Nach AfD-Wahlsieg: Serap Güler offenbart bei Pinar Atalay, dass sie Merz "noch nie so erlebt" habe
"Fast alle anderen Parteien kann man nach diesem einschneidenden AfD-Erfolg als Verlierer titulieren", bilanziert Pinar Atalay am Montagabend nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt in ihrer ntv-Talkshow. Zu Gast ist mit Serap Güler auch eine Vertreterin der mit nur noch 17,2 Prozent aller Stimmen weit abgeschlagenen CDU.
Auf die Frage, ob sie Friedrich Merz schon einmal derart betrübt wahrgenommen habe, antwortet Güler: "Nein. Ich habe ihn noch nie so erlebt. Aber wir hatten auch bisher noch nie so einen Tag in Deutschland." Der Kanzler habe sowohl im Bundesvorstand als auch in der Fraktion deutlich gemacht, dass er das Ergebnis der Wahl, aus der die AfD mit 43,8 Prozent der Stimmen als stärkste Kraft hervorging, "sehr, sehr ernst" nehme.
Serap Güler will "die AfD am besten wieder in die Bedeutungslosigkeit verschwinden" lassen
Auch Serap Güler selbst gibt zu bedenken, dass es sich um "ein historisches Wahlergebnis" handle. "In der Nachkriegsgeschichte ist es das erste Mal, dass in Deutschland eine gesichert rechtsextreme Partei, so wie die AfD ja vom Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt auch eingestuft wurde, (...) mit so einem Ergebnis gewählt wurde." Auch mit Blick auf das maue Ergebnis für ihre eigene Partei stelle sich nun die Frage: "Was müssen wir änderen in unserer Politik?"
Gleichzeitig weist die Staatsministerin im Auswärtigen Amt darauf hin, dass nun ein gemeinsamer Kraftakt über Parteigrenzen hinweg gefordert sei. "Das ist nicht die alleinige Verantwortung von Friedrich Merz", betont Güler. "Das ist nicht die alleinige Verantwortung des Bundeskanzlers und das ist auch nicht die alleinige Vertantwortung der Bundesregierung." Vielmehr glaubt die CDU-Frau: "Das ist die Verantwortung aller Demokratinnen und Demokraten, die AfD am besten wieder in die Bedeutungslosigkeit verschwinden zu lassen."
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