Einzelkritik: Die Bayern beim Sieg gegen den VfL Wolfsburg

Was für ein Nachmittag für den FC Bayern München! Fünf Treffer gegen den VfL Wolfsburg, ein Tor-Comeback von Thomas Müller, Tabellenführung zurückerobert. Dementsprechend positiv fällt auch die AZ-Einzelkritik aus.
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Manuel Neuer: Note 2. Langweilig! War ihm, dem Torhüter. War aber auch nicht so kalt wie beim 1:0 am Dienstag gegen Atlético. Einmal gefordert, als er Caligiuris Schuss nach 77 Minuten stark parierte. Zeigte (sich und allen) die Faust!
sampics/Augenklick 14 Manuel Neuer: Note 2. Langweilig! War ihm, dem Torhüter. War aber auch nicht so kalt wie beim 1:0 am Dienstag gegen Atlético. Einmal gefordert, als er Caligiuris Schuss nach 77 Minuten stark parierte. Zeigte (sich und allen) die Faust!
Philipp Lahm: Note 3. Diesmal ließ Ancelotti den Kapitän wieder auf der rechten Abwehrseite ran? Aber was hatte er schon zu tun. Ein paar Bälle ablaufen, das Spiel antreiben, Robben den Ball zum 1:0 vorlegen. Die Wolfsburger waren so harmlos, dass er als künftiger Sportdirektor den Kader der Gäste gedanklich auf Tauglichkeit prüfte.
imago 14 Philipp Lahm: Note 3. Diesmal ließ Ancelotti den Kapitän wieder auf der rechten Abwehrseite ran? Aber was hatte er schon zu tun. Ein paar Bälle ablaufen, das Spiel antreiben, Robben den Ball zum 1:0 vorlegen. Die Wolfsburger waren so harmlos, dass er als künftiger Sportdirektor den Kader der Gäste gedanklich auf Tauglichkeit prüfte.
Javier Martinez: Note 3. Der Turm im Abwehrzentrum. Immer mit gutem Auge und bestem Gespür für die Situation, ließ keine Probleme entstehen und Zweifel aufkommen. Keine wirklichen Probleme mit DFB-Mittelstürmer Mario Gomez. Eine Easy-Going-Partie. Boateng blieb auf der Bank.
Rauchensteiner/Augenklick 14 Javier Martinez: Note 3. Der Turm im Abwehrzentrum. Immer mit gutem Auge und bestem Gespür für die Situation, ließ keine Probleme entstehen und Zweifel aufkommen. Keine wirklichen Probleme mit DFB-Mittelstürmer Mario Gomez. Eine Easy-Going-Partie. Boateng blieb auf der Bank.
David Alaba: Note 3. Wieder Innenverteidiger. Sah einmal schnell schlecht aus, als Gomez nach einem langen Ball zum Torabschluss kam. Ansonsten routiniert auf der Position, die er letzte Saison unter Guardiola erlernte und spielen musste, weil Hummels erkrankt fehlte.
dpa 14 David Alaba: Note 3. Wieder Innenverteidiger. Sah einmal schnell schlecht aus, als Gomez nach einem langen Ball zum Torabschluss kam. Ansonsten routiniert auf der Position, die er letzte Saison unter Guardiola erlernte und spielen musste, weil Hummels erkrankt fehlte.
Juan Bernat: Note 3. Weil Alaba Innenverteidiger spielte, war der Spanier erneut als Linksverteidiger gefragt. Nutzte anfangs den freien Raum über die linke Seite der Wolfsburger gut, scheiterte an Benaglio (8.). Ein mehr als solider Vertreter von Alaba, vor allem wenn er defensiv wenig gefordert ist und nach vorne attackieren kann.
firo/Augenklick 14 Juan Bernat: Note 3. Weil Alaba Innenverteidiger spielte, war der Spanier erneut als Linksverteidiger gefragt. Nutzte anfangs den freien Raum über die linke Seite der Wolfsburger gut, scheiterte an Benaglio (8.). Ein mehr als solider Vertreter von Alaba, vor allem wenn er defensiv wenig gefordert ist und nach vorne attackieren kann.
Arturo Vidal: Note 3. Fühlt sich auch im 4-2-3-1-System wohl, teilte sich die Aufgabe mit Thiago, ins Mittelfeld Struktur reinzubringen. Antreiber, Ankurbler. Ein paar Zweikämpfe gewinnen, fertig. War aber auch wirklich kein Spiel, in dem der Chile und sein Kampfgeist wirklich gefordert wurden. Durfte nach 71 Minuten Platz machen für Alonso.
GES/augenklick 14 Arturo Vidal: Note 3. Fühlt sich auch im 4-2-3-1-System wohl, teilte sich die Aufgabe mit Thiago, ins Mittelfeld Struktur reinzubringen. Antreiber, Ankurbler. Ein paar Zweikämpfe gewinnen, fertig. War aber auch wirklich kein Spiel, in dem der Chile und sein Kampfgeist wirklich gefordert wurden. Durfte nach 71 Minuten Platz machen für Alonso.
Thiago Alcantara: Note 2. Das 100. Pflichtspiel des Spaniers im Bayern-Dress. Dreh- und Anspielpunkt der Bayern. Sah Gelb für ein taktisches Foul, seine dritte Gelbe der Saison. Glanzstück des Nachmittags: Seine Ballmitnahme und Weiterleitung zu Müller vor dem 3:0. Hatte viele Kabinettstückchen im Programm. Pech mit einem eigenen Schuss (66.), gehalten.
dpa 14 Thiago Alcantara: Note 2. Das 100. Pflichtspiel des Spaniers im Bayern-Dress. Dreh- und Anspielpunkt der Bayern. Sah Gelb für ein taktisches Foul, seine dritte Gelbe der Saison. Glanzstück des Nachmittags: Seine Ballmitnahme und Weiterleitung zu Müller vor dem 3:0. Hatte viele Kabinettstückchen im Programm. Pech mit einem eigenen Schuss (66.), gehalten.
Arjen Robben: Note 2. Ein typischer Robben! Schlenzte die Kugel von der rechten Seite mit viel Schnitt ins lange Eck (18.), sein fünfter Saisontreffer, ist nun zweitbester Liga-Schütze der Bayern. Ansonsten wieder mit seinem Schatten, dem ewigen Schwalben-Verdacht, unterwegs. Wurde gefoult, erhielt aber keinen Freistoß, saß dann beleidigt auf dem Rasen. Trickste am Ende mit Wonne.
dpa 14 Arjen Robben: Note 2. Ein typischer Robben! Schlenzte die Kugel von der rechten Seite mit viel Schnitt ins lange Eck (18.), sein fünfter Saisontreffer, ist nun zweitbester Liga-Schütze der Bayern. Ansonsten wieder mit seinem Schatten, dem ewigen Schwalben-Verdacht, unterwegs. Wurde gefoult, erhielt aber keinen Freistoß, saß dann beleidigt auf dem Rasen. Trickste am Ende mit Wonne.
Franck Ribéry: Note 4. Der Franzose diesmal mit Hintermann Bernat. Jedoch ohne große Wirkung und große Szenen, konnte sich gegen Blaszczykowski eher selten durchsetzen über links. An den Toren nicht wirklich beteiligt, riss ein paar Löcher, ein paar Dribblings und Flanken - ganz nett. Raus nach 77 Minuten.
imago 14 Franck Ribéry: Note 4. Der Franzose diesmal mit Hintermann Bernat. Jedoch ohne große Wirkung und große Szenen, konnte sich gegen Blaszczykowski eher selten durchsetzen über links. An den Toren nicht wirklich beteiligt, riss ein paar Löcher, ein paar Dribblings und Flanken - ganz nett. Raus nach 77 Minuten.
Thomas Müller: Note 1. Da ist es, sein persönliches Tor-Happy-End in 2016. Der erste Liga-Treffer des so Unglücklichen in den letzten Wochen und Monaten – nach 999 Minuten, wenn auch mit Glück, weil die Vorlage von Guilavogui kam. War zurück auf seiner erklärten Lieblingsposition hinter der Spitze Lewandowski. Hatte gut lachen, weil er Lewandowski anschoss, von dem der Ball zum 3:0 ins Netz ging. Schöne Flanken, nette Kombinationen.
firo/augenklick 14 Thomas Müller: Note 1. Da ist es, sein persönliches Tor-Happy-End in 2016. Der erste Liga-Treffer des so Unglücklichen in den letzten Wochen und Monaten – nach 999 Minuten, wenn auch mit Glück, weil die Vorlage von Guilavogui kam. War zurück auf seiner erklärten Lieblingsposition hinter der Spitze Lewandowski. Hatte gut lachen, weil er Lewandowski anschoss, von dem der Ball zum 3:0 ins Netz ging. Schöne Flanken, nette Kombinationen.
Robert Lewandowski: Note 2. Fünf Tore wie beim letzten Gastspiel der Wölfe im September 2015 wurden es diesmal nicht. Sein zehntes Saisontor entstand aus einer abgefälschten Flanke von Vidal. Trocken vollstreckte er zum 2:0 (22.). Wurde dann zum 3:0 angeschossen. Torjägerglück.
firo/augenklick 14 Robert Lewandowski: Note 2. Fünf Tore wie beim letzten Gastspiel der Wölfe im September 2015 wurden es diesmal nicht. Sein zehntes Saisontor entstand aus einer abgefälschten Flanke von Vidal. Trocken vollstreckte er zum 2:0 (22.). Wurde dann zum 3:0 angeschossen. Torjägerglück.
Xabi Alonso: Ohne Note. Gab sein Comeback nach 71 Minuten, hatte ein paar Spiele verletzt gefehlt. Ordnete das Aufbauspiel. Routiniert.
dpa 14 Xabi Alonso: Ohne Note. Gab sein Comeback nach 71 Minuten, hatte ein paar Spiele verletzt gefehlt. Ordnete das Aufbauspiel. Routiniert.
Douglas Costa: Ohne Note. In Minute 77 begann die Zeit des Brasilianers, der auf der linken Außenbahn Ribéry ablöste. Feiner Hammer mit links zum 5:0 (86.). Ein Strich!
GES/Augenklick 14 Douglas Costa: Ohne Note. In Minute 77 begann die Zeit des Brasilianers, der auf der linken Außenbahn Ribéry ablöste. Feiner Hammer mit links zum 5:0 (86.). Ein Strich!
Rafinha: Ohne Note. Kam in der 81. Minute für Thiago, ging auf die Rechtsverteidiger-Position. In der Entstehung des 5:0 beteiligt.
sampics, Augenklick 14 Rafinha: Ohne Note. Kam in der 81. Minute für Thiago, ging auf die Rechtsverteidiger-Position. In der Entstehung des 5:0 beteiligt.

München - Doppelte Freude für den FC Bayern: Beim Tor-Comeback von Thomas Müller hat der deutsche Fußball-Rekordmeister mit dem 5:0 (2:0) gegen den VfL Wolfsburg den dritten Sieg in Serie gefeiert und durch den überraschenden Ausrutscher von RB Leipzig in Ingolstadt wieder die Bundesliga-Spitze erklommen.

Arjen Robben (18. Minute) und Robert Lewandowski (22./58.) mit seinen Saisontoren zehn und elf ebneten am Samstag den Weg beim lockeren Erfolg - und auch Müller durfte sich endlich, endlich für seinen ersten Bundesliga-Treffer nach mehr als sieben Monaten von den Münchner Anhängern feiern lassen. Joker Douglas Costa (86.) sorgte mit einem wunderbaren Schuss für noch mehr Jubel. Die Wolfsburger müssen sich als Tabellen-15. mehr denn je auf Abstiegskampf einstellen. Der FC Ingolstadt ist durch das 1:0 gegen Leipzig bis auf einen Punkt am Team des praktisch gescheiterten VfL-Trainers Valérien Ismaël dran. Der HSV machte auch Boden gut.

Beim 15. Heimsieg der Münchner gegen den VfL nacheinander - eine weitere Bundesliga-Bestmarke für den FC Bayern - ging es vor 75 000 Zuschauern fast nur in eine Richtung. Wie bei den Erfolgen in Mainz und gegen Atlético Madrid sorgte die Münchner 4-2-3-1-Grundformation für viel Schwung. Lange musste der Anhang der Gastgeber, bei dem die Stimmung durch Rückstände der Rivalen Leipzig und Dortmund weiter gehoben wurde, nicht auf die fällige Führung warten. Nach Zusammenspiel mit Kapitän Philipp Lahm zog Robben auf dem rechten Flügel in typischer Manier nach innen und wurde beim Schuss aus 16 Metern nicht einmal gestört. Wolfsburgs starker Keeper Diego Benaglio konnte diesem Ball nur hinterherschauen. Es war Robbens fünftes Saisontor.

Die Bayern in der Einzelkritik finden Sie in der obenstehenden Bilderstrecke

Vier Minuten später jubelten die Münchner erneut. Einen Schuss von Arturo Vidal fälschte Robin Knoche vor die Füße von Lewandowski ab. Mehr als ein Jahr nach seiner Rekord-Gala gegen die Niedersachsen, als er in neun Minuten fünf Tore erzielte, hatte der Pole bei diesem Abschluss gegen einen Lieblingsgegner keine Mühe. Bei den sehr defensiven Gästen ging nach vorne fast nichts. Mario Gomez, der in seinen vier Jahren beim FC Bayern in 174 Partien 113 Tore erzielt und sich 2013 als Triple-Sieger aus München verabschiedet hatte, fand keine richtige Bindung zum vor der Pause alibihaften Wolfsburger Offensivspiel. Zwar musste Welttorhüter Manuel Neuer bei einem Freistoß von Ricardo Rodriguez (26.) und einem Schuss von Borja Mayoral (43.) auch zwei Bälle halten, wirklich auszeichnen brauchte er sich dabei nicht.

Nach dem Seitenwechsel schalteten die Münchner vorübergehend in den Verwaltungsmodus. Wolfsburg wusste das nicht zu nutzen. Ein Schuss von Gomez (61.) und der von Neuer parierte Ball von Daniel Caligiuri (79.) waren die besten Möglichkeiten. Mit einem weiteren Tor der "Marke Billard" zeigten die Bayern, wie's besser geht: feiner Pass von Thiago auf Thomas Müller, dessen Schuss Lewandowski zum 3:0 abfälschte - sein zwölftes Tor in zwölf Spielen gegen Wolfsburg. Müller, der als einer von vier Neuen im Vergleich zum Atlético-Spiel wieder im offensiven Mittelfeld wirbelte, war hier schon am Tor beteiligt - und wenig später erlöste er sich dann endlich. Sein erstes Tor in der Bundesliga seit dem 30. April und dem 1:1 gegen Mönchengladbach bejubelte der Nationalspieler überschwänglich. Der eingewechselte Douglas Costa schraubte den Erfolg mit dem wuchtigen Schuss in den Winkel weiter in die Höhe.

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