Prinz Harry: Hat er den Mund zu voll genommen?

Prinz Harry behauptet, den Twitter-Boss vor dem Sturm aufs Kapitol gewarnt zu haben. Ausgerechnet er wollte diesen "Putsch" verhindern. Ehefrau Meghan nutzt derzeit ihren Titel dafür, um sich in die Politik in den USA einzumischen...
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Prinz Harry und Herzogin Meghan bei einer Rede in News York.
Prinz Harry und Herzogin Meghan bei einer Rede in News York. © imago/ZUMA Wire

Er hat es kommen sehen, doch keiner wollte auf ihn hören. Zugegeben, so äußerte sich Prinz Harry zwar nicht wörtlich über den Sturm auf das Kapitol, seine Aussage wird allerdings so gedeutet... 

Prinz Harry will vor dem Sturm auf das Kapitol gewarnt haben

Der 37-Jährige erzählte am Dienstag beim Tech-Forum "RE:WIRED", Twitter-Chef Jack Dorsey Anfang des Jahres per E-Mail vor anstehenden politischen Unruhen in Kenntnis gesetzt zu haben: "Ich warnte ihn, dass seine Plattform es erlaubt, einen Putsch zu inszenieren." Nur einen Tag später, am 6. Januar 2021, stürmten Trump-Anhänger das Kapitol in Washington. Fünf Menschen kamen bei den Ausschreitungen ums Leben.

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Wurde Trump gesperrt, weil Prinz Harry eine E-Mail schrieb?

Zwei Tage später entschied Dorsey, den Twitter-Account von Donald Trump zu sperren. Er erklärte: "Nach einer klaren Warnung mussten wir handeln, wir haben eine Entscheidung mit den besten Informationen, die wir hatten, getroffen. Diese basierten auf Bedrohungen auf und abseits von Twitter, die die körperliche Unversehrtheit betreffen. […] Ich glaube, das war die richtige Entscheidung für Twitter."

US-Politik: Herzogin Meghan stellt Forderungen 

Doch war Harrys E-Mail wirklich ausschlaggebend für die Trump-Sperre durch den Twitter-Boss? Für Harry ist es jedenfalls eine große Genugtuung. Und auch Ehefrau Meghan mischt sich als Mitglied der Königsfamilie immer wieder mit politischem Aktionismus in öffentliche Debatten ein, um sich zu profilieren. Sie setzt sich seit Kurzem energisch für die Einführung einer bezahlten Elternzeit in den USA ein. Kritiker werfen der 40-Jährigen fehlende Neutralität vor. 

Meghan kämpft für bezahlte Elternzeit

Schon im vergangenen Jahr mischte sich Herzogin Meghan in die US-Politik ein – ganz speziell im Vorfeld der Präsidentschaftswahl. Damals forderten viele wütende Briten, die Herzogin von Sussex solle ihren Titel abgeben, da sie sich in politische Angelegenheiten einmische. Meghan hatte in einem Interview mit der Zeitschrift "Marie Claire" erwähnt, dass sie bei den US-Wahlen ihre Stimme abgeben wolle. Mitglieder der königlichen Familie gehen traditionell nicht wählen. Die Queen verhält sich stets politisch neutral.

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Meghan bestätigt jetzt, dass Royals politisch neutral seien, aber das Thema bezahlte Elternzeit für sie kein politisches sei. "Bezahlte Elternzeit ist von meinem Standpunkt aus einfach ein humanitäres Thema", erklärte sie. Laut der zweifachen Mutter sind die Vereinigten Staaten "nur eines von sechs Ländern in der gesamten Welt, die keine Form von nationaler bezahlter Elternzeit" anbieten. "Wir können uns doch alle darüber einig sein, dass Menschen Unterstützung brauchen, gewiss, wenn sie gerade ein Kind bekommen haben."

Auch ihre Forderung einer bezahlten Elternzeit machte Herzogin Meghan im Oktober in einem offenen Brief deutlich, den sie an zwei hochrangige Politiker adressierte. Zuletzt bekräftigte sie ihre Forderung zudem in privaten Telefongesprächen mit mehreren Senatorinnen.

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