„Am Schluss sind sie ein bisschen geschwommen“

Schön vorgelegt, ins Wanken gekommen und doch Kurs gehalten: Der FC Bayern fährt gegen Hannover 96 den nächsten Pflicht-Heimsieg ein.
| Thomas Becker
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Schön vorgelegt, ins Wanken gekommen und schließlich doch Kurs gehalten: Mit einem verdienten, am Ende aber umkämpften 2:1 gegen Hannover 96 hat der FC Bayern drei Tage nach dem Pokalsieg in Gladbach den nächsten Pflicht-Heimsieg eingefahren und somit den Druck auf Tabellenführer Borussia Dortmund aufrecht erhalten, der erst am Sonntagabend in Köln antreten muss.

München -  Torschütze Toni Kroos meinte: „Druck auf Dortmund auszuüben, ist ja unsere Aufgabe, Woche für Woche. Wir müssen halt hoffen, dass Dortmund mal Punkte liegen lässt.“ Gegen Hannover 96  am Bayern erst in der Schlussphase beinahe in diese Verlegenheit.

Bis dahin hatte es gut ausgesehen für den Rekordmeister: Kroos hatte nach Vorarbeit von Franck Ribery und Arjen Robben in der 36. Minute mit einem schönen Lupfer den Führungstreffer erzielt, der für Ivica Olic ins Spiel gekommene Torjäger Mario Gomez nach feinem Dribbling mit plaziertem Linksschuss nach 68 Minuten das 2:0 gemacht – da schien dieser verregnete Nachmittag schon gelaufen zu sein.

Doch Hannover-Coach Mirko Slomka gab sich noch nicht geschlagen, wechselte mit Jan Schlaudraff und Didier Ya Konan zwei Offensivkräfte ein – und kurze Zeit später hieß es nur noch 2:1. Eine Flanke von rechts auf Mame Biram Diouf verwirrte die Bayern-Defensive, so dass Ya Konan in der 74. Minute aus kurzer Distanz per Seitfallzieher verkürzen konnte.

Zehn Minuten später hätte Jerome Boateng um ein Haar mit einem spektakulären Eigentor den Ausgleich erzielt, doch Keeper Manuel Neuer bestand die Prüfung durch den Mannschaftskollegen. Stellvertretend für seine Spielkameraden trauerte der Ex-Bayer Schlaudraff dem vergebenen Punktgewinn in München nach: „Am Schluss sind sie ein bisschen geschwommen.“

Am verdienten Sieg der Bayern gab es jedoch wenig Zweifler. Die Trainer Slomka und Heynckes gehörten jedenfalls nicht dazu. Der Gäste-Coach klagte, seinen Spielern habe die „eisige Kälte vor dem Tor gefehlt“, die die Bayern auszeichne: „Die Bayern-Treffer fielen in ganz entscheidenden Phasen“, meinte Slomka.

Dennoch habe man ein „gutes Auswärtsspiel“ gemacht: „Wir waren nah dran:“ Kollege Heynckes lobte sein Team ebenfalls („über weite Strecken sehr clever“) und verwies auf die enorme Belastung und den Druck, den seine Truppe in diesen englischen Wochen standzuhalten habe: „Es gibt keine Mannschaft, die permanent sechs Wochen lang mit den gleichen Spielern spielt. Das kann man sich abschminken.“

Thomas Müller habe in den letzten Spielen ständig über Muskelprobleme geklagt und Mario Gomez sich in Gladbach eine Beckenrandprellung zugezogen, weshalb beide zunächst auf der Bank saßen. „Dafür haben heute mit Pranjic und Olic zwei kroatische Nationalspieler gespielt“, erklärte Heynckes, „und mit denen war ich absolut zufrieden.“

 

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