Der FC Bayern glaubt an den Champions-League-Sieg

Nach dem überzeugenden 3:0-Erfolg gegen Chelsea gehört der FC Bayern zu den ganz heißen Kandidaten auf den Champions-League-Triumph – weil andere Top-Teams schwächeln.
| Thomas Becker
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Wer wird hier im Champions-League-Finale aufeinandertreffen? Das Istanbuler Atatürk-Stadion.
imago Wer wird hier im Champions-League-Finale aufeinandertreffen? Das Istanbuler Atatürk-Stadion.

Der 30. Mai? Ist doch noch ewig weit weg. Oder etwa nicht? Nun ja, wer den Bayern-Stars nach dem schicken 3:0 beim einstigen Angstgegner FC Chelsea in der Mixed Zone so zuhörte, konnte durchaus den Eindruck gewinnen, dass der Kalender schon Mitte/Ende April anzeigt, mindestens. Finaleinzug ins Istanbuler Atatürk-Stadion? Eigentlich nur noch eine Frage von Stunden.

FC Bayern-Kapitän Neuer zeigt sich optimistisch

Das ist natürlich Quatsch. Selbst wenn der FC Bayern nun gegen die erweiterte A-Jugend des Finale-dahoam-Spielverderbers von 2012 die nächste Runde in der Königsklasse erreichen wird, dann ist das gerade erstmal das Viertelfinale der Champions League. Der Blick ist jedoch jetzt schon stramm nach vorn gerichtet, vor allem beim unter Trainer Hansi Flick spektakulär wiedererstarkten Thomas Müller: "Ich habe schon im Vorfeld dieses Spiels gesagt, dass wir schon das Gefühl haben, dass was geht. Ich habe ja auch den Champions-League-Triumph, den wir anstreben, schon bewusst formuliert: dass wir absolut in der Lage sind, die Champions League zu gewinnen. Man muss mit uns rechnen."

Auch sein Mannschaftskapitän schaut bereits ein paar Runden weiter. "Das Finale ist jedes Jahr der große Traum", sagte Manuel Neuer, "ich denke, dass wir einen großen Schritt in Richtung nächste Runde gemacht haben. Es war ganz wichtig, wieder ein Statement zu setzen. Wir haben in der Gruppenphase schon erlebt, wie gut wir international gespielt haben, und wir haben nun wieder gezeigt, dass wir gegen starke Mannschaften einfach die bessere Mannschaft sind."

ManCity, Leipzig und Atlético machen es Top-Teams schwer

Einziges "Problem" an dieser steilen These: Die vermeintlich starken Mannschaften könnten den Bayern nun schon im Achtelfinale von der Fahne gehen.

Seriensieger Real Madrid? Nach der 1:2-Heimniederlage gegen Manchester City akut gefährdet. "Madrid schaut in den Abgrund", orakelte die spanische Tageszeitung "As". CR7-Klub Juventus Turin? Im Rückspiel gewaltig unter Druck nach dem 0:1 in Lyon. "Eine desaströse Leistung von Juventus, für die es keine Entschuldigung gibt", schimpfte Italiens Gazette "Tuttosport". Vorjahresfinalist Tottenham? Gegen die wilden Leipziger vor dem Aus. Das Milliarden-Projekt Paris St. Germain samt Neymar und Kylian Mbappé? Gegen die genauso wilden Dortmunder schwer auf der Kippe. Und Vorjahressieger FC Liverpool? Muss gegen die knüppelharte Beton-Abwehr von Atlético Madrid erst mal treffen. Erfolgscoach Jürgen Klopp sah sich genötigt, den Atlético-Fans vor dem Rückspiel schon mal ein bisschen zu drohen: "Willkommen in Anfield. Es ist noch nicht zu Ende."

Der FC Bayern ist plötzlich Mit-Favorit

Theoretisch könnte der Bayern-Gegner im Viertelfinale – ein Chelsea-Comeback im Rückspiel am 18. März erscheint unwahrscheinlich – also auch Atalanta Bergamo oder Olympique Lyon heißen. Namen, die den ehrgeizigen Herren Müller, Neuer & Kollegen sicher keinen Schauder über den Rücken jagen. Bayern ist plötzlich Mitfavorit. Dennoch gilt natürlich: Schritt für Schritt. Und noch ein Blick auf den Kalender: Viertelfinale am 7./8. und 14./15. April, Halbfinale am 28./29. April und 5./6. Mai. Erst danach darf man für Istanbul planen.

Lesen Sie hier: Die wichtigsten Erkenntnisse der Gala beim FC Chelsea

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