Ein Held namens Tom: Kühnhackl vor seiner WM-Premiere

Tom Kühnhackl spielt in Riga seine erste WM überhaupt. In der Stadt hat er Deutschland 2016 zu Olympia geschossen, das Silbermärchen folgte.
| Matthias Kerber
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Zurück in Riga: Tom Kühnhackl schoss Deutschland 2016 zu den Olympischen Spielen, dort holte das DEB-Team - ohne ihn - sensationell Silber Jetzt steigt in Lettland die WM - mit Kühnhackl
Zurück in Riga: Tom Kühnhackl schoss Deutschland 2016 zu den Olympischen Spielen, dort holte das DEB-Team - ohne ihn - sensationell Silber Jetzt steigt in Lettland die WM - mit Kühnhackl © picture alliance/dpa/eishockey-online.com

Riga - Riga - ein Schicksalsort der deutschen Eishockeygeschichte. Es war der 4. September 2016, Deutschland musste in der Olympia-Qualifikation gegen Lettland in deren Hauptstadt ran. Das DEB-Team verspielte ein 2:0 durch Leon Draisaitl und Felix Schütz, es stand 2:2. Und dann? Dann kam Major Tom! Der Sohn von Erich Kühnhackl, versenkte fünf Minuten vor Schluss die Scheibe zum 3:2. Die Führung, der Sieg, die Olympia-Qualifikation.

Was folgte, ist eine Geschichte, die noch Enkeln und Urenkeln erzählt werden wird. Deutschland, das sich 2014 nicht mal für Olympia qualifiziert hatte, schrieb das olympische Wintermärchen 2018 und holte in Pyeongchang sensationell Silber. Der größte deutsche Eishockey-Erfolg überhaupt.

DEB-Präsident Reindl: "Der Tom ist ein Hero"

Doch einer war da nicht dabei: Der Wegbereiter, der Türöffner - Tom Kühnhackl. NHL-Spieler fehlten bei Olympia. "Natürlich ist es schade, wenn man bei so einer Sternstunde des deutschen Eishockeys nicht teilnimmt, aber es geht ja nicht um mich", sagte Kühnhackl kürzlich der AZ: "Wichtig ist nur, dass wir Silber geholt haben und nicht, wer es geholt hat."

Doch sie haben nicht vergessen, wer das Silber-Märchen möglich gemacht hat. "Der Tom ist ein Hero, klar. Der hat uns in Lettland die Tür nach Pyeongchang geöffnet. So viele waren ihm dankbar", sagte Franz Reindl, der Präsident des Deutschen Eishockey-Bunds. Tom, der Hero - ein Held namens Tom.

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"Jetzt wird es Zeit, dass er seine Belohnung dafür kriegt", sagte Bundestrainer Toni Söderholm über Kühnhackl, der in der NHL 2016 und 2017 mit den Pittsburgh Penguins den Stanley Cup gewinnen konnte. Erstmals nimmt Kühnhackl, der es aufgrund seiner Engagements in der NHL und AHL auf erst fünf Länderspiele gebracht hat, auch an einer WM teil. Die findet eben in Riga statt, dem deutschen Schicksalsort.

Tom Kühnhackl hat eine schwierige Saison hinter sich

Am Freitag (15.15 Uhr, Sport1) startet Deutschland gegen Außenseiter Italien in die Corona-WM. Riga, immer wieder Riga. "Da haben wir sehr gute Erinnerungen dran. Wir treten dort mit breiter Brust an", sagte der 29-Jährige, der seine schwierige Saison mit einem Erfolg bei der WM zu einem positiven Abschluss bringen will. Eine Schulterverletzung kostete ihn seinen Job in der NHL bei den New York Islanders, im September, kurz vor dem 70. Geburtstag seines Vaters, verstarb Mama Sylvia.

Doch all das hat Kühnhackl nicht gebrochen. Er hat immer noch das Können, das Selbstbewusstsein, das man braucht, um ein Großer zu sein und Großes zu bewirken. "Er ist ein sehr positiver Junge", sagte Söderholm: "Tom kann gegen die besten Spieler von jeder Mannschaft spielen." So, wie es sich für den Eishockey-Held Tom gehört.

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