Das ist Joachim Löws beste EM-Elf - mit sieben Bayern-Stars

26 Spieler hat Bundestrainer Joachim Löw für das Turnier nominiert, die Rückkehrer Thomas Müller und Mats Hummels sind fest als Stammspieler eingeplant. Und sonst? Eine Analyse der AZ.
| Maximilian Koch
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Bundestrainer Joachim Löw hat alleine acht Bayern-Spieler für den EM-Kader nominiert.
Bundestrainer Joachim Löw hat alleine acht Bayern-Spieler für den EM-Kader nominiert. © Stefan Constantin/dpa

München - Es sind die großen K-Fragen, die Joachim Löw vor dem Start des EM-Trainingslagers in Seefeld/Tirol (28. Mai bis 6. Juni) beschäftigen: Auf welcher Position soll der Bundestrainer Bayern-Star Joshua Kimmich (26) einsetzen - und wird Mittelfeld-Chef Toni Kroos (31) nach seiner Corona-Infektion rechtzeitig zum Turnierstart am 15. Juni gegen Frankreich fit?

Muss Joshua Kimmich zurück in die Viererkette?

Beide Personalien haben unmittelbar miteinander zu tun, schließlich zählen Kimmich und Kroos im zentralen Mittelfeld zu den besten Spielern der Welt. Aber in diesem Bereich gibt es mit Leon Goretzka (26) und Ilkay Gündogan (30) eben weitere Stars - während auf der rechten Abwehrseite ein absoluter Topmann fehlt. Muss Kimmich also bei der EM als Rechtsverteidiger aushelfen? "Ich denke auch darüber nochmal nach", sagte Löw zuletzt. Am liebsten würde er Kimmich allerdings im Zentrum einsetzen - neben Kroos.

Die AZ zeigt die beste Elf des Bundestrainers auf dem Weg zum vierten EM-Titel:

Tor: Die einfachste Entscheidung für Löw. Mit Kapitän Manuel Neuer (35) hat er den besten Keeper der Welt zwischen den Pfosten. Wie bei jedem Turnier ein riesiger Vorteil.

Nationalmannschaft Rechts hinten mangelt es an Top-Qualität

Rechtsverteidiger: Drei Optionen, aber kein Spieler auf internationalem Top-Niveau - mit Ausnahme von Kimmich, dem Löw-Joker. Leipzigs Lukas Klostermann (24) hat Chancen, auch der Gladbacher Matthias Ginter (27) ist ein Kandidat.

Bei Bayern probierte Trainer Hansi Flick einige Mal Niklas Süle (25) hinten rechts aus. Sollte Süle körperlich in Bestform kommen, wäre er wohl die wahrscheinlichste Lösung - gerade gegen sehr offensivstarke Teams wie die deutschen Vorrundengegner Frankreich und Portugal.

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Innenverteidigung: Rückkehrer Mats Hummels (32) soll sofort wieder die Chefrolle übernehmen. Seiner Abwehr habe zuletzt Stabilität und Erfahrung gefehlt, sagte Löw. Gleichzeitig lobte der Bundestrainer Hummels, der auch im Turnierstress wisse, worauf es ankomme, und "gut in der Organisation" sei. Neben dem BVB-Star spielt wohl Chelseas Champions-League-Finalist Antonio Rüdiger (28), der immer stärker und konstanter wird.

"Meine Aggressivität und Leadership - das ist etwas, was ich einbringen muss, zu 100 Prozent", sagte Rüdiger bei RTL/ntv und gab offensiv den EM-Titel als Ziel aus: "Wenn du der Beste sein willst, musst du alle schlagen."

Trotz Corona: Joachim Löw rechnet "auf jeden Fall" mit Kroos

Linksverteidiger: Auch hier hat Löw drei Möglichkeiten: Marcel Halstenberg (29) von RB Leipzig, den Freiburger Überraschungsmann Christian Günter (28) oder Robin Gosens (26) von Atalanta Bergamo. Gosens wäre die offensivste Variante und damit das passende Gegenstück zu Süle auf der rechten Seite.

Defensives Mittelfeld: Die Corona-Infektion hat Real-Star Kroos geschwächt, er klagte über Schlappheit und Fieber. "Natürlich werde ich bereit sein", versprach Kroos dennoch in seinem Podcast. Löw sagte: "Mit Toni rechnen wir auf jeden Fall." Weil Kimmich ebenfalls gesetzt ist, droht Manchester-City-Profi Gündogan die Ersatzbank.

So plant Joachim Löw mit Thomas Müller

Offensives Mittelfeld: Goretzka, der bei Bayern neben Kimmich auf der Doppelsechs spielt, wird im Nationalteam oft ein bisschen offensiver eingesetzt - wohl auch bei der EM. Nach seinem Muskelfaserriss steht Goretzka vor dem Comeback.

Auf der linken Seite hat Leroy Sané (25) die besten Aussichten, zentral Thomas Müller (31). Der Bayern-Star werde "vermehrt aus dem Zentrum und der Halbposition" agieren, sagte Löw. Dort ist Müller bekanntlich am stärksten.

DFB-Elf: Rückt Serge Gnabry in die Spitze?

Sturmspitze: Seit Miroslav Kloses Karriereende fehlt im DFB-Team ein Weltklasse-Mittelstürmer. Löw versucht es deshalb mit schnellen Angreifern. Chelseas Timo Werner (25) war in der Nationalelf zuletzt nicht erste Wahl, Kevin Volland (28/AS Monaco) wird zunächst die Jokerrolle einnehmen.

Viel spricht für Serge Gnabry (25) ganz vorne - im Wechselspiel mit Müller und Sané. Kai Havertz (21/Chelsea) ist ein weiterer Kandidat. Löw hat reichlich Optionen.

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