Bayern-Kapitän Manuel Neuer soll Katar-Deal hinterfragt haben

Der FC Bayern bekommt wegen des Sponsoren-Vertrags mit Katar und der Fluglinie Qatar Airways Gegenwind: Kapitän und Nationaltorwart Manuel Neuer hat sich einem Bericht zufolge im Verein bereits nach den Hintergründen erkundigt.
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Brisantes Gesprächsthema Katar: Manuel Neuer (35) war offenbar bereits vor einigen Monaten in der Bayern-Geschäftsstelle vorstellig geworden.
Brisantes Gesprächsthema Katar: Manuel Neuer (35) war offenbar bereits vor einigen Monaten in der Bayern-Geschäftsstelle vorstellig geworden. © imago images/Lackovic

München - Vor fast elf Jahren fiel die  skandal-umwitterte Entscheidung, die WM 2022 nach Katar zu vergeben, knapp ein Jahr vor dem Turnier hat Amnesty International gerade erst wieder eine ernüchternde Bilanz gezogen.

FC Bayern und Katar: Manuel Neuer befragt Deal kritisch

Der Druck für Reformen auf das Emirat wächst - und auch der FC Bayern bekommt wegen des Sponsoren-Vertrags mit Katar und der Fluglinie Qatar Airways Gegenwind.

Auch in der Mannschaft wird das Thema offenbar diskutiert. Wie die "Bild" berichtet, wurde Kapitän Manuel Neuer bereits vor rund einem halben Jahr bei den Verantwortlichen des FC Bayern vorstellig und beleuchtete dabei Hintergründe zur Situation der Menschen- und Arbeiterrechte im Ausrichterland der Winter-WM 2022.

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Der 35-jährige Nationaltorwart soll auch Informationen zu den Geschäftsbeziehungen des Klubs mit den Katarern eingefordert haben. Das Thema köchelt bei den Bayern - bei der Jahreshauptversammlung des Vereins am 25. November will dem "Kicker" zufolge eine Fan-Gruppe durchsetzen, dass der Sponsoren-Vertrag mit Katar sofort beendet wird.

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Der Münchner Katar-Krach zeigt immer neue Facetten: Am Rande des letzten Heimspiel gegen den SC Freiburg (2:1) hatten die Bayern-Anhänger ein riesiges Banner mit der Aufschrift "Für Geld waschen wir alles rein" ausgerollt. Darauf war zu sehen, wie Vorstandsboss Oliver Kahn und Präsident Herbert Hainer Banknoten in einer Waschmaschine waschen. Kahn hält zudem das Gewand eines Scheichs in den Händen, während der Boden und Teile der Waschmaschine von Blut bedeckt sind.

Joshua Kimmich: "Für einen Boykott zehn Jahre zu spät dran"

Bayerns Nationalspieler Joshua Kimmich hatte sich bereits im Frühjahr zu der Problematik geäußert. Einen Verzicht auf das Turnier im umstrittenen Golf-Emirat halte er für kontraproduktiv, sagte er: "Generell bin ich der Meinung, dass wir für einen Boykott zehn Jahre zu spät dran sind. Im Fußball hat man die Chance, auf Dinge hinzuweisen. Da sehe ich nicht nur uns in der Pflicht, sondern auch andere Teile der Bevölkerung."

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