Rückspiel gegen Fribourg: Das Bankgeheimnis des EHC München

Die Münchner empfangen am Mittwochabend den HC Fribourg-Gottéron zum Rückspiel in der CHL. Die Ausgangslage für Don Jacksons Mannschaft ist gut - und der Trainer freut sich über eine besondere Stärke.
| Martin Wimösterer
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Erfolgstaktik: Trainer Don Jackson (rechts) baut auf ausgeglichene Eiszeiten für alle vier Reihen.
Erfolgstaktik: Trainer Don Jackson (rechts) baut auf ausgeglichene Eiszeiten für alle vier Reihen. © City-Press/ho

München - Schweizer und das Bankgeheimnis - schwieriges Thema. Doch dem EHC Red Bull kann ausgerechnet das Bankgeheimnis gegen den Schweizer Spitzenreiter HC Fribourg-Gottéron zum Vorteil gereichen.

CHL-Achtelfinale: EHC München hat gute Karten

Der EHC empfängt Gottéron am heutigen Mittwoch (18 Uhr, Olympia-Eisstadion, Sport1) zum Rückspiel im Achtelfinale der Champions Hockey League.

Das Hinspiel bei den "Drachen" gewann Don Jacksons Mannschaft mit 4:2. Die Schweizer, laut EHC-Torjäger Trevor Parkes "a hell of a hockey team", müssen also drei Tore mehr schießen, um weiterzukommen. Hat Gottéron nach 60 Minuten zwei Tore Vorsprung, geht es in die Verlängerung.

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Damit es gar nicht erst dazu kommt, da vertrauen die Münchner eben auch auf ihr eigenes Bankgeheimnis. Denn am Sonntag, im Derby gegen die Augsburger Panther, bewies der Kader seine Tiefe. Trainer Jackson sagte auf der folgenden Pressekonferenz: "Ich freue mich, dass alle vier Reihen getroffen haben."

EHC München: 20 Spieler haben im Schnitt mehr als zehn Minuten Eiszeit

Sowohl gegen Augsburg als auch im Hinspiel in Fribourg getroffen hat Justin Schütz. Der Stürmer ist nominell in der vierten Reihe aufgestellt - der Formation also, die im klassischen Eishockey eher eine Zerstörerrolle einnehmen soll und wenig Eiszeit bekommt. Nicht so beim EHC.

Ein Blick in die DEL-Statistik beispielsweise zeigt: 20 Spieler haben im Schnitt mehr als zehn Minuten Eiszeit, nur Verteidiger Jonathon Blum spult mehr als 20 Minuten pro Spiel ab. Keiner in der DEL belastet seine Mannschaft so ausgeglichen wie Jackson. Und die klassische Rollenverteilung zwischen den Reihen gebe es beim EHC eh nicht, hat Kapitän Patrick Hager im AZ-Interview erklärt. Jede Reihe solle verteidigen, aber eben auch Tore schießen.

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Darum hat der EHC nicht einfach körperstarke Kerls dort platziert, sondern - Bankgeheimnis - freche Youngster mit Spielverständnis. Neben Schütz waren dies gegen Augsburg Filip Varejcka (20) und Thomas Heigl (18). Schütz ist mit 21 Jahren bereits der Routinier der Reihe und sagt: "Don hat ein Stück weit vorgegeben, dass ich die beiden anderen führe."

Schütz zeigt sich in der laufenden Saison als Europa-Spezialist: In drei CHL-Einsätzen sind ihm schon drei Treffer gelungen, in der DEL erst einer. Vermutlich liegt es am unterschiedlichen Spielstil.

Der Stürmer erklärt: "In der CHL sind die Topmannschaften ihrer Ligen vertreten. Sie wollen alle selbst das Spiel machen, was in der DEL vor allem wir machen. Das Spiel ist auch schneller und attraktiv anzuschauen." Der EHC arbeitet daran, seinen Fans auch noch das CHL-Viertelfinale zu bescheren.

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