Die Generalprobe vor den Pflichtwochen

Ganz schnell will der FC Bayern die Supercup-Niederlage in Dortmund vergessen machen. Denn Unruhe noch vor dem Ligastart wollen die Münchner tunlichst vermeiden.
| dpa
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Ganz schnell will der FC Bayern die Supercup-Niederlage in Dortmund vergessen machen. Denn Unruhe noch vor dem Ligastart wollen die Münchner tunlichst vermeiden. Somit kommt dem Testturnier am Mittwoch und Donnerstag psychologisch nun größere Bedeutung zu.

München – Den ersten kleinen Rückschlag unter seiner Ägide hakte Pep Guardiola größere psychologische Bedeutung zukommt.

Beim internationalen Fußball-Turnier, das nach 2009 und 2011 zum dritten Mal in München ausgetragen wird, sind neben den Bayern auch Manchester City, der AC Mailand und der FC Sao Paulo am Start – das brasilianische Spitzenteam ist am Mittwoch (20.30 Uhr) gleich Bayerns Halbfinalgegner.

„Wir werden unsere kleinen Fehler korrigieren“, versprach Toni Kroos.

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Taktik-Tüftler Philipp Lahm spielte plötzlich im Mittelfeld vor, vorne probiert es der Spanier mal mit vier offensiven Mittelfeldkräften, mal mit drei Stürmern.

Stoßstürmer Mario Götze, auch für diesen Part im Gespräch, konnte am Montag erstmal wieder mit dem Ball trainieren und dürfte dem Starcoach bald zur Verfügung stehen.

Ansonsten geht jetzt alles relativ fix. Nach dem Testturnier gegen die drei internationalen Größen steht schon kommenden Montag beim Regionalligisten BSV Rehden die erste DFB-Pokal-Runde an, vier Tage später der Bundesliga-Auftakt gegen Borussia Mönchengladbach. Zählt man die restlichen Tests dazu, haben die Bayern allein im August acht Spiele zu absolvieren – inklusive des UEFA-Supercup-Finales gegen den FC Chelsea Ende des Monats. Das Mammutprogramm aus der Vorsaison setzt sich also auch nach der kurzen Vorbereitung unerbittlich fort.

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Guardiola aber scheint die Zeitknappheit wenig zu beeindrucken. Der Katalane will seinen Profis das gründliche Bewusstsein für mehr Ballbesitz und eine noch größere Spielkontrolle in Barça-Manier einimpfen. Da nutzt der 42-Jährige die Tests nicht zum Einspielen, sondern zum Umschulen, zum Probieren.

„Pep ist noch in der Findungsphase“, urteilte Präsident Uli Hoeneß zuletzt. „Ich bin der Meinung, dass sieben oder acht Spieler regelmäßig spielen werden. Wenn du jedes Mal fünf oder sechs Spieler austauschst, wird es sehr schwierig“, meinte der wegen seiner Steuer-Affäre immer noch angeschlagene Bayern-Boss zum möglichen Stammplatztheater, das Guardiola in Kürze drohen könnte. 

„Er muss diesen sehr starken Kader bei Laune halten“, forderte Rekordnationalspieler Lothar Matthäus bei Sky. 28 Spieler stehen im Münchner Aufgebot – wohl zu viele. Beim Ausdünnen sind die Bayern allerdings noch nicht vorangekommen. Auch ein möglicher Wechsel von Luiz Gustavo nach Wolfsburg hat sich bisher noch nicht konkretisiert.

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