Schießbuden-Alarm beim EHC Red Bull München

Der EHC verliert mit 5:6 gegen Augsburg und verdirbt Trainer Jackson sein Jubiläum. In sieben Spielen hat das Team bereits 22 Tore kassiert.
| Matthias Kerber
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Zum Heulen! Der EHC um Yannic Seidenberg verliert mit 5:6 gegen Augsburg.
Zum Heulen! Der EHC um Yannic Seidenberg verliert mit 5:6 gegen Augsburg. © Rauchensteiner/Augenklick

München - Solche Präsente will wirklich keiner bekommen! Eigentlich wollten die Spieler des EHC Red Bull München ihrem Erfolgscoach Don Jackson zu seinem 900. Spiel als Trainer in der DEL und Co-Trainer Steve Walker zu seinem Geburtstag mit vielen Toren und drei Punkte aus dem Duell gegen Erzrivale Augsburger Panther beschenken.

Nun, viele Tore gab es, aber eben mehr auf der Sollseite als auf der Habenseite. Der EHC verspielte eine 2:1-Führung, kassierte drei Tore in 98 Sekunden und verlor am Ende mit 5:6.

Trainer Jackson bei seinem 900. Spiel als DEL-Trainer.
Trainer Jackson bei seinem 900. Spiel als DEL-Trainer. © Rauchensteiner/Augenklick

Ex-DEL-Torhüter Ehelechner: "So kenne ich die Münchner nicht"

"Das Jubiläum ist aber mal so was von missglückt", sagte der ehemalige DEL-Torhüter Patrick Ehelechner, der jetzt als Experte für den TV-Sender Magentasport arbeitet, der AZ:"So kenne ich die Münchner nicht, denn in den letzten Jahren galt die Defensive ja eher als das Prunkstück. Ich kann mich eigentlich gar nicht erinnern, dass ein Team von Don Jackson mal drei Tore in 98 Sekunden kassiert hat. Das ist alles sehr, sehr untypisch gerade. Wenn man daheim fünf Tore schießt, kann es nicht sein, dass man ein Spiel verliert."

EHC hat in dieser Saison bereits 22 Tore kassiert

Vor allem, weil dies kein einmaliger Ausrutscher war. Vergangenen Freitag unterlagen die Red Bulls daheim schon gegen den ERC Ingolstadt mit 4:6. In den sieben Spielen dieser Saison hat der EHC bereits 22 Tore kassiert, nur die Augsburger (25) sind in der DEL-Gruppe Süd da noch freigiebiger. Schießbuden-Alarm beim EHC! "München kassiert zu viele leichte Gegentore, das steht außer Frage. Das Defensivverhalten muss sich ganz schnell ändern. Und auch die Goalies hatten keinen Sahnetag", sagte Ehelechner, "aber das nur an den Torhütern festzumachen, ist zu einfach. Aber natürlich tragen sie eine Mitschuld."

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Gegen Ingolstadt und Augsburgstand jeweils Daniel Fießinger im Tor. Mit einer Fangquote von 85,7 Prozent belegt er den 22. Rang von 23 DEL-Goalies, in Führung liegt Schwenningens Joacim Eriksson (95,1). Beim Gegentorschnitt ist Fießinger auf Platz 17 (3,57), Liga-Primus ist da Mannheims Felix Brückmann(1,31). Kevin Reich, der sich mit Fießinger die Münchner Torhüter-Dienste teilt, kassiert im Schnitt 2,21 Tore pro Spiel (Platz 7), hat eine Fangquote von 9,6 Prozent (12.).

Am Samstag trifft der EHC auf Schwenningen

"Ich bin sehr gespannt, wie es am Samstag in Schwenningen weitergeht. Noch einmal darf das so nicht passieren", sagte Ehelechner, "dass München in der Lage ist, Rückstände zu drehen, wissen wir, aber wenn man sechs Tore kassiert, geht das halt irgendwann nicht mehr. Ich erwarte gegen Schwenningen eine klare Münchner Reaktion. Ich kann mir vorstellen, dass es sonst sehr ungemütlich wird. Jackson akzeptiert Fehler, aber er hasst es, wenn sich Fehler immer wieder wiederholen."

Jackson hofft, dass er schon sehr bald wieder auf Stammkeeper Danny aus den Birken, Silberheld der deutschen Nationalmannschaft bei Olympia 2018, zurückgreifen kann. Eine schwere Beinverletzung setzt den 35-Jährigen seit Monaten außer Gefecht. "Da werden wir in der kommenden Woche mehr wissen", sagte Jackson nach seinem verhagelten Jubiläum.

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