Der EHC fegt Meister Berlin beim Traumstart vom Eis

Auftakt nach Maß: Der EHC Red Bull München siegt bei Meister Berlin. Sonntag ist Köln zu Gast.
| Martin Wimösterer
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Jubel in Berlin: Der EHC um Yasin Ehliz (links) und Patrick Hager gewinnt beim Meister und erwartet nun Köln zum Heimauftakt.
Jubel in Berlin: Der EHC um Yasin Ehliz (links) und Patrick Hager gewinnt beim Meister und erwartet nun Köln zum Heimauftakt. © City-Press/ho

München - Wenn im Duell zweier Elite-Teams das eine dann eine echte Duftmarke hinterlässt, dann spricht man im US-Sport von einem "statement game". Genau so eines hatte der EHC zum Auftakt in die neue DEL-Saison. Don Jacksons Team gewann bei Meister Eisbären Berlin mit 4:1.

Das Konzept des Cheftrainers, Extra-Druck durch die Verteidiger zu verursachen, geht in dieser Eishockey-Saison offenbar wieder auf. Drei der vier Tore schossen Verteidiger. Yannick Seidenberg schlug zweimal zu. Der umgeschulte Ex-Stürmer fand nach der Schlusssirene aber kritische Worte: "Es war sicher nicht unser bestes Spiel. Wir haben viele Chancen abgegeben." Gerade im ersten Drittel legten die Berliner auch Schwächen des EHC offen: lange Pässe an die Münchner Zone nach Scheibengewinn - da wurde es mehrmals gefährlich.

Beim EHC München ist der Killerinstinkt zurück

Doch zwei Kritikpunkte des Vorjahres waren wie ausradiert - und deswegen gelang das Statement: Im Vorjahr war Danny aus den Birken lange verletzt und hatte Fragen hinterlassen, ob er noch mal ein Top-Niveau erreicht.

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In Berlin hielt er prima. Und es trat auch das ein, was Kapitän Patrick Hager kürzlich im Interview mit der AZ angesprochen hatte: Der EHC vermasselt sich Spiele nicht mehr selbst wie im Vorjahr, er zeigte sich kaltschnäuziger als die gerühmte Eisbären-Offensive.

Der Killerinstinkt ist zurück! Und nicht nur er, auch die Fans. Die Berliner Arena war, was die erlaubte Kapazität betraf, ausverkauft. Seidenberg befand: "Unglaublich schön! Wenn die eigenen Kids wieder im Stadion sind und sie lächeln - deswegen spiele ich weiter, das Lächeln will ich sehen."

Der EHC darf endlich wieder vor Fans spielen

Papa Seidenberg hat am Sonntag, 14 Uhr, erstmals wieder Gelegenheit dafür. Dann feiert der EHC gegen die Kölner Haie seine Heimpremiere.

4.129 Fans finden nach Absprache mit den Behörden im Olympia-Eisstadion Platz. Der EHC beschränkte sich freiwillig auf 75 Prozent Auslastung, um den Fans zusätzliche Sicherheit zu schenken. Es gelten die 3G-Regeln (geimpft, genesen, getestet), Tickets gibt's online.

Für Seidenberg und seine Kollegen ist der Auftakt geglückt. Killerinstinkt zurück, die Kinder wieder im Stadion - es spricht einiges dafür, dass die neue Saison wieder unter dem Motto "Alles für die Kids" statt "Alles für die Katz'" steht.

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