Bundestrainer Kirchner: "Simon ist reif für Einzelmedaille"

Von Florian Graf bis Simon Schempp: Exklusiv für die AZ stellt Biathlon-Bundestrainer Mark Kirchner hier seine Athleten vor.
| Simon Stuhlfelner
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Betreut das deutsche Biathlon-Team seit 2010: Mark Kirchner.
dpa/Martin Schutt Betreut das deutsche Biathlon-Team seit 2010: Mark Kirchner.

Hochfilzen - Das erste kleine Duell mit Superstar Martin Fourcade hat Simon Schempp bestanden: In der Mixed-Staffel hielt der deutsche Schlussläufer am Donnerstag den heranstürmenden Franzosen auf Abstand, holte mit dem deutschen Team Gold. Das zweite Aufeinandertreffen der beiden Biathlon-Stars folgt an diesem Samstag (14.45 Uhr) im Sprintrennen der Männer.

Und es wird für Schempp ungleich fordernder. Dann will nämlich Fourcade, der zehn der 15 Saisonrennen im Weltcup gewonnen hat, der viermalige Gold-Triumphator bei der WM 2016 in Oslo, den Spieß umdrehen.

Ist der Gesamtweltcupsieger der vergangenen fünf Jahre überhaupt zu bezwingen?

Ja, meint Bundestrainer Mark Kirchner. "Es gab in dieser Saison schon Athleten, die ihm Paroli geboten haben, nicht zuletzt Schempp und Erik Lesser mit ihrem Doppelsieg in Oberhof“, sagte Kirchner der AZ. „Natürlich ist Fourcade schwer zu schlagen, er hat ein Riesenselbstvertrauen, eine wahnsinnige Leistungsfähigkeit. Aber es gibt keinen Spitzenathleten der anderen Nationen, der das nicht versuchen würde", meint Kirchner.

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Für die Abendzeitung stellt Kirchner, der als Athlet selbst sieben Mal Gold bei Weltmeisterschaften gewonnen hat, seine Sportler vor.

Simon Schempp: "Simon ist ein sehr konstanter Läufer, er hat noch nicht ganz so viele Siege wie im letzten Jahr (einen in Oberhof, d. Red.) vorzuweisen, aber er ist permanent in den Top 8. Sein großes Ziel ist nun natürlich eine Einzelmedaille bei der WM, die ihm bislang in seiner Karriere noch fehlt. Er ist jetzt reif dafür!"

Erik Lesser: "Er hat in diesem Jahr noch einmal einen Sprung nach vorne gemacht, das zeigt auch seine Gesamtplatzierung in den Top 6 des Weltcups. Vor allem im Laufen hat er sich verbessert. Was mich beeindruckt, ist seine Art, wie er Großereignisse angeht, wie realistisch er sich einschätzt. Deshalb traue ich ihm zu, dass er an Kontiolahti (zwei Mal WM-Gold, d. Red.) und Sotschi (zwei Mal Olympia-Silber) anknüpft."

Arnd Peiffer: "Eine absolute Konstante in dieser Saison. Er ist fast in jedem Rennen in den Punkten gewesen, das ist eine gewaltige Leistung. Er ist prozentual, von der Trefferquote her gesehen, unser stabilster Schütze. Wenn er das in Hochfilzen zeigt, ist er immer für die Top 6 gut."

Benedikt Doll: "Was ihm oft eine bessere Platzierung verbaut hat, ist sein Stehendschießen. Läuferisch ist er Simon ebenbürtig. Wenn er im Sprint mal mit null Fehler wegkäme, ist er ein Kandidat für die Top 8."

Florian Graf: "Wenn die anderen fit bleiben, wird Florian höchstwahrscheinlich Ersatzmann bleiben. Er hat im Rennen in Östersund gleich die Norm geschafft, danach ging es leider nicht so konstant weiter."

Und in der Staffel? „Mit einer Medaille wären wir zufrieden, mit der goldenen begeistert. Aber viel passieren darf natürlich nicht. Ein Ausfall würde unsere Staffel klar schwächen.“

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