"Bestia Negra": Rummenigge schwärmt von Pokalheld Robben

Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge lobte Torschütze Arjen Robben nach dem gewonnen DFB-Pokalfinale gegen Dortmund. Der Holländer sei Dortmunds "Bestia Negra".
| SID
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Arjen Robben traf gegen den BVB zum 1:0. Karl-Heinz Rummenigge richtete auf dem Bankett nach dem DFB-Pokalsieg lobende Worte an den Holländer.
dpa / az Arjen Robben traf gegen den BVB zum 1:0. Karl-Heinz Rummenigge richtete auf dem Bankett nach dem DFB-Pokalsieg lobende Worte an den Holländer.

Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge lobte Torschütze Arjen Robben nach dem gewonnen DFB-Pokalfinale gegen Dortmund. Der Holländer sei Dortmunds "Bestia Negra".

Berlin - Sein Baby wollte Arjen Robben gar nicht loslassen. Am liebsten hätte der Niederländer den goldenen DFB-Pokal die ganze Nacht für sich behalten, so innig hielt er ihn im Arm. Mister Endspiel hat für Bayern München wieder die Hauptrolle in einem großen Finale gespielt – wie schon vor einem Jahr in der Champions League.

Doch seinen Anteil redete BVB-Schreckgespenst Robben nach dem 2:0 (0:0) nach Verlängerung gegen Borussia Dortmund klein. "So ein Tor zu schießen, ist natürlich ein super Gefühl, aber ich will gar nicht über mich reden", sagte der 30-Jährige mit einem rot-weißen Fußball-Hut auf dem Kopf, obwohl sein Führungstreffer in der 107. Minute das deutsche Gigantenduell entschieden und den Bayern das zehnte Double beschert hatte: "Die Mannschaft hat ein Riesenkompliment verdient."

Diese Bescheidenheit ehrte Robben natürlich, aber etwas mehr persönlichen Stolz hätte ihm keiner verübelt. In 13 Pflichtspielen gegen den BVB war Robben nun an zwölf Toren direkt beteiligt. Kein Wunder, dass Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge den Superstar auf der Party in der Repräsentanz des Hauptsponsors der Münchner zu Dortmunds "Bestia Negra" erhob. "Arjen Robben ist Wille, ist Leidenschaft. Das war à la bonne heure." Am 17. DFB-Pokaltriumph des FC Bayern war der Oranje-Star maßgeblich beteiligt.

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Die Lobeshymnen auf den Flügelstürmer hätten auch kaum überschwänglicher ausfallen können. "Jeden Tag im Training, jeden Tag im Auftreten – professionell. Sein privates, sein familiäres Umfeld ist fantastisch", sagte Sportvorstand Matthias Sammer bei Sky. Bis in die Morgenstunden, kündigte Robben an, wollte er den Triumph auskosten – und er hielt Wort. Im Berliner Club Avenue wurde die Nacht zum Tag gemacht, da hatte er noch immer Energie.

Wie zuvor im Olympiastadion, als Robben selbst in den Schlussminuten der Verlängerung noch lange Sprints ansetzte und mit einer insgesamt faszinierenden Laufleistung beeindruckte. Seinen Wert stufte denn auch Trainer Pep Guardiola als außergewöhnlich ein: "Wahrscheinlich war er der wichtigste Stürmer dieses Jahr. Er ist ein Weltklassespieler mit dem ich sehr gern zusammenarbeite."

So ähnlich hörte sich das alles auch nach dem Triumph unter Jupp Heynckes im Londoner Wembley-Stadion vor einem Jahr an. Es war damals für Robben der Wendepunkt in seiner Bayern-Karriere. Seither schlägt ihm vom Anhang große Anerkennung und auch Zuneigung entgegen. Robben ist der Liebling, obwohl er einst schon fast unten durch war. "Arjen ist ein Vollprofi, der bei uns 2012 durch ein Tal gegangen ist", sagte Sammer.

Die Niederlage im "Drama dahoam" gegen den FC Chelsea war Robben zu großen Teilen angelastet worden, in einem Testspiel gegen die Niederlande wenig später wurde er von den Bayern-Fans ausgepfiffen und war emotional tief getroffen.

Danach fiel er über Monate verletzt aus und kam eigentlich erst in den Wochen vor dem Saisonende 2013 wieder in Fahrt. Das alles hat er aber inzwischen vergessen – Robben will gar nicht mehr aus München weg. Erst von kurzem hat er seinen Vertrag bis 2017 verlängert.

Denn gerade von diesen Finalhighlights kann er nicht genug bekommen. "Ich habe schon immer gesagt, das sind die schönsten Spiele, die muss man genießen und bereit sein." Offenbar gelingt es keinem so gut wie ihm.

 

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