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Konrad Abeltshauser verlängert beim EHC München

AZ exklusiv: Verteidiger Konrad Abeltshauser, der gerade Vater geworden ist, verlängert seinen Vertrag beim EHC Red Bull München.
| Matthias Kerber
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Konrad Abeltshauser
Konrad Abeltshauser © City-Press GmbH

München – Es sind turbulente Zeiten für Konrad Abeltshauser. Aufregende Zeiten. Dramatische Zeiten. Wunderschöne Zeiten.

Der 29-Jährige gehörte zu den 22 Angestellten des EHC Red Bull München, die nach dem sensationellen 6:1-Sieg in der Gruppenphase der Champions Hockey League CHL beim EV Zug einen Impfdurchbruch erlitten - und sich mit Corona infizierten. Die Erkrankung war für den Ur-Bayern schon ein bisserl furchteinflößend. Nicht so sehr für sich selbst, er hatte kaum Symptome, aber für seine Ehefrau Erica, die zu dem Zeitpunkt hochschwanger war.

Abeltshauser: Papa, Nationalspieler, Münchner

Doch es ging alles gut und am 31. Oktober wurde Abeltshauser zum ersten Mal Papa - die kleine Cäcilia bereichert seitdem das Leben der Abeltshausers, zudem wurde er gerade erneut in die deutsche Eishockeynationalmannschaft berufen, spielte beim Deutschland-Cup wieder mit dem Bundesadler auf der breiten Brust. Der Koni, wie sie ihn alle nur nennen, darf jetzt wieder von der Teilnahme an den Olympischen Spielen im Februar in Peking träumen. Dass er vor den Spielen 2018, bei denen die deutschen Eishackler am Ende sensationell Silber holten, aussortiert wurde, war einer der schmerzenden Tiefpunkte seiner Karriere.

Eine Karriere, die in München weitergehen wird. Wie die AZ exklusiv aus Spielervermittlerkreisen erfuhr, hat Abeltshauser seinen nach der Saison auslaufenden Vertrag mehrjährig verlängert. Der EHC und Abeltshauser: Ja, ich will!

Und dies, obwohl ihm auch lukrative Angebote aus mindestens einer europäischen Topliga vorlagen. Doch gerade mit seiner geänderten Lebenssituation wollte Abeltshauser seine Heimat nicht verlassen. "Wenn man aufsteht und aus dem Fenster schaut und die Berge sieht, dann geht einem das Herz auf. Dann weiß man: Uns in Bayern geht es schon sehr, sehr gut. Ich schaue mir gern die Welt an, aber Heimat, das ist hier. Hier in Bayern. Hier wo meine Familie ist, wo meine Freunde sind. Blut ist eben sehr viel dicker als Wasser", hatte Abeltshauser mal das bayerische Heimatgefühl erklärt. Und mit einer eigenen Tochter ist das Blut gleich noch mal um einiges dicker...

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Die Red Bulls wollten dazu – wie immer – keine Stellung beziehen. Der Verein antwortete auf AZ-Nachfrage mit seiner Standardformulierung, dass man zu Vertragsinhalten "keine Auskünfte erteilen" würde.

Aber: Man spricht weiter bairisch beim EHC! Der Abwehrhüne (1,95 Meter, 105 Kilo) aus Unterbuchen bei Bad Tölz war 2016 zum EHC gewechselt, zuvor hatte er sieben Jahre in Nordamerika seinen Eishockey-Traum gelebt. Er war 2010 von den San Jose Sharks in der sechsten Runde (163. Position) in die NHL gedraftet worden, hat aber nie ein Spiel in der besten Eishockey-Liga der Welt bestritten.

Beim EHC ist der Mann mit dem großen Herzen, der die bairische Mundart pflegt wie kein Zweiter, die Identifikationsperson schlechthin. Mit seinen Bazi-Charme und seiner Fan-Zugänglichkeit ist er eine der Sympathiefiguren der Red Bulls. "Ich red halt gerne. Ich mag Menschen einfach", sagte Abeltshauser mal, "es ist doch immer schöner, direkt mit jemand zu sprechen, als nur ins Handy zu starren. So verbringe ich gerne Zeit."

Schöne Zeiten, turbulente Zeiten, dramatische Zeiten.

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