Chance genutzt: Die Bayern bleiben dran

Es war nicht das beste Spiel, aber am Ende stehen drei Punkte auf dem Konto. Der FC Bayern gewinnt das bayerische Derby in Nürnberg dank Arjen Robben.  
| sid
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Es war nicht das beste Spiel, aber am Ende stehen drei Punkte auf dem Konto. Der FC Bayern gewinnt das bayerische Derby in Nürnberg dank Arjen Robben.

Nürnberg – Der FC Bayern München hat den Rückstand auf Borussia Dortmund auf drei Punkte verkürzt. Der bis dahin blasse Arjen Robben bescherte dem lange Zeit müde und uninspiriert wirkenden deutschen Fußball-Rekordmeister mit seinem Treffer in der 69. Minute ein 1:0 (0:0) beim 1. FC Nürnberg, nach dem 4:4 des Tabellenführers gegen den VfB Stuttgart läuft damit vorerst alles auf ein „Endspiel“ in der Bundesliga am 11. April in Dortmund hinaus. Der 1. FC Nürnberg steckt nach der vierten Niederlage in Serie weiter tief im Abstiegskampf fest.

Drei Tage nach dem souveränen 2:0 im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League bei Olympique Marseille hinterließen die Münchner vor 48.548 Zuschauern im ausverkauften Nürnberger Stadion in der ersten Halbzeit einen matten Eindruck. Erst nach der Pause, als Trainer Jupp Heynckes Bastian Schweinsteiger (55.) und Franck Ribery (57.) einwechselte, wurde das Spiel des Tabellenzweiten lebhafter.

Nachdem Ribery an Nürnbergs Torhüter Raphael Schäfer gescheitert war, vollendete Robben im Nachschuss zu seinem elften Saisontreffer. Gegen Ende wurde es turbulent. In der 87. Minute köpfte Mario Gomez an die Nürnberger Querlatte, eine Minute später hätte Almog Cohen fast den Ausgleich erzielt: Manuel Neuer faustete Cohens 30-Meter-Schuss an den Pfosten.

Heynckes hatte vor dem 184. Derby zwischen Oberbayern und Mittelfranken ein wenig rotiert. Anstelle von Ribery, David Alaba und Luiz Gustavo standen Danijel Pranjic, Diego Contento und Anatoli Timoschtschuk in der Anfangsformation. Eine Maßnahme, die negative Auswirkungen auf den Spielfluss hatte – vor allem über die linke, von Pranjic besetzte Seite lief bei den Münchnern kaum etwas. Dem Club, gewohnt laufstark und einsatzfreudig, kam dies entgegen, immer wieder brachten die Nürnberger ein Bein dazwischen, wenn der Gegner angriff.

Auch die Hintermannschaft des Rekordmeisters war bisweilen nicht auf Ballhöhe, wirkte unkonzentriert. Vor allem bei Flanken oder nach ruhenden Bällen war der Club gefährlich, Philipp Wollscheid (7.), Adam Hlousek (14.), der wegen einer Knieverletzung in der zweiten Halbzeit von Robert Mak ersetzt wurde, und Timmy Simons (43.), dessen Kopfball Mario Gomez knapp vor der Linie für den chancenlosen Neuer wegschlug, hatten nach scharfen Hereingaben die Führung auf dem Kopf oder Fuß. Die Bayern besaßen zunächst nur zwei gute Chancen: Nach einem Freistoß von Robben verfehlte Holger Badstuber per Kopf knapp das Tor (17.), ebenso Robben (34.) nach einer der seltenen Flanken von Pranjic. Nach einer vorübergehenden Umstellung nach der Pause, als Müller und Robben die Positionen getauscht hatten, wurde das Spiel des FC Bayern endlich etwas temporeicher und zielstrebiger, Gomez und Müller besaßen nach einem Freistoß von Robben die beste Chance zur Führung (49.). Heynckes reagierte, brachte kurz nacheinander Schweinsteiger und Ribery – mit Erfolg.

Die Bayern in der Einzelkritik

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