Nach ARD-Anschuldigungen: Stefan Mross mit harten Vorwürfen konfrontiert
"Das war eiskalt", sagte Stefan Mross (50) vor wenigen Tagen zu "Bild" über den Moment, als er vom Ende von "Immer wieder sonntags" erfahren hat. Über 20 Jahre stand er als Moderator für die Schlagershow vor der Kamera, die im Herbst 2026 eingestampft werden soll. Ihm sei "knallhart ins Gesicht" gesagt worden, dass Schluss ist. Der 50-Jährige schoss daraufhin öffentlich gegen die ARD, nannte die Entscheidung der Verantwortlichen "unfair". Doch jetzt mehren sich Stimmen, die sich kritisch gegen Mross selbst richten.
Die Situation im öffentlich-rechtlichen TV ist aktuell schwierig. Aufgrund von Sparmaßnahmen wurden Sendungen abgesetzt und mehrere TV-Stars verloren ihre Jobs. Dass Stefan Mross über das Aus von "Immer wieder sonntags" enttäuscht ist, kann Kollege Uwe Hübner (65) gut verstehen. Der Moderator stand viele Jahre für die "ZDF-Hitparade" vor der Kamera. Dennoch bemängelt der 65-Jährige die Art und Weise, wie Mross aktuell gegen die ARD austeilt.
Nach Aus von "Immer wieder sonntags": Ex-Showmaster kritisiert Stefan Mross
"Klar ist das hart", schreibt Hübner in einem Facebook-Posting über den Jobverlust des "Immer wieder sonntags"-Stars. Diese Situation sei allerdings für die meisten Menschen bei einer Kündigung Alltag, betont der 65-Jährige und übt Kritik an Stefan Mross: "Soll es einem Prominenten dann schonender und gefühlvoller beigebracht werden?" Für den ehemaligen ZDF-Star ist klar, dass die TV-Branche gerade für Moderatoren keine sichere Bank ist und man immer damit rechnen müsse, von jetzt auf gleich abgesetzt zu werden. Diesem Risiko stehe seiner Meinung nach eine hohe Vergütung gegenüber. "Und wenn das Geld eben knapp wird, trifft es oft den am schnellsten, der ganz oben auf der Pay-Roll sitzt", schreibt er weiter in seinem Posting.

Dennoch kritisiert Uwe Hübner nicht nur Stefan Mross, sondern auch die Gegenseite – immerhin sei es eine Frage des Stils, wie man von einer Kündigung unterrichtet werde. Dabei nennt der ehemalige "ZDF-Hitparaden"-Star prominente Beispiele wie Max Schautzer (†84), der vor Mross "Immer wieder sonntags" moderiert hatte und aus der Presse von seinem Rauswurf erfahren habe. Oder Andy Borg (65), der 2015 ebenfalls sehr unsanft über sein TV-Aus beim "Musikantenstadl" informiert worden sei.
Veranstalter macht Stefan Mross Vorwürfe: "Ich war fassungslos"
Stefan Mross bekommt noch von weiterer Seite Gegenwind für seinen Umgang mit dem "Immer wieder sonntags"-Ende. Auf Facebook meldet sich Andreas Lambeck, Geschäftsführer bei Ahrtal Marketing GmbH und ehemaliger Chef von sonnenklar.tv, ebenfalls zu Wort. Er konfrontiert den gefallenen ARD-Star mit harten Vorwürfen. Dass Mross den Senderverantwortlichen fehlende Empathie vorwirft, könne er nicht nachvollziehen und erinnert an eine geplante Zusammenarbeit vergangenes Jahr. Im November 2025 sollte der Moderator die Gala "Ahrwein des Jahres" moderieren, soll aber nur elf Stunden vor Beginn per WhatsApp-Nachricht abgesagt haben.

"Trotz vertraglicher Vereinbarungen und intensiver Absprachen hast Du Dich danach nicht mehr gemeldet", schreibt Andreas Lambeck. "Ich war in diesem Moment komplett hilf- und fassungslos. Ich habe versucht, Dich zu erreichen – erfolglos. Du hast sogar meine Handynummer blockiert. Ohne Angabe von Gründen einfach abgesagt!" Dass Stefan Mross nun selbst eine unschöne Erfahrung mit seinem Show-Aus erleben musste, nennt der Tourismusmanager "Karma".
Für Stefan Mross und "Immer wieder sonntags" gibt es dennoch ein Fünkchen Hoffnung. Wie der Moderator selbst ausgeplaudert hat, steht er in Kontakt mit Privatsendern, um über eine mögliche Fortsetzung zu verhandeln. Wie RTL, Sat.1 und ProSieben auf AZ-Anfrage darauf reagiert haben und was bislang bekannt ist, lesen Sie hier.

