Champions League: Stimmen zum 1:2 des FC Bayern München gegen Real Madrid

Nach 16 Heimsiegen in der Champions League in Serie kassierte der FC Bayern beim 1:2 (1:0)  die erste Niederlage seit drei Jahren - damals hatte Madrid 4:0 unter Carlo Ancelotti triumphiert. Stimmen zur Pleite.
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Unangenehme Erfahrung: Carlo Ancelotti verlor mit dem FC Bayern gegen seinen ehemaligen Klub Real Madrid - und gegen seinen ehemaligen Co-Trainer Zinedine Zidane.
dpa Unangenehme Erfahrung: Carlo Ancelotti verlor mit dem FC Bayern gegen seinen ehemaligen Klub Real Madrid - und gegen seinen ehemaligen Co-Trainer Zinedine Zidane.

München - Adiós, FC Bayern? Nach dem verkorksten ersten Gipfeltreffen mit Real Madrid kann den deutschen Rekordmeister nur noch ein großer Champions-League-Abend im Rückspiel retten.

Beim 1:2 (1:0) im Viertelfinale am Mittwoch gegen den Titelverteidiger um den zweifachen Torschützen Cristiano Ronaldo (47. Minute/77.) verloren die Münchner nach der Pause in Unterzahl Ordnung und Kontrolle über ein vorweggenommenes Endspiel, das für sie in einer dominanten ersten Hälfte durch die Führung von Arturo Vidal (25.) so gut begonnen hatte.

Carlo Ancelotti konnte das Spanien-Trauma des FC Bayern nicht abwenden. Drei Jahre war sein Vorgänger Pep Guardiola, der Katalane, an Teams aus der spanischen Primera Division gescheitert, 2014 an Real Madrid, 2015 am FC Barcelona und letzte Saison an Atlético Madrid.

Das war immerhin jeweils das Halbfinale der Champions League. Nun droht Bayern bereits das Aus im Viertelfinale, im Rückspiel am Dienstag im Bernabéu brauchen die Münchner so etwas wie ein Wunder. "In der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel unter Kontrolle, es hat aber etwas an Effizienz gefehlt. Die Unterzahl machte es natürlich schwerer, trotzdem haben wir es noch ganz gut gemacht. Wir leben noch", sagte der 57-Jährige."

Ancelotti-Zitate von der Pressekonferenz nach dem Spiel in der Allianz Arena...

"Die kleinen Details waren wichtig und entscheidend heute. Dass wir den Elfmeter verschossen haben, dann wären wir 2:0 vorne gelegen. Und dann das 1:1 durch Ronaldo kurz nach der Pause. Die Gelb-Rote Karte hat natürlich das gesamte Spiel verändert. Bis dahin haben wir das Spiel kontrolliert, wir haben sehr viel Druck gemacht, wir hatten Chancen. Wenn man nur noch zu zehnt ist gegen Real, ist es natürlich schwierig."

"Ich habe entschieden, dass Vidal der erste Elfmeter-Schütze ist und Robben die Nummer zwei. Vidal hat die Qualität und Persönlichkeit, aber so etwas passiert im Fußball."

"Ich bin nicht sauer auf Javi Martínez wegen der Gelb-Roten Karte, er hat versucht, den Konter von Real zu unterbinden. Er bleibt ein sehr wichtiger Spieler für uns. Ich glaube, dass wir nun sechs Tage Zeit haben, um uns zu erholen und vielleicht Hummels und Lewandowski zurück ins Spiel bringen können am Dienstag. Dann hätten wir Hummels für die Innenverteidigung."

"Natürlich hätte Real mit einem dritten Tor die Entscheidung hervorrufen können. Wir müssen noch einmal 90 Minuten spielen. Wir werden unser Bestes versuchen. Es wird schwierig."

Weitere Stimmen

Philipp Lahm (Kapitän FC Bayern): "Wir hatten in der ersten Halbzeit alles im Griff, haben aber die Räume nicht konsequent genutzt. Der Bruch kam, als wir das 1:1 bekommen haben, der Genickbruch war die Gelb-Rote Karte."

Manuel Neuer (Torwart FC Bayern): "Es ist wichtig, mit elf Spielern den Platz zu verlassen. Wir hatten nicht mehr so viel Ballbesitz, die Sicherheit hat gefehlt. Es hätte am Ende sogar noch höher ausgehen können. Wir glauben daran, dass wir es packen können. Wie waren die bessere Mannschaft in der ersten Halbzeit, hätten da das 2:0 oder 3:0 machen können."

Zinedine Zidane (Trainer Real Madrid): "Wir haben erstmal das Hinspiel gewonnen, aber das war noch nicht entscheidend. Wir haben noch ein Rückspiel und können da noch leiden. Es ist noch lange nicht vorbei."

Thomas Müller (FC Bayern): "Wir brauchen kein Fußballwunder, aber eine überragende Leistung. Es ist kein Geschenk, mit einem Rückstand auswärts in Madrid zu spielen. Wir müssen die paar Prozent Prozent mehr drauflegen, die uns heute gefehlt haben, weil wir trotz Führung zu viel Respekt hatten und zu wenig Risiko nach vorne gegangen sind. Wir müssen den Kopf hochnehmen und alles versuchen, dann ist auf jeden Fall noch was drin."

Arjen Robben (FC Bayern): "Es war mehr drin. In der ersten Halbzeit haben schon die letzten zehn, fünfzehn Prozent gefehlt. Die letzte Überzeugung hat gefehlt, wir wollten keine Fehler machen, hatten nicht den Biss nach vorne. Wir müssen mit ganz viel Überzeugung nach Madrid fahren. Wir sind noch nicht verloren."

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