Bundestrainer? Bayern-Ehrenpräsident Beckenbauer ist für Matthäus

Die Diskussion um die Nachfolge von Joachim Löw: Bayerns Ehrenpräsident Franz Beckenbauer kann sich Rekordnationalspieler Lothar Matthäus als künftigen Bundestrainer vorstellen.
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Franz Beckenbauer kann sich Lothar Matthäus als Fußball-Bundestrainer vorstellen.
Franz Beckenbauer kann sich Lothar Matthäus als Fußball-Bundestrainer vorstellen. © Ina Fassbender/dpa

München - Die beiden haben einiges miteinander erlebt - beim FC Bayern sind sie Legenden, unter Franz Beckenbauer als Teamchef wurde Lothar Matthäus 1990 als Spieler Weltmeister.

Beckenbauer über Matthäus: "Er hat weltweite Erfahrung"

"Lothar traue ich die Aufgabe auf jeden Fall zu", sagt der Mann, der sich damals wegen der fehlenden Lizenz nicht Bundestrainer nennen durfte, in einem Interview der "Bild"-Zeitung. Und der Ehrenpräsident des FC Bayern fügte hinzu: "Er hat weltweite Erfahrung und sich sehr weiterentwickelt." 

Rekordnationalspieler Matthäus und auch Bayern-Coach Hansi Flick seien beide sehr gute Kandidaten, sagte Beckenbauer auf eine entsprechende Frage.

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Beckenbauer: Löw wird keine "lahme Ente"

Flick würde passen, der ehemalige Assistent von Joachim Löw kenne den Deutschen Fußball-Bund in- und auswendig. "Aber ich bin mir nicht sicher, ob der FC Bayern ihn ziehen lassen will...", sagte Beckenbauer, der als väterlicher Freund von Matthäus gilt.

Wie Matthäus in Podcast "Bayern-Insider" zudem bekanntgab, wollte ihn der Kaiser bereits im Jahr 2004 zum Bundestrainer machen.  So soll ihn Beckenbauer auf während seines Urlaubs auf Mallorca angerufen haben, ob er sich den Job vorstellen könne. Woran es letztlich scheiterte, weiß Matthäus selbst nicht so genau. Er vermutet jedoch, dass der Vorschlag, Jürgen Klinsmann zum Bundestrainer zu machen, sich am Ende durchgesetzt hat. 

Bedenken, dass Löw nach seiner Rücktrittsankündigung zu einer sogenannten "lahmen Ente" werden könnte, hat der 75-Jährige nicht. "Jogi Löw besitzt soviel Autorität. Da sehe ich kein Problem."

8. Juli 1990 - nach der Siegerehrung bei der WM in Italien und dem 1:0 im Finale gegen Argentinien: Franz Beckenbauer (stehend, Zweiter von links) war damals Teamchef, Lothar Matthäus (unten mit dem der WM-Trophäe) und Thomas Häßler (unten, Zweiter von rechts) tragende Säulen der Mannschaft.
8. Juli 1990 - nach der Siegerehrung bei der WM in Italien und dem 1:0 im Finale gegen Argentinien: Franz Beckenbauer (stehend, Zweiter von links) war damals Teamchef, Lothar Matthäus (unten mit dem der WM-Trophäe) und Thomas Häßler (unten, Zweiter von rechts) tragende Säulen der Mannschaft. © Frank Leonhardt/dpa

Auch Häßler favorisiert Matthäus

Bei einem Vereinstrainer könne ein frühzeitig feststehender Abschied ein Problem sein, wenn sich Cliquen im Team bilden würden. "Aber bei der Nationalmannschaft ist das völlig anders", sagte Beckenbauer.

Auch in den Augen von Matthäus' früherem DFB-Teamkollegen Thomas Häßler ist der 59-Jährige "prädestiniert für den Bundestrainerposten". 

Häßler über Matthäus: "Er besitzt hohe Fachkompetenz"

Gegenüber dem Kölner "Express" erklärte Häßler: "Er ist im perfekten Alter, besitzt hohe Fachkompetenz, hat Erfahrungen sowohl als Trainer auf Vereins aber auch, was sehr wichtig ist, auf Verbandsebene sammeln können. Er kennt den DFB wie kaum ein Anderer und hat ein Gespür dafür, wie man das Verhältnis zwischen den Fans und der Nationalmannschaft wieder in Einklang setzen kann."

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"Icke" Häßler gewann mit dem DFB den EM-Titel 1996, wurde 1990 gemeinsam mit Matthäus gar Weltmeister. Joachim Löw hatte in dieser Woche angekündigt, den Posten als Bundestrainer nach der EM im Sommer abzugeben. Er hatte 2006 nach der WM in Deutschland die Nachfolge von Jürgen Klinsmann angetreten.

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