"Es ist Wahnsinn!": Kane ist auf den Spuren des Lewandowski-Rekords

Der FC Bayern gewinnt den Klassiker gegen Borussia Dortmund und hat damit wohl den Meisterkampf endgültig entschieden. Knackt nun auch Harry Kane den Lewandowski-Rekord? Und holt sich auch das Team eine neue Bestmarke?
Kilian Kreitmair
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Der Lewandowski-Rekord wackelt: Harry Kane traf im Klassiker gegen Borussia Dortmund doppelt.
Der Lewandowski-Rekord wackelt: Harry Kane traf im Klassiker gegen Borussia Dortmund doppelt. © IMAGO

Spannung im Meisterrennen? Die gibt es spätestens seit Samstagabend nicht mehr. Elf Punkte Vorsprung hat der FC Bayern nach dem 2:1-Sieg gegen Borussia Dortmund. So einen Vorsprung nach dem 24. Spieltag hat sich noch nie eine Mannschaft nehmen lassen. Zwar wollen die Münchner noch keine Meisterglückwünsche  – auch aus Respekt vor den Konkurrenten – annehmen, doch man kann im Klub-Museum schonmal ein Plätzchen freiräumen. 

Kane fehlen elf Tore zum Lewandowski-Rekord

Dafür gibt es jetzt Spannung an anderer Stelle: Knackt Harry Kane die magische Marke von 41 Toren? Elf in zehn, so lautet die Formel für den Briten. In den letzten zehn Bundesligaspielen braucht Kane elf Treffer, dann hat er den Rekord von Robert Lewandowski (Saison 2020/21) eingestellt. Ein zwölftes Tor und er gehört ihm sogar alleine. Wenn das kein Ansporn für das letzte Drittel der Saison ist. 

"Es sind immer noch Spiele zu machen", sagte der gut gelaunte Stürmer am "Sky"-Mikro: "Ich versuche in dieser Periode, konstant zu bleiben. Wir werden im Mai sehen, ob es möglich ist. Ich mache weiter." Harrys Rekordansage. Grund dafür hat er genug. Im Klassiker traf er im vierten (!) Bundesligaspiel in Folge mehrfach (AZ-Note 1). Sein zweiter Treffer gegen den BVB war gleichzeitig das zehnte Elfmetertor in dieser Saison. 

Es macht einfach Spaß, so einen Leader in der Mannschaft zu haben.

Christoph Freund

Freund mit Sonderlob für Kane

Nur Bayern-Legende Paul Breitner kam in der Spielzeit 1980/81 auf die gleiche Anzahl. "Es ist Wahnsinn!", fasste es Sportdirektor Christoph Freund in schönstem österreichischen Dialekt in der Mixed-Zone des Signal-Iduna-Parks zusammen und schob hinterher: "Er hat 30 Tore in der Bundesliga, liefert konstant ab und arbeitet mit der Mannschaft, kämpft mit. Es macht einfach Spaß, so einen Leader in der Mannschaft zu haben."

Wie schon so oft ließ er sich auch gegen Dortmund immer wieder fallen, agierte phasenweise als Achter. Zur richtigen Zeit stand Kane aber wieder vor dem Tor, wie beim zwischenzeitlichen Ausgleich. Kane vollendete eine schöne Vorarbeit von Joshua Kimmich und Serge Gnabry mustergültig. "Mit diesem Team habe ich Chancen, Tore zu machen", so der Torjäger.

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Kane spielt außergewöhnliche Saison beim FC Bayern

Womöglich 42 bis zum Saisonende. Zutrauen tut man ihm das an der Säbener Straße allemal. "Er wird weitermachen", ist sich Freund sicher: "Dann werden wir sehen, was am Ende rauskommt." Aber selbst wenn es ihm nicht gelingen sollte, einen neuen Torrekord aufzustellen, steht für Freund jetzt schon fest: "Er spielt eine außergewöhnliche Saison."

Stellt der FC Bayern einen neuen Saisontreffer-Rekord auf?

Und neben Kane könnte auch das gesamte Team noch einen neuen Torrekord in einer Bundesligasaison erzielen. Der liegt bei aktuell 101 Treffer, erreicht vom FC Bayern in der Saison 1971/72. In der Spielzeit 2019/20 erreichten die Münchner zum zweiten Mal die 100-Tore-Marke, verpassten ihre Bestmarke aber knapp. Und in dieser Saison könnte diese Bestmarke fallen.

Nach 24. Spieltagen hat der Deutsche Rekordmeister bereits 88 Tore zu Buche stehen, noch 14 weitere Treffer in den verbliebenen zehn Saisonspielen und die Bayern hätten einen weiteren Bundesligarekord aufgestellt. Schnappt sich als Harry Kane den Lewandowski-Rekord, dürfte auch dir Team-Bestmarke fallen.

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  • Südstern7 gerade eben / Bewertung:

    Kane ist ja nicht nur ein Goalgetter der Tore macht. Kane ist ein Mannschaftsspieler, der überall auf dem Platz zu finden ist. Kein Dribbler, aber ein Spieler mit einer so großartiger Übersicht, dass er mit einem einzigen langen Ball das Spiel "öffnen" kann und es auch tut. Millimetergenau in den Fuß des Mitspielers über 40 oder 50 Meter. Ein großer Stratege.

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