Vater von Premier Johnson tritt gegen Herzogin Meghan nach

Boris Johnsons Vater Stanley hat sich in einem Gastbeitrag zum Herzogenpaar von Sussex geäußert, die britische Klatschpresse stürzt sich auf seine Aussagen. Sein Frauenbild lässt jedoch tief blicken...
| (elm/spot)
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Harry und Meghan sind nach Kalifornien gezogen.
imago images/PA Images Harry und Meghan sind nach Kalifornien gezogen.

In Großbritannien sorgt derzeit ein Gastbeitrag von Stanley Johnson (79) für Diskussionen um Herzogin Meghans (38) Rolle beim Rückzug aus der königlichen Familie. Johnson ist der Vater des amtierenden britischen Premierministers Boris Johnson (55). Er schrieb in einem Beitrag des "Saga Magazin", Meghan sei die "treibende Kraft" hinter dem Umzug in die USA gewesen. Er bedauere das, vor allem wegen ihrer "großartigen karitativen Arbeit". Doch stört sich der konservative Brite nicht vielmehr an seinem überholten Frauenbild?

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Johnson, der 2017 bei der britischen Version von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" mitgemacht hatte, denkt, bei dem Umzug in die USA handele es sich "um kulturelle Unterschiede" zwischen britischen und amerikanischen Frauen. Um sich zu erklären, zieht er einen Vergleich zu seiner Mutter: "Nachdem die Kriegswunden meines Vaters verheilt waren, entschied er sich, Farmer im Westen zu werden. Meine Mutter, die (...) die Vorstellung hatte, einen Diplomaten zu heiraten, hat die nächsten 36 Jahre in dem alten Farmhaus verbracht, das ich noch heute besitze."

Konservativer Brite gegen emanzipierte Amerikanerin

Johnson ist also offenbar der Meinung, nur eine Person habe solche Entscheidungen zu treffen - und zwar der Mann. "Für einen Mann ist das Zuhause ein Ort, an dem er seinen Hut aufhängen kann. Aber für eine Frau, ganz sicher für eine amerikanische Frau, ist die Entscheidung, wo man lebt, von zentraler Bedeutung." Damit nicht genug: "Um Prinzessin Dianas berühmte Redewendung anzupassen: In einer Ehe ist nicht immer Platz für zwei Personen." Auf dem Fahrersitz habe eindeutig Herzogin Meghan gesessen.

Warum das ein Problem sei, erklärt Johnson nicht, es scheint ein weiteres Kapitel im Umgang der britischen Klatschpresse mit den Sussexes zu sein. Meghan klagt derzeit vor dem höchsten britischen Gericht gegen die "Mail on Sunday", weil sie ihre Privatsphäre verletzt sieht, nachdem die Publikation einen Brief zwischen ihr und ihrem Vater veröffentlicht hatte. Allerdings wurden Teile ihrer Klage vor Gericht nicht zugelassen, wie am Freitag bekannt wurde.

Luxusanwesen im Auge

Dennoch sagt Johnson, er bedauere die Entscheidung von Prinz Harry (35) und Herzogin Meghan: "Ich bin sehr traurig, sie gehen zu sehen. Ihre karitative Arbeit war fantastisch, vor allem ihre Unterstützung für den Naturschutz und die Probleme von Frauen."

Unterdessen berichten mehrere britische Medien, dass die Sussexes eine Immobilie als neues Zuhause ins Auge gefasst hätten. Dabei handele es sich um ein 13-Millionen-Dollar-Anwesen in Hollywood. In direkter Nachbarschaft leben demnach Tom Hanks (63) und Ben Affleck (47). Offenbar soll auch Meghans Mutter Doria Ragland (63) in das Anwesen mit einziehen, den Berichten zufolge stünde ihr ein eigener Gebäudekomplex zur Verfügung. Der Einzug in das Anwesen soll laut "Daily Mail" jedoch erst stattfinden, wenn die Corona-Krise entschärft sei.

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