Bayern gegen RB Leipzig: Donnerwetter!

Nur 67 Stunden nach dem hitzigen Elfer-Krimi im Pokal treffen der FC Bayern und RB Leipzig nun in der Bundesliga aufeinander. Die AZ zeigt die Brennpunkte vor diesem neuen Klassiker.
| Patrick Strasser
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Aufgeladene Atmosphäre: Im Pokal ging es zwischen den Bayern um Keeper Sven Ulreich und Stürmer Arjen Robben und Leipzig mit Stürmer Emil Forsberg und Trainer Ralph Hasenhüttl (v.l.) hitzig her.
dpa (2), Rauchensteiner/Augenklick (2) Aufgeladene Atmosphäre: Im Pokal ging es zwischen den Bayern um Keeper Sven Ulreich und Stürmer Arjen Robben und Leipzig mit Stürmer Emil Forsberg und Trainer Ralph Hasenhüttl (v.l.) hitzig her.

München - Trainer Jupp Heynckes blies die Backen auf, verzog das Gesicht und sagte: "Boah! Gestern noch 20 Grad, heute schon fast Winter, das ist ja Wahnsinn!" Und kaum ist eine weitere Jahreszeit ‘rum in München, schon trifft der FC Bayern wieder auf RB Leipzig.

FC Bayern und RB Leipzig: Zwei Partien innerhalb von drei Tagen

Tatsächlich liegen nur 67 Stunden zwischen der siegbringenden Parade von Sven Ulreich im Elferschießen am Mittwochabend und dem Anstoß zum erneuten Duell diesen Samstag (18.30 Uhr, Sky, AZ-Liveticker). Ein Schnippchen des Spielkalenders. Erst DFB-Pokal, nun Liga – und stets ein hochklassiges Duell mit "allen Zutaten des Fußballs", wie Heynckes befand. "Es wird sicher wieder ein Topspiel und genau so eng wie am Mittwoch."

Und ähnlich emotional, hitzig und umstritten? Im "Vollkampfmodus" soll seine Mannschaft die Revanche für das bittere Pokal-Aus angehen, meinte RB-Trainer Ralph Hasenhüttl: "Wer in Dortmund gewinnt, kann das auch in München." Vor zwei Wochen hatte Leipzig den BVB mit 3:2 bezwungen und aus dem Titelrennen endgültig einen Dreikampf gemacht. Doch am Samstag schaut ganz Fußball-Deutschland nach München, auf den neuen Klassiker zwischen den Bayern und den Bullen, der erst vierten Ausgabe dieses jungen Top-Duells. Im Dezember letzten Jahres, bei der Premiere, schickte Bayern den frechen Aufsteiger mit 3:0 nach Hause, im Mai endete ein furioser Schlagabtausch 5:4 für die Münchner Gäste. Nun das Pokaldrama.

Die AZ benennt die Brennpunkte der Partie, zeigt, wo in Duell Nummer vier wieder Zoff droht.

Der Schiedsrichter Daniel Siebert

Vom DFB wurde Fifa-Referee Daniel Siebert nominiert. In Köln sitzt Videoschiedsrichter Jochen Drees. Egal wie sie pfeifen – ein Team wird wieder beleidigt sein oder ausflippen. Leipzigs Hasenhüttl schlug versöhnliche Töne an, meinte zu Felix Zwayer: "Der Schiedsrichter hatte nicht seinen allerbesten Abend, aber den haben wir auch nicht immer." Heynckes dagegen schickte eine subtile Spitze Richtung RB: "Man muss sein Glück in die Hand nehmen und nicht die Schuld beim Schiedsrichter suchen, das ist viel produktiver."

Handyuser Rangnick und der Videobeweis:

Noch ist nicht klar, ob der RB-Sportdirektor nach der Aufforderung zur Stellungnahme seitens des DFB-Ermittlungsausschusses für die Partie in München ein Innenraumverbot erhält. Anzunehmen, dass Rangnick, der in der Halbzeit auf den Platz gestürmt war, um dem Schiedsrichter Handybilder als Beweis für einen Elfmeter zu zeigen, sich diesmal zurückhalten wird. Kleinlaut sagte er zu "Bild": "Sicherlich wäre es besser gewesen, ich hätte das Gespräch in den Katakomben gesucht."

Rot-Sammler Keita ist wieder mittendrin

Drei Platzverweise in 39 Tagen: In der Liga gegen Gladbach, während der WM-Quali für sein Heimatland Guinea gegen Tunesien plus letzten Mittwoch – und trotzdem darf Leipzigs Mittelfeld-Motor Samstag ran. Die Ein-Spiel-Sperre nach seiner Gelb-Roten Karte gilt für das nächste Pokalspiel. In Leipzig wartet man auf den einsetzenden Lernprozess. Nächsten Sommer wechselt Keita zum FC Liverpool.

Sensenmann Vidal bangt um seinen Stammplatz

Wird Heynckes diesmal auf den Chilenen, der sich selbst ja "King Arturo" bezeichnet, verzichten? Wie bei so vielen Spielen wandelte und grätschte der Mittelfeldspieler in Leipzig stetig in Platzverweis-Gefahr, wurde vorzeitig ausgewechselt. Im Champions-League-Viertelfinale bei Real Madrid hatte er sich nicht beherrschen können – wie so oft auch außerhalb des Platzes.

Buhmann und Unglücksrabe Timo Werner:

Für einen erst 21-Jährigen hat Werner in seiner Karriere schon viel erlebt, etwa die Schalke-Schwalbe samt der anschließenden Demütigungen, sogar von sogenannten DFB-Fans ("Hurensohn!"). Auch Bayern-Anhänger hatten Deutschlands talentiertesten Stürmer, der zuletzt wegen einer Blockade in der Halswirbelsäule pausieren musste, ausgepfiffen. "Timo brennt", sagte Hasenhüttl, "gut möglich, dass ich ihn von Anfang an bringe."

Vorhang auf also für die Revanche – Klappe, die zweite im heißen Herbst. Schlusswort Heynckes: "Mit der Unterstützung unserer Fans sind wir eine Macht. Dadurch kann vielleicht etwas Müdigkeit überspielt werden."

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