Katarina Witt ist „Legende des Sports“

Als erste Frau ist Eiskunstlaufstar Katarina Witt am Wochenende mit dem Ehrentitel „Legende des Sports“ ausgezeichnet worden.
| dapd
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Frankfurt/Main - Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) übergab die Ehrung am Samstagabend auf dem Deutschen Sportpresseball in Frankfurt am Main. Er bezeichnete die im taubenblauen Kleid in die Alte Oper der Stadt gekommene vierfache Weltmeisterin und zweimalige Olympiasiegerin als große Sportlerin und Vorbild für viele. Witt zeigte sich gerührt von „der hohen Ehre“ und sagte, sie hoffe, dass nach ihr noch weitere Sportlerinnen als „Legende“ ausgezeichnet werden.

Bisher waren nur Männer mit dieser Auszeichnung bedacht worden, die traditionell auf dem Sportpresseball in Frankfurt vergeben wird. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Boris Becker, Franz Beckenbauer und Heiner Brand. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hatte als Schirmherr des Balls Witt als „Gesicht der Münchner Olympiabewerbung“ für ihr Engagement beim IOC gedankt.

Für ihr soziales Engagement wurden die Klitschko-Brüder als „Sportler mit Herz“ ausgezeichnet. Der Ältere der beiden Boxer, Vitali, nahm die Ehrung in Frankfurt entgegen. Sein jüngerer Bruder Wladimir war gleichzeitig bei Thomas Gottschalks vorletzter Sendung von „Wetten, dass..?“ in Leipzig zu Gast.

Auf dem Sportpresseball, der am Samstag seinen 30. Geburtstag feierte, vergnügten sich rund 2.800 Gäste. Der Ball wird jedes Jahr vom Verein Frankfurter Sportpresse ausgerichtet und stand diesmal unter dem Motto „Weltmeisterlich – der Ball bei Freunden“. Für den Titel „Sportler mit Herz“ konkurrierten die Klitschkos unter anderen mit Basketballer Dirk Nowitzki, Tischtennis-As Timo Boll, Biathletin Magdalena Neuner und der japanischen Fußball-Weltmeisterin Homare Sawa.

Dafür, dass die Wahl auf die Klitschkos fiel, nannte der Frankfurter Flughafen-Chef Stefan Schulte bei der Preisvergabe vor allem zwei Gründe: die Rolle der beiden Boxer als Sonderbotschafter der UNESCO und vor allem ihre Stiftung, die benachteiligten Kindern in der Ukraine hilft.

Viel Beifall für Gloria Gaynor

Vitali Klitschko nannte die Auszeichnung eine „große Ehre“ für sich und seinen Bruder. Beide würden nie vergessen, dass sie auf dem Weg zur Verwirklichung ihres eigenen Traums viel Unterstützung bekamen. „Nehmen und Geben“ sei ihre Devise, und sie wollten denjenigen helfen, die wirklich Hilfe brauchten, den Kindern. Ihnen Sport zu ermöglichen, sei eine Alternative zu Straßenkriminalität, Alkohol und Drogen. Er und sein Bruder stünden im Übrigen auf zwei Beinen: Sport und Politik. Die Ukraine gehöre zu Europa, und sie wollten alles tun, dass sich dies bald auch deutlicher im Wertesystem des osteuropäischen Landes niederschlage.

Noch vor dem umjubelten Auftritt von Disco-Queen Gloria Gaynor als Stargast auf der Bühne tanzten die Ballbesucher ausgelassen auf dem Parkett. Unter ihnen waren Weltmeister, Olympiasieger und viel Prominenz aus Sport, Politik, Wirtschaft und Unterhaltung. Zu den prominenten Sportlern gehörten Hans-Jürgen Bäumler, Magdalena Brzeska, Heike Drechsler, Ariane Friedrich, Andy Möller, Ulrike Nasse-Meyfarth, Sven Ottke und Klaus Wolfermann.

Aus dem Showbusiness kamen unter anderen die Schauspieler Wolfgang Stumph, Marie-Luise Marjan und Dunja Raijter, Sängerin Sabrina Setlur, Fernsehgrößen wie Max Schautzer, Heike Maurer, Antje-Kathrin Kühnemann und Dunja Hayali sowie Ex-Astronaut Ulf Merbold.

 

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