Das Upamecano-Risiko: Warum es für den FC Bayern ab Neujahr gefährlich wird

Ab dem 1. Januar darf Bayerns Verteidiger offiziell mit anderen Klubs verhandeln, Real Madrid und Paris Saint-Germain sind stark interessiert. Die Münchner müssen eine Richtungsentscheidung treffen.
Autorenprofilbild Maximilian Koch
Maximilian Koch
|
X
Sie haben den Artikel der Merkliste hinzugefügt.
zur Merkliste
Merken
0  Kommentare
lädt ... nicht eingeloggt
Teilen
Verlängert er beim FC Bayern oder verlässt er den Klub im Sommer ablösefrei? Dayot Upamecano.
Verlängert er beim FC Bayern oder verlässt er den Klub im Sommer ablösefrei? Dayot Upamecano. © IMAGO/Mladen Lackovic

Es sind keine drei Wochen mehr, ehe es für den FC Bayern im Fall Dayot Upamecano noch komplizierter werden könnte. Ab dem 1. Januar darf der Franzose offiziell mit anderen Klubs verhandeln, weil sein Vertrag am 30. Juni ausläuft. Hinter den Kulissen hat Upamecanos Management freilich schon vernommen, dass Real Madrid und Paris Saint-Germain nur allzu gern die Unterschrift des Innenverteidigers erhalten würden.

Es hängt am Geld

Eine knifflige Aufgabe für die Münchner um Sportvorstand Max Eberl: Einerseits wollen sie das Gehaltsniveau im teuren Kader nicht weiter anheben, andererseits möchte Upamecano mehr als bisher verdienen. Was angesichts seiner Leistungssteigerung auch gerechtfertigt wäre.

Guter Verhältnis: Upamecano und Trainer Vincent Kompany (r.).
Guter Verhältnis: Upamecano und Trainer Vincent Kompany (r.). © IMAGO/Heiko Blatterspiel

Von 20 statt 16 Millionen Euro jährlich ist die Rede. Zudem geht es um eine Unterschriftsprämie, die etwa Alphonso Davies oder Jonathan Tah erhalten hatten – dem Vernehmen nach jeweils im zweistelligen Millionenbereich. Bei Real oder PSG würde Upamecano dieses Handgeld wohl bekommen. Und bei Bayern?

Schlotterbeck als Alternative

Falls sich Spieler und Klub nicht einigen sollten, wären Dortmunds Nico Schlotterbeck und der Engländer Marc Guéhi von Crystal Palace Alternativen. Speziell Schlotterbeck ist als DFB-Partner von Tah und Führungsfigur sehr interessant.

Bayern-Kandidat: Dortmunds Nico Schlotterbeck.
Bayern-Kandidat: Dortmunds Nico Schlotterbeck. © IMAGO/Fotostand / Fantini

"Du brauchst eigentlich immer vier Innenverteidiger, das haben die Bayern im Moment nicht", sagte Ex-Vorstandschef Oliver Kahn bei Sky. Neben Tah und Upamecano steht bei den Münchnern noch Minjae Kim im Kader, doch auch Josip Stanisic kann zentral verteidigen.
Schlotterbeck sei "Nationalspieler, Linksfuß. Ich glaube schon, dass es da Überlegungen gibt", ergänzte Kahn.

Die Entscheidung liegt bei Upamecano

Doch diese hängen nicht zuletzt von Upamecanos Entscheidung ab. "Beim FC Bayern kommt es darauf an, was Dayot Upamecano macht", sagte Didi Hamann über Schlotterbeck: "Ich würde ihn wahrscheinlich holen, aber mit Tah und Upamecano hast du da schon zwei starke Innenverteidiger. Ich glaube, wenn Upamecano verlängert, wechselt er nicht nach München."

Das wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Zwar hat Upamecano ein exzellentes Verhältnis zu Trainer Vincent Kompany und seinen Teamkollegen – doch das Risiko, dass er der Verlockung aus Madrid oder Paris erliegt, ist gegeben.

Ein anderer Abschied könnte übrigens schon im Winter anstehen: Rechtsverteidiger Sacha Boey wird von Crystal Palace umworben.

Lädt
Anmelden oder registrieren

Zum Login
Zu meinen Themen hinzufügen

Hinzufügen
Sie haben bereits von 15 Themen gewählt

Bearbeiten
Sie verfolgen dieses Thema bereits

Entfernen
Um "Meine AZ" nutzen zu können, müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen.

Zustimmen
 
0 Kommentare
Bitte beachten Sie, dass die Kommentarfunktion unserer Artikel nur 72 Stunden nach Veröffentlichung zur Verfügung steht.
Noch keine Kommentare vorhanden.
merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.