Einzelkritik: Vorteil FC Bayern - aber nur zwei Mal die Zwei

Der FC Bayern legt im Meisterkampf mit dem BVB wieder vor. Franck Ribéry sorgt für die Entscheidung - aber nur ein Youngster überzeugt wirklich. Die Einzelkritik.
| Maximilian Koch
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Kam 2009 von Real Madrid zum FC Bayern: Arjen Robben.
imago/DeFodi Kam 2009 von Real Madrid zum FC Bayern: Arjen Robben.

München - Beim 3:1 gegen Hannover 96 macht es der FC Bayern zwischenzeitlich nochmal spannend, als der Rekordmeister den Anschlusstreffer zulässt. Doch dann dreht Altstar Franck Ribéry richtig auf.

Vor allem liefert aber Joshua Kimmich ein starkes Spiel für die Münchner - die Einzelkritik:

SVEN ULREICH, NOTE 3: Erneut anstelle von Manuel Neuer im Tor, der mit Ehefrau Nina auf der Haupttribüne saß. Nahezu beschäftigungslos – ehe Jonathas per Elfmeter den Anschlusstreffer zum 2:1 erzielte (54.). Da war der Keeper ohne Chance. Das 2000. Gegentor in der Bundesliga-Historie des FC Bayern.

Top-Vorstellung von Joshua Kimmich

JOSHUA KIMMICH, NOTE 2: Gefiel zu Beginn mit einer tollen Flanke auf Coman (11.), der Franzose scheiterte aus kurzer Distanz per Kopf. Machte so stark weiter, offensiv sehr auffällig, laufstark, präzise und mit der Vorlage zum 1:0. Defensiv kaum gefordert. Top-Vorstellung!

JÉROME BOATENG, NOTE 3: Bekam mal wieder eine Chance in der Startelf, Mats Hummels war diesmal nur Ersatz. Sehr souverän in seinen Zweikämpfen, vom 96-Angriff aber auch kaum herausgefordert. Boatengs Distanzschuss parierte Torhüter Esser (37.). Nach seinem vermeintlichen Handspiel, das in Wahrheit keines war (angelegter Arm), gab es Elfmeter.

NIKLAS SÜLE, NOTE 3: Wie Boateng mit einer soliden, fehlerfreien Vorstellung. Sehr konzentriert und mit gutem Passspiel. Höhepunkt seiner Leistung: Das Tackling gegen 96-Stürmer Weydandt (33.). Der wirkungslose Angreifer wurde dann zur Halbzeit ausgewechselt.

DAVID ALABA, NOTE 3: Trieb über die linke Seite immer wieder mit an, unterstützte Vordermann Coman mit Pässen und Läufen. Seine Flanken kamen oft an. Alabas Distanzknaller faustete Esser weg (60.). Defensiv stets auf der Höhe. Souveräner Auftritt.

THIAGO, NOTE 3: Als Spielmacher vor der Abwehr mit enorm vielen Ballkontakten. Wurde kaum einmal aggressiv attackiert, konnte das Spiel so aus der Zentrale ordnen. Nach ganz vorne schaltete sich der Spanier nicht mit ein. Foulte auch mal clever, wenn es nötig war.

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Leon Goretzka trifft aus der Distanz

LEON GORETZKA, NOTE 3: Blieb in der Startformation, weil Javi Martínez verletzt passen musste (Knieprobleme). Mit einem gezielten Schuss aus 20 Metern ins linke Eck markierte er das 2:0 (40.), bei zwei weiteren Chancen kurz darauf hätte er erneut treffen müssen. Sein Versuch in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit berührte noch die Latte. Half in der Defensive fleißig mit.

THOMAS MÜLLER, NOTE 3: Als Wusler hinter Lewandowski mit vielen Ideen – manchmal überraschte sich Müller sogar selbst. Und die Mitspieler auch. Vergab freistehend vor Esser eine gute Chance (26.). Wie gewohnt sehr engagiert und ein Vorbild an Einsatz.

SERGE GNABRY, NOTE 4: Probierte es früh mit einem Dribbling im Strafraum – ohne Erfolg (7.). Hatte gute Szenen, übertrieb es aber manchmal mit seinen Einzelaktionen und wurde vom Gegner gestoppt. Bayerns Überraschungsmann dieser Saison hatte schon bessere Nachmittage.

KINGSLEY COMAN, NOTE 4: Auch der Franzose tat sich unerwartet schwer, diesmal nicht so effektiv mit seinen Sprints, Flanken und Schüssen. Zirkelte einmal knapp am Winkel vorbei (44.). Nach Ribérys Einwechslung probierte er es über die rechte Seite, auch dort glücklos.

ROBERT LEWANDOWSKI, NOTE 3: Den Kopfball des Stürmers holte Esser noch aus dem Eck (14.), wenig später war es dann passiert: Nach Kimmich-Flanke köpfte der Pole zum 1:0 ein (27.), es war sein 22. Tor in dieser Bundesliga-Saison. Sonst war es eine unauffällige Partie des Mittelstürmers.

Kam 2009 von Real Madrid zum FC Bayern: Arjen Robben.
Kam 2009 von Real Madrid zum FC Bayern: Arjen Robben. © imago/DeFodi

Franck Ribéry sorgt für neuen Schwung

FRANCK RIBÉRY, NOTE 2: Kam in der 71. Minute für Gnabry ins Spiel. Sollte nochmal für neuen Schwung sorgen. Das gelang - und wie! Der 36-Jährige traf zur 3:1-Entscheidung nach einem hübschen Tänzchen im Strafraum (84.). Der Fan-Liebling klopfte sich aufs Herz und winkte in die Kurve.

ARJEN ROBBEN, OHNE NOTE: Gänsehaut. Das Stadion erhob sich, als der Wembley-Held in der 86. Minute für Coman eingewechselt wurde und sein Comeback gab. Zum letzten Mal hatte Robben Ende November gespielt, danach streikte immer wieder sein Körper. Nun durfte er wieder für ein paar Minuten mitwirbeln, die Fans bejubelten jede seiner Aktionen.

RAFINHA, OHNE NOTE: Kam kurz vor Schluss für Alaba ins Spiel und absolvierte damit sein 500. Profisoiel in Europa.

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