Bierpreis-Ranking: Bei Bayern-Spielen am teuersten

Die Fans müssen in der Bundesliga für Bier und Würstchen teilweise tief in die Tasche greifen. Besonders teuer ist es in München. In welchem Stadion man wie viel bezahlt.
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Für Verpflegung während des Spiels legen Besucher der Allianz Arena im Liga-Ranking am meisten Geld auf den Tisch.
Getty/dpa/AZ Für Verpflegung während des Spiels legen Besucher der Allianz Arena im Liga-Ranking am meisten Geld auf den Tisch.

Die Fans müssen in der Bundesliga für Bier und Würstchen teilweise tief in die Tasche greifen. Besonders teuer ist es in München. In welchem Stadion man wie viel bezahlt.

Köln – Wer jemals die Wiesn in München besucht hat, mag über den Bierpreis schockiert gewesen sein. Doch die beiden bayerischen Fußball-Profivereine stehen den Wies'n Wirten in nichts nach. Sie sind auch die Teuersten, für ein "Gedeck", bestehend aus einer Maß Bier und einer Bratwurst.

Champions League-Sieger Bayern München verlangt dafür 12,30 Euro. Das Groteske: Der darbende Zweitligist TSV 1860 verlangt das Gleiche. Der einzige Unterschied: Die Bayern schenken Paulaner aus, die Löwen Hacker-Pschorr.

Das Fachblatt für Sport und Wirtschaft Sponsors hat sich die Mühe gemacht, Bier- und Würstchenpreise in allen Stadien der 36 Profivereine zu vergleichen. Wegen der unterschiedlichen Ausschankpraxis (0,4 oder 0,5-Liter-Becher) wurde der Literpreis zugrunde gelegt.

Die kräftigste Erhöhung leistete sich Bundesliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig. Dort kletterte der Literpreis im Vergleich zum Vorjahr in der 2. Liga um satte 40 Prozent . Mit 8,75 Euro/Liter schenkt Braunschweig das teuerste Pausenbier des Profifußballs aus. Aber es gibt ja auch nur wenige Tore zu bejubeln...

Bescheiden sind wie immer die Freiburger. Die begnügen sich als Schlusslicht der Bierpreis-Tabelle mit sieben Euro – haben aber auch vier Prozent draufgeschlagen. Stabil blieben die Preise nur bei acht der 18 Bundesligisten.

Immerhin: der Westen bleibt sozialverträglich. Schalke 04 ist mit 7,20 Euro Vorletzter dieser Tabelle, der Schalker Erzrivale und Vizemeister Borussia Dortmund steht mit 7,40 auf Platz 15.

In Mönchengladbach leisten sie sich für acht Euro (plus sieben Prozent) immerhin den Luxus, neben Bitburger – als Lieferant in fünf Stadien Spitzenreiter – auch ein Alt-Bier anzubieten. Solche Alternativen (außer Kölsch in Leverkusen) gibt es in der 1. Liga sonst so gut wie nicht. Köln (7,80 Euro) und Düsseldorf (7,60 Euro) bieten natürlich auch ihre lokalen Raritäten an.

Wer Fußball und Bier preiswert vereinigen will, muss nach Aue fahren, wo der Liter für 6,25 Euro zu haben ist. Gewarnt sei vor Arminia Bielefeld, das mit 8,75 ebenso viel aufruft wie Eintracht Braunschweig und damit mehr als Bayern München (8,40 Euro).

Was die Würstchen betrifft, ist die Allianz Arena in München ein teures Pflaster. Sponsors hat nicht enthüllt, ob die Firma von Uli Hoeneß der Lieferant ist, aber Fakt bleibt: Mit 3,90 Euro sind die Bratwürste bei Bayern und bei München 1860 die teuersten der Liga. Und Nürnberg, Standort der Hoeneß'schen Wurstfabrik, steht mit drei Euro auch noch auf Platz vier der Wursttabelle.

Wer beim Fußball auch noch satt werden will, muss sich in die alte Försterei zu Union Berlin begeben. Da kostet die Bratwurst nur zwei Euro – und der Bierpreis wurde auch um zehn Prozent auf sieben Euro gesenkt. P.S.: Hinweis für App-Fetischisten: Bayer Leverkusen will in Zukunft per App bekannt geben, an welchem Stand die Warteschlange am kürzesten ist.

Bleibt nur die Frage ob Warten nicht doch weniger Zeit kostet als um das halbe Stadion zu laufen...

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