Bayern-Star mit Nachholbedarf: Sonderschichten für Sorgenkind Niklas Süle

"Er muss einen Schub im körperlichen Bereich machen", sagt Löw über Bayern-Verteidiger Niklas Süle, der auf ein Abwehrduo setzt.
| Maximilian Koch
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Arbeitet hart an seiner Fitness: Niklas Süle in Seefeld.
Arbeitet hart an seiner Fitness: Niklas Süle in Seefeld. © Minkoff/Augenklick

München/Seefeld - Mangelnder Einsatz ist Niklas Süle wahrlich nicht vorzuwerfen. Im Teamtraining der deutschen Nationalmannschaft legt der 25-Jährige in diesen ersten Tagen von Seefeld die meisten Sprints zurück, er kämpft bis zur Erschöpfung um jeden Ball. Und erfüllt damit genau die Vorgabe, die seine Chefs von ihm erwarten.

"Die letzten Wochen waren schwierig für ihn", sagte Bundestrainer Joachim Löw über Süle, für den neben dem normalen Training ein eigenes Fitnessprogramm ausgearbeitet wurde: "Er braucht Widerstandsfähigkeit und harte Einheiten, er wird einiges zusätzlich absolvieren", sagte Löw.

Vor der Einheit am Samstag führte Löw ein kurzes Vieraugengespräch mit Süle, der sich Anfang April einen Muskelfaserriss zugezogen hatte. Süle und Robin Koch (24/nach Knie-OP zurück) müssten "einen Schub im körperlichen Bereich machen". Hinter Antonio Rüdiger (28), Mats Hummels (32) und Matthias Ginter (27) sind die beiden aktuell nur die Innenverteidiger Nummer vier und fünf.

Rüdiger und Hummels gesetzt: Rückt Niklas Süle nach rechts?

Süles Vorteil: Er könnte auch als Rechtsverteidiger aushelfen. Zentral aber scheinen Rüdiger und Hummels gesetzt. "Toni Rüdiger hat bei uns zuletzt immer gespielt. Er ist ein Innenverteidiger auf allerhöchstem Niveau und mit seiner Art und Weise, wie er spielt, für uns ein absolut wichtiger Spieler", sagte Löw über Chelseas Champions-League-Sieger.

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Von Hummels und Mit-Rückkehrer Thomas Müller erwartet Löw, dass sie "den Ton angeben" - auf und neben dem Platz. Er habe die beiden im März 2019 ausgebooteten Rio-Weltmeister in den ersten Stunden in Seefeld erlebt, "als wären sie nie weg gewesen", meinte Löw, "weder Mats noch Thomas haben Berührungsschwierigkeiten mit uns. Es war für alle ein Wiedersehen, das Freude gemacht hat."

Oliver Bierhoff über Niklas Süle: "Er muss hier intensiv arbeiten"

Sorgenkind Süle hingegen muss Sonderschichten absolvieren, um wieder ein Startelfkandidat zu werden. Dabei war er eigentlich als Abwehrchef für die EM vorgesehen. Doch oft stoppt ihn der eigene Körper. Süle hatte im Oktober 2019 einen zweiten Kreuzbandriss im linken Knie erlitten. Er kehrte im August 2020 zurück und bestritt das Finalturnier der Champions League mit dem Triumph der Bayern in Lissabon. Dann der erneute Rückschlag mit dem Muskelfaserriss.

"Er muss hier intensiv arbeiten, um die Form aufzubauen", erklärte DFB-Direktor Oliver Bierhoff. Süle komme "sicher aus keiner leichten Situation", meinte Bierhoff, habe aber "unheimliche Qualität. Meine Hoffnung ist, dass er, wenn er in so einem Kreis arbeitet, wieder an seine Leistungen anknüpfen kann." Darauf hofft auch Bundestrainer Löw.

 

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