Wegen Komplikationen: Bushidos Frau Anna-Maria Ferchichi nicht vor Gericht erschienen

Am Mittwoch sollte die schwangere Ehefrau von Rapper Bushido, Anna-Maria Ferchichi, eigentlich im Prozess gegen einen Clanchef aussagen. Doch aufgrund von Komplikationen konnte sie nicht zu dem Termin erscheinen.
| AZ/dpa
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Bushido und Ehefrau Anna-Maria Frechichi sagen im Prozess gegen einen Clanchef aus.
Bushido und Ehefrau Anna-Maria Frechichi sagen im Prozess gegen einen Clanchef aus. © IMAGO / Future Image

Im Strafprozess gegen einen Berliner Clanchef konnte Bushidos Ehefrau Anna-Maria Ferchichi am Mittwoch nicht wie geplant als Zeugin befragt werden. Die 39-Jährige kam nicht ins Landgericht der Hauptstadt. Es gebe Komplikationen bei ihrer Mandantin, verlas der Vorsitzende Richter am Mittwochmorgen eine Mail der Anwältin der Zeugin.

Schwanger mit Drillingen: Konnte Anna-Maria Ferchichi deshalb nicht ins Gericht kommen?

Im Laufe des Tages sollte ein Attest nachgereicht werden. Die Mail habe das Gericht am Morgen um 8.16 Uhr erreicht. Frau Ferchichi, Schwester der Sängerin Sarah Connor, ist mit Drillingen schwanger. Ob sie deshalb nicht zu dem Gerichtstermin erscheinen konnte. ist nicht bekannt.

Anna-Maria Ferchichi hatte bereits an drei Prozesstagen ausgesagt. So berichtete sie, der langjährige Geschäftspartner ihres Mannes, Arafat A.-Ch., habe alles in ihrem Leben bestimmt - dieser Einfluss habe ihr Angst gemacht. Wie Bushido, der zuvor an 25 Prozesstagen als Zeuge Rede und Antwort gestanden hatte, war auch seine Frau von Personenschützern im Gericht bewacht worden. Der 42-jährige Musiker hatte seine Beziehung zu A.-Ch. mit einer Zwangsheirat verglichen. Bushido ist in dem seit August 2020 laufenden Verfahren auch Nebenkläger.

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Prozess gegen Clanchef: Bushido soll bedroht und eingesperrt worden sein

Dem Hauptangeklagten A.-Ch. werden Straftaten zum Nachteil des Musikers mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft legt dem 45-Jährigen Beleidigung, Freiheitsberaubung, versuchte schwere räuberische Erpressung, Nötigung und gefährliche Körperverletzung zur Last. Die Brüder sollen Mittäter gewesen sein. Die vier Männer haben bislang zu den Vorwürfen geschwiegen.

Zu den Taten soll es gekommen sein, nachdem Bushido die langjährigen Beziehungen zu seinem Geschäftspartner aufgelöst hatte. Arafat A.-Ch. habe dies nicht akzeptieren wollen. Der Rapper wurde laut Anklage bedroht, beschimpft, im Januar 2018 in einem Büro eingesperrt und mit Wasserflasche und Stuhl attackiert.

Die Verteidigung stellte den Beweisantrag, private Sprachnachrichten von Anna-Maria Ferchichi an A.-Ch. aus dem Jahr 2017 zu hören. Diese stünden im Widerspruch zu Aussagen der Zeugin, dass der Clanchef ihr und Bushido keine Luft zum Atmen gelassen habe. Die Vertreterin der Anklage sowie der Nebenklage-Anwalt widersprachen vehement. Das Gericht hat über den Antrag noch nicht entschieden.

Der Prozess wird nach rund vierwöchiger Pause am 2. August fortgesetzt. Bislang gab es 41 Verhandlungstage, weitere Termine sind bis kurz vor Weihnachten geplant.

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