Der EHC unter Zugzwang in Zug

Nach einem späten Bock droht in der CHL das Aus. Doch Jackson hat aus gutem Grund Hoffnung.
| Martin Wimösterer
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EHC-Profi Philip Gogulla (87) im Kampf um den Puck mit Christian Djoos vom EV Zug.
EHC-Profi Philip Gogulla (87) im Kampf um den Puck mit Christian Djoos vom EV Zug. © imago images/Eibner

München/Zug - Yasin Ehliz klopfte mit seinem Schläger Danny aus den Birken auf die Torwarthose, zur Aufmunterung. Dieser war nämlich kurz zuvor an der Szene beteiligt, die dem EHC Red Bull München 26 Sekunden vor Ende eine bittere Pleite gegen den EV Zug (Schweiz) eingebrockt hatte.

Goalie aus den Birken ließ eine gefangene Scheibe los, er wollte das Spiel ankurbeln, einen Konter ermöglichen. Mitspieler Ben Street blickte aber in die andere Richtung, um eine mögliche Attacke auf den Goalie abzubremsen. Zugs Lino Martschini eroberte die Scheibe, legte quer und Jan Kovar schoss zum 4:3 ein - ein Missverständnis, das den EHC in die Bredouille bringt.

EHC gerät in Zug schon nach 23 Sekunden in Rückstand

"Wir haben noch ein Spiel in Zug, ein Must-Win für uns", sagt Trainer Don Jackson. Sein Team braucht am kommenden Mittwoch den Sieg nach 60 Minuten. Oder die Todesgruppe, aus der sich der schwedische Vize-Meister Rögle BK schon gerettet hat, frisst die Münchner. Unter Zugzwang in Zug!

"Das war eines dieser Spiele, in dem du die Sachen anschauen könntest, die du wirklich gut gemacht hast", sagte Jackson. Nach dem frühen Rückstand nach 23 Sekunden durch Anton Lander drückte der EHC, traf aber erst im Mitteldrittel, als Zug besser wurde. Ein Umschaltspiel im Tiki-Taka-Stil schloss Frederik Tiffels zum 1:1 ab. Seine Reihe mit Ben Street und Trevor Parkes verantwortete die beiden weiteren sehenswerten Münchner Treffer.

Der EHC ist unter Zugzwang - hat aber Hoffnung

Tiffels hatte in der AZ gewarnt, dass das Team dieses Spitzenduell gewinnt, das weniger Fehler macht. Der Schweizer Meister glich zweimal aus - und dann kam der Bock 26 Sekunden vor Schluss. "Der letzte Fehler war teuer", meinte Jackson. Endspiel!

Doch der EHC weiß, wie er Zugzwang in Zug in ein Weiterkommen umwandelt. In der Saison 2018/19 verlor man im Achtelfinale daheim gegen den EVZ mit 2:3, gewann aber das Rückspiel mit 2:0. Jackson erinnert sich schmunzelnd: "Das war das beste Spiel, das aus den Birken in seiner Karriere gemacht hat. Wir haben also Hoffnung." Vor der Partie in Zug tritt sein Team beim ERC Ingolstadt zum Derby an. Da hat der EHC eine Rechnung offen: Der ERC warf den EHC im Frühjahr aus den Playoffs.

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