 05. Dabei wird Trainer Vincent Kompany zahlreiche Stars für den Kracher gegen Paris Saint-Germain schonen.
von  Patrick Strasser
Nur nicht nachlassen! Das ist die Devise von Bayern-Trainer Vincent Kompany.
Nur nicht nachlassen! Das ist die Devise von Bayern-Trainer Vincent Kompany. © IMAGO

Dieses Zitat des Trainers Pep Guardiola ist in Erinnerung geblieben. Als der Katalane in seiner ersten Saison den FC Bayern mit großem Vorsprung zur Meisterschaft 2013/14 geführt hatte, verkündete er in seinem typischen Sprachenmix: "The Bundesliga ist over."

Guardiola wurde mit dem FC Bayern schon im März Meister

Bereits nach dem 27. Spieltag (!), man schrieb den 25. März, standen die Guardiola-Bayern nach einem 3:1 im spät winterlichen Berlin bei der Hertha als Meister fest. Dieser Early-Bird-Check-in ist bis heute die früheste Meisterschaft – man muss dem aktuellen Trainer Vincent Kompany und seinen Bayern anno 2026 vorwerfen, diesen Rekord nicht geknackt zu haben. Ein Scherz.

Als Scherz war es damals nicht gemeint, als Guardiola angesichts der Triple-Ziele (damals wie heute) davon sprach, dass die Bundesliga für ihn sieben Spieltage vor Ende over, also vorbei sei. Es folgten ein 3:3 gegen Hoffenheim und ein 0:1 in Augsburg. Ohne wirklichen Pep agierte Guardiolas B-Elf, versehen mit Jugendspielern wie dem bemitleidenswerten Ylli Sallahi, der nach der Pleite in Augsburg nie wieder für die Profis auflaufen durfte.

Wurde mit dem FC Bayern seiner Zeit im März Meister: Trainer Vincent Kompany.
Wurde mit dem FC Bayern seiner Zeit im März Meister: Trainer Vincent Kompany. © IMAGO

Kompany: "Es ist nicht einfach, die Meisterschaft zu gewinnen"

So etwas würde Kompany nie zulassen. Erstens bekommen Talente bei ihm immer eine zweite Chance und zweitens würde der Belgier die Liga niemals für "over" erklären. Allein aus Respekt vor den Gegnern wie an diesem Samstag dem FSV Mainz (15.30 Uhr, Sky), der – theoretisch – noch in Abstiegsgefahr geraten könnte.

"Es ist nicht einfach, die Meisterschaft zu gewinnen", betonte Kompany am Freitag an der Säbener Straße und sagte: "Es sieht leichter aus als es ist – aber es kostet Kraft und Energie, daher sind wir stolz und das wollen wir auch weiter durchziehen." Also Sieg für Sieg einfahren, den Torrekord Treffer für Treffer (bisher 109) nach oben schrauben.

Musiala rutschte zuletzt in das A-Team

Natürlich hat Kompany bereits die Halbfinal-Duelle in der Champions League gegen Paris St.Germain, insbesondere das Hinspiel am Dienstag in Frankreichs Hauptstadt im Hinterkopf. "Wir sind alle Menschen", begann der 40-Jährige zu erklären, "wir hatten ähnliche Situationen vor einigen Wochen mit den zwei Madrid-Spielen (im Viertelfinale der Königsklasse, d.Red.). Die sind so groß, dass man die nicht wegdenken kann. Als Trainer kann ich ein Vorbild sein: Wie machen wir die Vorbereitung? Wie ist die Ansprache?" Alles wie immer, so seine Botschaft. Nix ist over.

Und dennoch wird, wie zuletzt in der Partie inmitten der Real-Schlachten, dem 5:0 bei St. Pauli, kräftig rotiert. Beim 2:0 im DFB-Pokal-Halbfinale in Leverkusen am Mittwoch durfte das A-Team ran. Die Elf, in die der immer kraftvoller und daher stärker werdende Jamal Musiala anstelle des schwer verletzten Serge Gnabry auf der Zehnerposition reingerutscht ist.

Zurück in der A-Elf des FC Bayern: Jamal Musiala.
Zurück in der A-Elf des FC Bayern: Jamal Musiala. © IMAGO

Youngster dürfen gegen Mainz ran

Es ist diese Elf, die – wenn alles gut geht – auch das Pokalfinale am 23. Mai in Berlin gegen den VfB Stuttgart bestreitet. Und zuvor beide PSG-Partien. Also mit Neuer im Tor, mit Stanisic, Upamecano, Tah und Laimer (von rechts nach links) in der Viererkette, mit den beiden Sechsern Kimmich und Pavlovic, davor Musiala auf der Zehn. Auf den Flügeln Olise (rechts) und Díaz (links), dazu Mittelstürmer Kane.

In den Partien in Mainz oder kommenden Samstag gegen Heidenheim dürfen Urbig (Tor), Kim, Ito (beide Innenverteidigung), Davies (Linksverteidigung) Goretzka, Guerreiro (beide Mittelfeld) und Jackson (Sturmspitze) ran. Plus Youngster wie Deniz Ofli (19) und Bara Ndiaye (18).

Karl könnte es gegen Paris in den Kader schaffen

Sie sind nun Vertreter der B-Elf, B wie Bundesliga. Nach ihren Muskelverletzungen fehlen die B-Elf-Kandidaten Tom Bischof und Lennart Karl, beide aktuell im Aufbautraining. Karl könnte es als Joker in den Paris-Kader schaffen.

merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.