Paul Potts: „Das Leben ist eine Philosophie“

Im AZ-Interview spricht Paul Potts über das Münchner Bier, Gesangseinlagen unter der Dusche und seine Leidenschaft - das Singen, klar.
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Paul Potts: Der 38-jährige Tenor bringt seine Zuhörer zum Weinen – die einen lieben ihn, die anderen können ihn nicht mehr hören.
AP Paul Potts: Der 38-jährige Tenor bringt seine Zuhörer zum Weinen – die einen lieben ihn, die anderen können ihn nicht mehr hören.

Im AZ-Interview spricht Paul Potts über das Münchner Bier, Gesangseinlagen unter der Dusche und seine Leidenschaft - das Singen, klar.

Er bringt seine Zuhörer zum Weinen – die einen, weil sie ihn lieben, die anderen, weil sie ihn nicht mehr hören können: Paul Potts. Der ehemalige Handyverkäufer (38) wurde dank der Casting-Show „Britain’s got Talent“ über Nacht zum Star. Seither ist er allgegenwärtig, zuletzt Gast bei Günther Jauchs Jahresrückblick – und bald auf Tour.

Herr Potts, singen Sie „Nessun Dorma“ eigentlich auch beim Duschen?

Normalerweise nicht, nein. (lacht)

Wirklich nie?

Naja, nur manchmal.

Können Sie die Arie überhaupt noch hören?

Klar, ich singe sie auch immer noch sehr gern. Die Arie ist mir persönlich sehr wichtig. Da stecken viele Emotionen drin, von Liebe über Triumph bis hin zu Verzweiflung.

Schauen Sie sich gerne Casting-Shows an?

Ja, wenn ich die Gelegenheit dazu habe. Ich arbeite zu viel, aber ich versuche, ab und zu welche zu sehen.

Wenn Sie auf Tour sind, was machen Sie dann in Ihrer Freizeit?

Ich liebe es, durch die Städte zu spazieren. München mag ich sehr gerne – ich war auch mal im Rathaus-Bierkeller...

Wie hat Ihnen das Münchner Bier geschmeckt?

Gut. Ich habe das Weißbier und das Helle getrunken. Das Weißbier scheint mir etwas pikanter zu sein, ein bisschen trockener.

Waren Sie auch schon mal auf dem Oktoberfest?

Da hatte ich leider bislang noch keine Zeit dazu.

Wie hat sich ihr Leben seit dem vergangenen Jahr verändert?

Ich komme viel herum und sehe Ecken der Welt, die ich sonst nie kennengerlernt hätte. Ich Freude mich auch schon, wieder nach München zu kommen und dort in der Philharmonie zu singen.

Was ist denn das Beste am Erfolg?

Ich kann das tun, was ich liebe: Singen. Und ich sehe viel Neues.

Und was ist das Schlimmste am Erfolg?

Ich glaube nicht, dass es da überhaupt negative Aspekte gibt...

Haben Sie beispielsweise noch Zeit für Ihre alten Freunde?

Ja, ich bleibe mit denen in Kontakt, so gut es geht.

Macht Geld glücklich?

Ich glaube, man braucht keine materiellen Dinge, um glücklich zu sein. Das wichtigste ist doch, die Menschen um sich zu haben, die einem etwas bedeuten.

Sie haben Philosophie studiert. Ist Musik auch in einer Form eine Philosophie?

Ich glaube, das ganze Leben ist irgendwie eine Philosophie. Jeden Tag muss man philosophische Entscheidungen treffen: Ob man dies tut, oder doch lieber etwas anderes.

Danke für das Gespräch und frohes Fest schon mal. Wo verbringen Sie Weihnachten eigentlich?

Zuhause. Dieses Jahr bin ich dran mit Kochen – also werde ich das Weihnachtsessen kochen!

Interview: Kasanobu Serdarov

Paul Potts singt am 19.9.09 in der Münchner Philharmonie.

Paul Potts im Casting-Video

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