Der Beweistermin

Schweinsteiger, Toni und Hollands Importe: Im entscheidenden Duell gegen Bordeaux muss manch Bayern-Spieler zeigen, was er draufhat.
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Ein jubelnder Bastian Schweinsteiger
AP Ein jubelnder Bastian Schweinsteiger

Schweinsteiger, Toni und Hollands Importe: Im entscheidenden Duell gegen Bordeaux muss manch Bayern-Spieler zeigen, was er draufhat.

MÜNCHEN Trotz all dem Druck, trotz all der Anspannung – ein bisschen Spaß muss sein. Auch vor dem Champions-League-Duell mit Girondins Bordeaux. „Wir wollen das Spiel auf jeden Fall mit elf Spielern beenden, das wäre schön“, sagte Trainer Louis van Gaal. Er grinste. Und das, obwohl die Erinnerung an das 1:2 im Hinspiel vor 14 Tagen immer noch schmerzlich ist. als erst Thomas Müller nach 30 Minuten Gelb-Rot sah und kurz vor Schluss Abwehrboss Daniel van Buyten nach einer Notbremse runter musste.

Müller und van Buyten fehlen also bei der Revanche, sie sind gesperrt. Ausgerechnet die beiden, in dieser Saison gehörten sie zu den Besten, zu den Beständigsten. Van Gaal muss umbauen, improvisieren. Es wird auf andere Spieler ankommen, die nun ihre Tauglichkeit auf Europas größter Fußball-Bühne unter Beweis stellen müssen.

Martin Demichelis: Für den Belgier van Buyten rückt der wiedergenesene Innenverteidiger in die Startformation. Zuletzt hatte der Argentinier sich beklagt, fühlte sich bei seinem Comeback vom Trainer vernachlässigt. Nur beim Pokal-Auftakt bei der SpVgg Neckarelz (3:1) hatte Demichelis begonnen, sich anschließend verletzt. Nun kann er beweisen, dass er zur ersten Elf gehört. „Ich bin bereit, um meinen Platz zu kämpfen“, sagte er.

Luca Toni: Beim 0:0 in Stuttgart hatte van Gaal auf den Italiener verzichtet, dafür Mario Gomez ein Heimatspiel gegönnt. Nun stürmt Toni wieder an der Seite von Miroslav Klose. Nur solche großen Partien gegen den französischen Meister werden in Tonis Heimat wahrgenommen, Bundesligaspiele dagegen kaum. Ein Reporter der „Gazzetta dello Sport“ ist bei jedem Champions-League-Spiel von Toni dabei, um gute Nachrichten nach Italien zu melden. Es liegt an Toni.

Bastian Schweinsteiger: Wer den gesperrten Aufsteiger Müller auf der rechten Seite ersetzt, ist offen. Womöglich spielt Timoschtschuk offensiver. Klar ist nur, dass Schweinsteiger der offensive Part der Raute übertragen wird, die Spielmacherrolle hinter den Spitzen. Hier kann er sich beweisen – auf seiner Lieblingsposition. Schweinsteiger: „Ich fühle mich dort wohler als in der Rolle des Sechser oder Achter. Da habe ich einen größeren Aktionsradius, mehr Bälle, kann das Spiel besser leiten. Auf der Position habe ich schon früher in der Jugend immer gespielt.“

Braafheid/Pranjic: Die beiden Importe aus der holländischen Ehrendivisie waren Wunschspieler von van Gaal. Doch bislang konnten sie ihre Bundesliga-Tauglichkeit nicht unter Beweis stellen, weder der Linksverteidiger Braafheid noch Offensivmann Pranjic. Der Kroate könnte den Platzhalter für Arjen Robben spielen und endlich einmal auf sich aufmerksam machen. Bisher fielen beide nur Fehlleistungen auf, das Publikum in der Allianz Arena murrte und buhte. Auch aus dem Aufsichtsrat kamen kritische Stimmen, die Bosse Hoeneß und Rummenigge setzen auf den Faktor Geduld. Zehn Millionen Euro hat das Duo gekostet – es gab schon teurere Fehlgriffe.

Patrick Strasser

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