De Bruyne: Bayern-Dementi folgt prompt

Der mögliche Abgang von Kevin De Bruyne hält den VfL Wolfsburg in Atem. Ein Wechsel zum FC Bayern steht jedoch nicht zur Debatte. Mediendirektor Hörwick: "Wir werden definitiv nicht aktiv."
| dpa/sid
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Der Wolfsburger Kevin De Bruyne im Duell mit dem Kölner Leonardo Bittencourt (rechts).
dpa Der Wolfsburger Kevin De Bruyne im Duell mit dem Kölner Leonardo Bittencourt (rechts).

Wolfsburg - VfL Wolfsburg oder Manchester City - aber einen Wechsel zum FC Bayern wird es für den heiß begehrten Kevin De Bruyne nicht geben. Der Fußball-Rekordmeister dementierte Medienberichte über einen angeblichen Einstieg in den Transferpoker um den Wolfsburger Mittelfeldstar am Montag energisch.

"Wir werden da definitiv nicht aktiv werden. Das hat der Vorstand schon vor längerer Zeit entschieden", sagte Münchens Mediendirektor Markus Hörwick. Mit einer Unterschrift bei den Bayern muss sich De Bruyne zwar spätestens jetzt nicht mehr beschäftigen, trotzdem geht das wochenlange Transfer-Theater längst nicht mehr spurlos am Belgier vorbei.

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"Das erste Mal seit wir uns kennen, habe ich gespürt, dass Kevin gestresst war. Er will jetzt einfach Sicherheit", sagte de Bruynes Berater Patrick de Koster den Wolfsburger Nachrichten. Eine gute Woche bleibt noch bis zum Ende der Transferperiode am 31. August, doch Wolfsburg will am liebsten schon vor dem nächsten Heimspiel am Freitag (20.30 Uhr/Sky) gegen Schalke 04 endlich Gewissheit über die Zukunft des Spielmachers.

Laut de Koster sei bislang noch keine Entscheidung gefallen. Glaubt man den Worten des Beraters, würde De Bruyne durchaus auch noch eine Saison beim DFB-Pokalsieger in Niedersachsen spielen. Dafür hat ihm der Klub bereits ein verbessertes Vertragsangebot vorgelegt, doch vor allem Manchester City lockt mit sehr viel mehr Geld.

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Der englische Vizemeister und aktuelle Tabellenführer soll dazu bereit sein, sechs Jahre lang jeweils 20 Millionen Euro pro Saison an Gehalt zu überweisen. Hinzu kommt angeblich eine Rekordablöse von 80 Millionen Euro - kein anderer Bundesligaprofi war zuvor jemals auch nur annähernd so teuer.

De Bruyne selbst, der beim VfL noch einen Vertrag bis 2019 besitzt, soll dem Vernehmen nach sehr an einem Wechsel nach München interessiert sein. Laut "Bild" wolle er lieber zum deutschen Vorzeigeklub als zu Manchester City wechseln. Der VfL beabsichtige deshalb, ihn nach einem Jahr Wartezeit nach München zu verkaufen.

Doch Bayerns Klub-Chef Karl-Heinz Rummenigge sagte vor knapp zwei Wochen: "Wir werden dem VfL Wolfsburg sicher kein Kopfzerbrechen bereiten. Da kann ich Klaus Allofs beruhigen. Der Spieler ist ja auch nicht auf dem Markt. Wir werden da zu 100 Prozent nicht reingrätschen."

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Diese Aussage habe weiterhin Bestand, denn Rummenigge sei "ein Freund davon, Vertragslaufzeiten zu respektieren". Nach dem 1:1 beim 1. FC Köln am Samstag musste Wolfsburgs Manager Klaus Allofs bereits zugeben, dass das Tauziehen um Deutschlands Fußballer des Jahres den Klub "schon beeinflusst". Aber: "Wir müssen auch lernen, mit solchen Störfeuern oder Ungewissheiten umzugehen."

De Bruyne zeigte in den ersten beiden Saisonspielen schwache Leistungen. "Man merkt, dass dieses ganze Gerede nicht spurlos an Kevin vorbei geht", sagte VfL-Abwehrspieler Timm Klose. Spekuliert wird mittlerweile außerdem, dass neben den Citizens eventuell noch ein weiterer Vertreter der Premier League in den Poker um den Nationalspieler einsteigt.

Ganz sicher wird das aber nicht De Bruynes ehemaliger Arbeitgeber FC Chelsea sein. "Wenn du einen Spieler hast, der jeden Tag an deine Tür klopft und weint, dass er gehen will, musst du eine Entscheidung treffen. Er war ein saures Kind, das sehr schlecht trainiert hat", sagte Chelseas Trainer José Mourinho dem "Daily Mirror".

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