Prinz Philip: Ablauf der Beerdigung und royale Gästeliste bekannt

Acht Tage nach seinem Tod findet am Samstag in der St.-Georgs-Kapelle auf Schloss Windsor der Trauer-Gottesdienst für Prinz Philip statt. Anschließend wird er im Königlichen Gewölbe beigesetzt. Nur 30 Gäste dürfen in Corona-Zeiten kommen. Welche Royals sind geladen, wer nicht? Was ist der Grund für Meghans Fehlen?
| Sven Geißelhardt Steffen Trunk
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Prinz Philip ist im Alter von 99 Jahren gestorben.
Prinz Philip ist im Alter von 99 Jahren gestorben. © Michael Kappeler/dpa

Am Buckingham Palast weht die Fahne Großbritanniens auf halbmast, das Land weint um Prinz Philip. Mit 99 Jahren ist der Ehemann der Queen am 9. April 2021 gestorben. Die royale Familie trauert um Ehemann, Vater, Großvater und Uropa Philip. 

Prinz Harry: Ankunft in London am Sonntag

Am Sonntag (11. April) ist Prinz Harry in London angekommen. Er verbringt die Selbstisolation in Frogmore Cottage, wo er vor seinem USA-Umzug mit Meghan lebte.

Eduard Prinz von Anhalt verrät: Prinz Philip wollte Beerdigung ohne Harry

Der Streit zwischen der royalen Familie und Prinz Harry soll offenbar auch Prinz Philip beschäftigt haben. Eduard Prinz von Anhalt hat jetzt ausgeplaudert, dass der Ehemann der Queen seinen Enkel nicht als Gast bei der eigenen Beerdigung haben wollte. "Er fühlte sich schwer verraten", erklärte der 79-Jährige im Gespräch mit RTL.

Eduard von Anhalt ist entfernt mit den britischen Royals verwandt. "Und ich glaube auch, dass sein Wunsch es war, dass er [Prinz Harry, d. R.] nicht zu seiner Beerdigung kommt", sagt er über die Beziehung zwischen Prinz Philip und Prinz Harry.

Grund für Meghans Fehlen bei der Beerdigung ist die Schwangerschaft

Ein Palastsprecher hat bestätigt, dass der 36-Jährige an der Beerdigung seines Großvaters am kommenden Samstag (17. April) teilnehmen wird. Seine Frau Herzogin Meghan (39) wird jedoch nicht dabei sein. Der Schwangeren sei von ihrem Arzt von der Reise abgeraten worden, hieß es. Das zweite Kind von Meghan und Harry soll im Sommer zur Welt kommen. Es wird ein Mädchen.

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Prinz Philip: Termin von Beerdigung und Bestattung am 17. April

Die Trauerfeier für Prinz Philip wird am 17. April in der St.-Georgs-Kapelle auf dem Gelände von Schloss Windsor stattfinden – unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Sie wird aber live im TV übertragen.

Ablauf der Trauerfeier und wo wird Philip beerdigt?

Die Trauerzeremonie wird wegen der Corona-Pandemie stark reduziert sein. Wegen der Corona-Regeln sind nur 30 Trauergäste erlaubt. Premierminister Boris Johnson sagte seine Teilnahme bereits ab, um Familienmitgliedern den Vortritt zu lassen. Eine Prozession in der Öffentlichkeit soll es nicht geben. Stattdessen soll der Sarg Philips in einem extra angepassten Land Rover innerhalb der Schlossmauern zur Kapelle gefahren werden, gefolgt von einer kleinen Trauergemeinde, bestehend aus Prinz Charles und anderen Familienmitgliedern. William und Harry sollen laut britischen Medienberichten nebeneinander hinter dem Sarg ihres Großvaters gehen.

30 Gäste bei Philips Beerdigung: Wer darf nicht kommen?

Britischen Zeitung "Tatler" will wissen, welche 30 Trauergäste in Corona-Zeiten beim Trauergottesdienst am Samstag dabei sein werden: Die Queen, Philips Kinder Charles, Anne, Andrew und Edward, sowie deren Partner Camilla, Sir Timothy Laurence und. Gräfin Sophie von Wessex. Andrews Ex-Frau Sarah Ferguson wird nicht dabei sein. Ebenfalls in der Kapelle: Prinz Harry, William und Kate. Meghan, Prinz George, Prinzessin Charlotte und Prinz Louis werden nicht kommen.

Auch weitere Enkelkinder von Philip werden erscheinen: Prinzessin Beatrice und Mann Edoardo Mapelli Mozzi, Prinzessin Eugenie und Jack Brooksbank, Zara Tindall und Ehemann Mike Tindall, Lady Louise Windsor und Bruder James Viscount von Severn, ebenso Annes Sohn Peter Philips. Seine Noch-Ehefrau Autumn, von der er getrennt lebt, wird nicht an der Beerdigung teilnehmen. Gerechnet wird auch mit Lady Pamela Hicks (91), die Cousine von Philip und Prinzessin Alexandra (84), eine Cousine der Queen.

Keine öffentliche Aufbahrung: Wo ist Philips Leichnam?

Prinz Philip habe keine öffentliche Aufbahrung gewollt, berichtet das "College of Arms". Sein Leichnam verbleibt bis zur Trauerfeier auf Schloss Windsor. 

Sarg von Prinz Philip wird mit Land Rover transportiert

"Der Sarg, der von einer von den Royal Marines gefundenen Trägerpartei getragen wird, wird vom Dekan von Windsor und dem Erzbischof von Canterbury oben auf der Westtreppe der St. George's Chapel empfangen. Die Marinekappe und das Schwert des Herzogs von Edinburgh werden vor dem Gottesdienst auf den Sarg gelegt, und die Insignien seiner königlichen Hoheit werden auf den Altar der Kapelle gelegt. Am Ende des Gottesdienstes wird Seine Königliche Hoheit im Königlichen Gewölbe in der St.-Georgs-Kapelle beigesetzt", heißt es in der Erklärung des Palastes.

Beisetzung im Königlichen Gewölbe in der St.-Georgs-Kapelle

Am Ende des Gottesdienstes wird Prinz Philip im Königlichen Gewölbe in der St.-Georgs-Kapelle beigesetzt. Sein Sarg bleibt auf einer schwarzen Marmorplatte bis die Queen stirbt. Dann wird das Ehepaar, das 73 Jahre verheiratet war, Seite an Seite in der "King George VI Memorial Chapel" bestattet. Hier liegen unter anderem die letzten drei Könige George VI. (†1952), George V. (†1936) und Edward VII. (1910) sowie ihre Ehefrauen Queen Elizabeth (Queen Mum, †2002), Queen Mary (†1953) und Queen Alexandra (†1925).

Trauergäste: Wer kommt zum Gottesdienst und zur Bestattung?

Wegen der Corona-Pandemie ist ein hohes Gäste-Aufkommen ausgeschlossen. "Der Prinz von Wales und Mitglieder der königlichen Familie werden zu Fuß an der Prozession unmittelbar hinter dem Sarg des Herzogs von Edinburgh teilnehmen, zusammen mit Mitarbeitern aus dem Haushalt seiner königlichen Hoheit", ist dem Statement zu entnehmen. "Mit Ausnahme der Mitglieder der königlichen Familie und des Privatsekretärs seiner königlichen Hoheit werden diejenigen, die an der Prozession teilgenommen haben, die St.-Georgs-Kapelle nicht betreten."

Prinz Philip: Wo kann man die Beisetzung und die Trauerfeier im TV sehen?

Die Trauerfeier wird live im Fernsehen übertragen. Der Gottesdienst in der St.-Georgs-Kapelle soll demnach um 16 Uhr (MESZ) mit einer landesweiten Schweigeminute beginnen.

Deutsche Fernsehsender berichten live von Schloss Windsor

RTL gab bekannt, dass man ab 15 Uhr die Bestattungszeremonie begleiten wird. Moderatorin Frauke Ludowig und Adelsexperte Michael Begasse ordnen die Geschehnisse ein und schalten live zu den Korrespondenten nach London und Windsor. Auch Nachrichtensender WELT zeigt von 14.30 bis 18 Uhr die Beisetzung von Prinz Philip. Im Studio in Berlin moderiert Tatjana Ohm. Vor Ort in London ist Reporterin Daniela Will.

Auch Sat.1 zeigt die Beisetzung. Ab 14.30 Uhr führen Promi-Expertin Vanessa Blumhagen und Moderator Daniel Boschmann durch die dreieinhalbstündige Live-Sendung. Zu Gast: die in London lebende Lilly Becker. Entertainer Ross Antony berichtet live aus der britischen Hauptstadt.

Auch die öffentlich-rechtlichen Sender berichten. Das ZDF zeigt live die Trauerfeier mit den Moderatoren Julia Melchior und Norbert Lehmann. Die ARD ein "Brisant extra".

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Woran ist Prinz Philip gestorben?

Wie der Palast am 9. April mitteilte, sei Prinz Philip "friedlich in Windsor Castle verstorben". Ob die Todesursache des Ehemanns von Queen Elisabeth sein Herzproblem war, wurde bislang nicht bekannt gegeben.

Am 16. Februar war der 99-Jährige in ein Krankenhaus eingeliefert worden, weil er sich "unwohl" gefühlt habe. Später wurde bekannt, dass der Prinz erfolgreich am Herzen operiert wurde. Nach vierwöchigem Klinikaufenthalt durfte er am 16. März wieder nach Hause, wo er am 9. April verstarb.

Statements der Royals zum Tod von Prinz Philip

Einen Tag nach Philips Tod erklärte die Queen: "Er war ganz einfach mein Halt und meine Stärke in all diesen Jahren, und ich und seine ganze Familie und dieses und viele andere Länder stehen bei ihm in einer größeren Schuld, als er jemals beanspruchen würde oder wir jemals wissen werden."

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Thronfolger Prinz Charles trat am Samstagabend vor die Kameras und bedankte sich im Namen der Royals: "Mein lieber Papa war ein ganz besonderer Mensch, der wie ich denke, vor allem überwältigt wäre von der Reaktion und den bewegenden Dingen, die über ihn gesagt wurden." Die Familie sei dafür "zutiefst dankbar".

Prinz Harry: Stellungnahme zu Philip

Bereits am Todestag am Freitag äußerten sich Harry und Meghan auf ihrer Webseite: "In liebendem Andenken seiner Königlichen Hoheit des Herzogs von Edinburgh - 1921-2021 - Danke für deinen Einsatz - Du wirst schwer vermisst werden." Am Montag ergänzte Harry: "Mein Großvater war ein Mann des Dienstes, der Ehre und des großen Humors. Er war authentisch, er selbst, mit einem ernsthaft scharfen Witz und konnte in jedem Raum die Aufmerksamkeit durch seinen Charme auf sich ziehen – auch weil man nie wusste, was er als nächstes sagen würde. [...] Aber für mich [...] war er mein Großvater: Grillmeister, Scherzlegende und frech bis zum Schluss."

William veröffentlicht Foto mit Kutscher Philip und Prinz George

Prinz William hat seinen Opa Philip als "außergewöhnlichen Menschen" gewürdigt und der Queen seine Unterstützung zugesichert. "Ich werde meinen Großvater vermissen", schrieb der Herzog von Cambridge auf Twitter. "Aber ich weiß, dass er wollen würde, dass wir weitermachen mit der Arbeit." Er sei dankbar, den im Alter von 99 Jahren gestorbenen Herzog von Edinburgh bis ins Erwachsenenalter an seiner Seite gehabt zu haben.  Auch die Erfahrungen, die seine Kinder mit ihrem Urgroßvater hätten erleben dürfen, werde er niemals für selbstverständlich halten. Neben dem Statement veröffentlichten Kate und William ein Foto ihres Sohnes George (7) mit Prinz Philip auf einer Kutsche.

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Kommt es zur Versöhnung bei Harry mit Bruder William und Vater Charles?

Ob die Royals die Gelegenheit für eine Aussöhnung nutzen werden, wie britische Medien spekulieren? Prinz Harry hatte sich besonders mit seinem Bruder Prinz William und seinem Vater Prinz Charles überworfen.

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Im Mittelpunkt des Streits stehen Vorwürfe von Harry und Meghan über mangelnde Rücksichtnahme auf das Paar und sogar rassistische Äußerungen innerhalb der Familie – Meghan hat teilweise afroamerikanische Wurzeln. Für Sprengkraft sorgte vor allem, dass die beiden dies alles bei einem aufsehenerregenden Interview mit US-Talkshowlegende Oprah Winfrey in der Öffentlichkeit ausbreiteten. Seitdem herrscht Eiszeit.

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