Wiesn-Guide 2026: Alles, was Sie für Ihren Oktoberfest-Besuch wissen müssen

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch? Was gehört unbedingt in die Tasche - und was sollte besser zu Hause bleiben? Wo gibt es kostenloses Trinkwasser und worauf müssen Familien mit Kindern achten? Damit der Wiesn-Besuch möglichst unbeschwert wird, lohnt es sich, vorab einige Dinge zu beachten.
von  teleschau
Viele Menschen, viel Alkohol und viele Regeln - damit ein Besuch auf dem Oktoberfest reibungslos verläuft, ist etwas Vorbereitung vonnöten.
Viele Menschen, viel Alkohol und viele Regeln - damit ein Besuch auf dem Oktoberfest reibungslos verläuft, ist etwas Vorbereitung vonnöten. © iStock/FooTToo

Auf geht's zur Wiesn! Am Samstag startet das 181. Oktoberfest auf der Münchener Theresienwiese. Auf dem größten Volksfest der Welt werden auch in diesem Jahr wieder über sechs Millionen Besucherinnen und Besucher erwartet. Es wird also wie immer voll. Damit der Besuch reibungslos verläuft und zu einem freudigen Erlebnis wird, sollten Sie ein paar Dinge beachten, bevor es losgeht. In dem ultimativen Wiesn-Guide 2026 finden Sie alles Wissenswerte, von Anreise über Auslastungszeiten bis zu Dingen, die Sie besser einpacken oder zu Hause lassen sollten.

Anreise am besten mit S- oder U-Bahn

Auch wenn Sie auf dem Oktoberfest keinen Alkohol trinken möchten, sollten Sie unbedingt zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen. Es stehen im Umfeld des Festivalgeländes keine Parkplätze zur Verfügung. Die Parkplätze in den umliegenden Wohngebieten sind Anwohnerinnen und Anwohnern vorbehalten. Bei Anreise mit dem Auto parken Sie am besten an einem Park & Ride-Parkplatz an einer S- oder U-Bahn-Station.

Deutlich einfacher ist die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder zu Fuß. Diese U- und S-Bahnen bringen sie in wenigen Minuten direkt zum Festivalgelände:

  • Die U-Bahn-Linien U4 und U5 halten an der Haltestelle Theresienwiese, die direkt auf das Festivalgelände führt. Tipp: Zu Stoßzeiten fahren die U-Bahnen in einem kürzeren Takt, weshalb es auf dem Bahnsteig schnell voll werden kann. Auch über den nächsten Halt der U5, die U-Bahn-Station Schwanthalerhöhe, kommen Sie schnell und bequem auf die Theresienwiese.

  • Mit den U-Bahn-Linien U5 und U3 gelangen Sie über die Haltestellen Goetheplatz und Poccistraße in wenigen Minuten zu Fuß zum Festivalgelände. Für Eltern, die mit Kindern unterwegs sind ist das eine gute Alternative, da auf dem Bahnsteig an der U-Bahnhaltestelle Theresienwiese oft großes Gedränge herrscht.

  • Mit den Linien der S-Bahnen S1 bis S8 gelangen Sie über die Haltestelle Hackerbrücke zum Oktoberfest. Von hier aus sind es rund zehn Minuten zu Fuß.

Wiesnbarometer gibt Auskunft über Auslastung

Wann die beste Zeit für einen Oktoberfestbesuch ist, zeigt das Besucher-Barometer auf der offiziellen Oktoberfest-Homepage. In der Regel wird es vor allem an den Wochenenden und Abends nach 18 Uhr richtig voll auf der Theresienwiese. Wer es dagegen etwas ruhiger mag, sollte seinen Besuch unter der Woche vor 15 Uhr einplanen.

So kommen Sie in die Festzelte der Wiesn

Das Oktoberfest kostet keinen Eintritt, auch der Besuch der Festzelte und Biergärten ist kostenlos. Auch Reservierungen für Tische braucht man nicht. Allerdings kann es passieren, das man zu Stoßzeiten wie etwa Abends oder am Wochenende erstmal länger vor einem Festzelt warten muss, wenn man keine Reservierungen hat. Dann suchen Sie besser einen Platz in einem anderen Zelt. Sollten alle großen Festzelte voll sein, hat man noch in den kleineren Zelten oder in den Biergärten Chancen auf einen Platz. Auch auf der etwas traditionelleren Oidn Wiesn geht es etwas ruhiger zu. In seltenen Fällen kann es sogar vorkommen, dass das Festivalgelände wegen Überfüllung vorübergehend geschlossen wird und ein Einlass erstmal nicht möglich ist.

Übrigens: Nach 20 Uhr dürfen Kinder nicht mehr in die Festzelte, auch nicht in Begleitung ihrer Eltern.

Hier ist das Oktoberfest besonders familienfreundlich

Besuche mit der ganzen Familie planen Sie am besten an einem der beiden Familientage. An den beiden Dienstagen gibt es bis 19 Uhr viele Vergünstigungen und besondere Angebote für Kinder. An allen Tagen bietet das Familien-Platzl einen besonderen Kinder- und Familien-Bereich in der "Wiesn-Strasse 3, Ost" (ist im Lageplan verzeichnet), in dem kleine Wiesn-Fans Spaß haben können. Dort finden sich auch Kinderwagenstellplätze, ein Wickeltisch und eine Toilette für Kinder. Mitgebrachtes Essen darf verzehrt werden.

Tipp: Wenn Sie mit Kindern oder generell mit einer Gruppe das Oktoberfest besuchen, sollten Sie vorab vorsichtshalber einen Treffpunkt vereinbaren, falls jemand im Trubel verloren geht.

Das kostet ein Besuch auf dem Oktoberfest

Der Eintritt auf das Oktoberfest ist zwar kostenlos, dennoch sollten Sie lieber etwas Geld mitbringen. Ein Maß Bier kostet in den meisten Festzelten in diesem Jahr um die 15,80 Euro. In den großen Festzelten ist der Liter Bier mit 14,90 Euro in der Augustiner Festhalle am günstigsten. Auch die typisch bayerischen Spezialitäten in den Zelten sind nicht gerade günstig. In der Ochsenbraterei zahlt man für ein halbes Hendl mit 16,90 Euro noch am wenigsten. Für eine vierköpfige Familie können sich die Kosten für Essen und Trinken in den Festzelten schnell auf einen dreistelligen Betrag summieren. Wer sparen will, sollte das Oktoberfest Mittags besuchen, viele Festzelte bieten dann günstigere Mittagsgerichte an.

Verdursten muss auf dem Oktoberfest niemand. Es gibt mehrere Brunnen mit kostenlosem Trinkwasser, etwa am Familien-Platzl, an der Oidn Wiesn und bei den Toiletten.

Ob Fahrgeschäfte wie Achterbahn oder Riesenrad, Schießbuden, gebrannte Mandeln oder Bratwurst - auch außerhalb der Festzelte gibt es reichlich Gelegenheiten, die Geldbörse zu leeren. Auch ein kleines Trinkgeld wissen die Wiesn-Bedienungen zu schätzen. Planen Sie diese Kosten vor Ihrem Besuch mit ein.

Diese Dinge sind auf dem Oktoberfest verboten

Damit das Oktoberfest für alle eine Gaudi ist, muss auch auf die Sicherheit geachtet werden, weshalb einige Dinge auf dem Festival-Gelände verboten sind. Dazu gehören unter anderem:

  • Glasflaschen, Hieb-, Stoß- oder Stichwaffen sowie Gassprühdosen mit gefährlichem Inhalt. Dazu zählen auch Trachtenmesser und ätzende oder färbende Substanzen. In den Festzelten dürfen keine Flaschen oder Getränke mitgeführt werden.

  • Fahrräder, E-Roller und Skateboards. Kinderwagen sind an den Samstagen und am Tag der Deutschen Einheit, am 3. Oktober ebenfalls auf dem Festgelände verboten. An allen anderen Tagen greift das Kinderwagenverbot ab 18 Uhr. Gegen eine Gebühr können Kinderwagen an manchen Eingängen abgegeben werden. Rückentragen sind erlaubt.

  • Große Rucksäcke und Taschen sind auf dem Festgelände verboten. Erlaubt sind nur Rucksäcke oder Taschen die nicht größer sind, als 20 cm x 15 cm x 10 cm oder höchstens ein Volumen von drei Litern haben. Große Taschen und Rucksäcke können gegen eine Gebühr an den Eingängen P1, P5, P8 und P10 verstaut werden.

  • Außer Assistenzhunde wie etwa Blindenhunde, sind Hunde und andere Tiere auf dem Oktoberfest nicht gestattet. Für die Vierbeiner ist es eh viel zu laut und zu voll.

Diese Dinge sollten Sie für einen Besuch einpacken

Besonders unkompliziert wird ein Oktoberfestbesuch, wenn Sie die meisten Dinge zu Hause lassen und nur wenige Sachen mit auf das Festivalgelände mitnehmen. So können Sie sich nicht nur freier bewegen, sondern auch weniger verlieren. Ein paar Sachen sollten Sie aber auf jeden Fall dabei haben, dazu gehören etwa:

  • Portemonnaie und Personalausweis

  • Handy, falls jemand im Trubel verloren geht oder für die Tickets des öffentlichen Nahverkehrs.

  • kleine Plastik-Wasserflasche: Glasflaschen dürfen nicht mitgeführt werden, kleine Flaschen aus Plastik allerdings schon. Diese können Sie an den kostenlosen Trinkwasserbrunnen immer wieder auffüllen.

  • Verpflegung: Zwar sollten Sie nicht mit einem gefülltem Picknickkorb auf das Oktoberfest kommen, aber kleine Snacks sind kein Problem. Die eine oder andere Banane oder ein belegtes Brötchen werden beim Einlass nicht aussortiert.

  • Ein oder zwei Päckchen Taschentücher

  • Regenponcho statt Regenschirm: Ein Regenschirm ist in dem dichten Gedränge viel zu sperrig. Ein Regenponcho dagegen passt in jede Hosentasche.

merken
Nicht mehr merken
X

Sie haben den Inhalt der Merkliste hinzugefügt.