Dieses war der zweite Streich: Bayern mit Gala zum Cup

Dem FC Bayern fehlt nach einer Demontage von Werder Bremen nur noch ein Sieg zum historischen Triple. Der neue Meister triumphierte am Samstag auch zum 15. Mal im Finale um den DFB-Pokal – dank Treffern von Arjen Robben, Ivica Olic, Franck Ribery und Bastian Schweinsteiger.
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Rot-weißer Jubel in Berlin: Im Mai feierten die Bayern mit einem eindrucksvollen 4:0 gegen Werder den DFB-Pokalsieg.
dpa Rot-weißer Jubel in Berlin: Im Mai feierten die Bayern mit einem eindrucksvollen 4:0 gegen Werder den DFB-Pokalsieg.

BERLIN - Dem FC Bayern fehlt nach einer Demontage von Werder Bremen nur noch ein Sieg zum historischen Triple. Der neue Meister triumphierte am Samstag auch zum 15. Mal im Finale um den DFB-Pokal – dank Treffern von Arjen Robben, Ivica Olic, Franck Ribery und Bastian Schweinsteiger.

Im Berliner Olympiastadion setzten sich die klar überlegenen Münchner dadurch mit 4:0 (1:0) gegen den chancenlosen Titelverteidiger durch. Nach dem achten Double der Klubgeschichte greift der FC Bayern am kommenden Samstag in Madrid im Finale der Champions League gegen Inter Mailand auch noch nach der europäischen Krone. „Wir wollen das Triple“, sang der Münchner Anhang bereits.

In ihrem 17. Endspiel um den DFB-Pokal waren die Münchner vor 75.420 Zuschauern im ausverkauften „deutschen Wembley“ von wenigen Ausnahmen abgesehen Herr der Lage und hätten noch deutlich höher gewinnen können. Beim Führungstreffer waren sie zunächst sogar auf die unfreiwillige Mithilfe von Per Mertesacker angewiesen: Der Nationalspieler ging nach einem Schuss von Olic nach Meinung von FIFA-Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer (Herne) mit der Hand zum Ball und machte auch beim Treffer von Olic (52.) eine unglückliche Figur.

Der ansonsten unauffällige Ribery schloss einen Konter erfolgreich ab (63.). Für den Schlusspunkt sorgte Schweinsteiger (83.). In der 77. Minute sah Bremens Ex-Nationalspieler Torsten Frings wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte. Es war der höchste Sieg in einem Pokalfinale seit dem 5:0 von Schalke 04 1972 gegen den 1. FC Kaiserslautern.

Der FC Bayern hat nun die große Chance, als erste deutsche Mannschaft die Meisterschaft, den Pokal und die Champions League zu gewinnen. Gegen Inter Mailand können die Münchner zum fünften Mal nach 1974, 1975, 1976 und 2001 den Europapokal der Landesmeister gewinnen. Das Triple war bislang nicht einmal der legendären Münchner Mannschaft aus den 1970er Jahren um „Kaiser“ Franz Beckenbauer und Gerd Müller gelungen. Der FC Bayern fliegt am Donnerstag nach Madrid – gestärkt durch eine eindrucksvolle Leistung im Olympiastadion, wo die Münchner eine Woche zuvor schon die Meisterschale in Empfang genommen hatten.

Die favorisierten Bayern dominierten die sehr einseitige Begegnung im Pokalfinale von Beginn an – nur im Abschluss haperte es lange Zeit. Bereits in der dritten Minute prüfte Robben mit einem Schuss aus 18 Metern Torhüter Wiese, nach dem anschließenden Eckball verfehlte Martin Demichelis mit einem Kopfball nur knapp das Ziel. In der 24. Minute traf Olic nach einer Hereingabe von Robben knapp vor der Torlinie den Ball nicht. Robben selbst machte es nach einer halben Stunde nicht besser, als er den Ball nach einem Doppelpass mit Thomas Müller aus 18 Metern aber über das leere Bremer Tor zirkelte (30.)

Die Bremer kamen bei ihrer zehnten Teilnahme am Endspiel um den DFB-Pokal selten aus ihrer eigenen Spielhälfte heraus, dabei wirkten ihre Angriffsbemühungen eher zufällig. Dennoch hätte auch Werder früh in Führung gehen könnten, vergab jedoch in der achten Minute innerhalb weniger Sekunden drei Großchancen: Erst scheiterte Claudio Pizarro nach tollem Solo gegen Philipp Lahm und Daniel van Buyten an Jörg Butt, den Nachschüsse brachten Torsten Frings nicht im Tor unter, dann rettete Holger Badstuber gegen Aaron Hunt.

Danach bot sich wieder das gewohnte Bild. Die Münchner drückten ihren Gegner mit kontrolliertem Spiel in dessen Hälfte und suchten geduldig nach einer Lücke in der Abwehr. Nach dem Elfmeter hatten sie eine solche kurz vor der Pause erneut gefunden – Müller verstolperte nach einer Vorlage des bemühten, aber unauffälligen Ribery allerdings eine weitere Großchance (43.). Dies hätte sich in den Minuten nach der Pause auch beinahe gerächt: Nur drei Minuten nach seiner Einwechslung zur zweiten Halbzeit vergab der Portugiese Hugo Almeida die große Chance zum Ausgleich (48.).

Allerdings hatten die Münchner in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit auch Pech, dass Schiedsrichter Kinhöfer nach einer Attacke von Philipp Bargfrede gegen den anstürmenden Robben nicht erneut auf Elfmeter entschied (49.). Alle Aufregung aber war nur drei Minuten später wieder vergessen, als der schlitzohrige Olic nach einer verunglückten Abwehr von Mertesacker zum 2:0 abstaubte.

Der unermüdliche Kroate war neben Robben und dem erneut als „Taktgeber“ überzeugenden Bastian Schweinsteiger der auffälligste Münchner Spieler, dagegen blieb Ribery trotz seines Treffers blass. Bei den Bremern konnte allenfalls Pizarro gefallen. (SID)

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