Monika Gruber und Andreas Gabalier beziehen Stellung: "Auf uns ist eingehauen worden"

Monika Gruber und Andreas Gabalier standen oft in der öffentlichen Kritik. Jetzt reagieren die Kabarettistin und der Sänger mit deutlichen Worten. 
von  Max Häussler
Monika Gruber und Andreas Gabalier reagieren jetzt auf öffentliche Kritik.
Monika Gruber und Andreas Gabalier reagieren jetzt auf öffentliche Kritik. © imago/Daniel Scharinger, Future Image

Andreas Gabalier (41) und Monika Gruber (55) sorgen nicht nur mit ihren Bühnenauftritten für Aufmerksamkeit. Beide haben auch starke Meinungen. So steht Gruber stolz zu ihren politischen Ansichten und teilte beispielsweise gegen den einstigen Vizekanzler Robert Habeck (57) aus. Auch Gabalier machte mit seiner Meinung bereits mehrmals von sich reden und polterte unter anderem gegen Klimaaktivisten. Er wurde von Kritikern zudem mit rechten Überzeugungen in Verbindung gebracht und sah sich mit Homophobie-Schlagzeilen konfrontiert.

Monika Gruber und Andreas Gabalier reagieren auf Kritik: "Wagen die Meinung zu äußern"

Mit ihren polarisierenden Aussagen stoßen Gruber und Gabalier oft auf Kritik. Im gemeinsamen Podcast-Gespräch beziehen sie nun Stellung. "Auf dich ist ja eingehauen worden, genauso auf mich", meint Monika Gruber. Sie bezieht sich hierbei auf öffentliche Kritik, die auf die beiden mehrmals einprasselte. Von verbalem Gegenwind wolle sich die Kabarettistin jedoch nicht einschüchtern lassen, betont sie. Gruber spricht im Namen von Gabalier: "Wenn wir uns einmal eine Meinung gebildet haben, dann wagen wir die auch zu äußern." Gruber sei bewusst, dass sie von vielen Menschen als "umstritten" wahrgenommen werde. "Das muss man sich ja heute erarbeiten, aber man hat es dann relativ schnell in der heutigen Zeit erreicht", so die Bayerin in ihrem Podcast "Die Gruaberin".

Andreas Gabalier gegen Vorurteile: "Jeder hat seine Lebenseinstellung"

Sie kritisiert, dass man zu sehr in Schubladen denke: "Da kommt immer sofort der Schuss dagegen, und dann heißt es: 'Der oder die ist ja so und so.'" Andreas Gabalier gibt der Gruberin recht. Er meint, man solle lernen, anderen ohne Vorurteile gegenüberzutreten. "Jeder von uns steht für irgendetwas, hat seine Lebenseinstellung, seine Werte, und vertritt die dann vielleicht auch gern." Dennoch müsse man – vor allem als prominente Person – auch damit klarkommen, auf Kritik zu stoßen, so der Österreicher.

Kabarettistin Monika Gruber (li.) und Sänger Andreas Gabalier sind auch privat befreundet.
Kabarettistin Monika Gruber (li.) und Sänger Andreas Gabalier sind auch privat befreundet. © imago/Daniel Scharinger

"Wenn du, so wie wir, in der Öffentlichkeit einfach eine große Wirksamkeit hast, dann erreichst du viele Menschen und darunter eben viele, die mit deinem Denken nichts anfangen können." Das Ergebnis sei die Polarisierung, so Gabalier. Die eigene Meinung werde oft drastischer dargestellt, als sie eigentlich ist, meint der 41-Jährige.

Alpenrocker will nur unterhalten: "Da wird man das Opfer der Kritik"

Als Sänger sehe Andreas Gabalier seine Hauptaufgabe darin, seinem Publikum bei Auftritten eine gute Zeit zu bereiten. Darauf lege er stets seinen Fokus. Die Öffentlichkeit hingegen konzentriere sich eher auf das, was neben der Bühne passiert, glaubt er: "In unserem Breitengrad ist es einfach gern so, dass man schneller mal nicht mehr die Leistung sieht, die im Vordergrund steht, sondern das andere. Da wird man so ein bisschen [...] das Opfer der Kritik." Wenn jemand etwas Schlechtes über einen Künstler zu sagen hat, werde dem oft mehr Gehör geschenkt, empfindet Gabalier.

Andreas Gabalier während eines Auftritts in Kitzbühel im August.
Andreas Gabalier während eines Auftritts in Kitzbühel im August. © imago/Just Pictures

"Toleranz wird gefordert, aber eigentlich nicht gelebt"

Monika Gruber will von dem Österreicher wissen, ob er bei Kritikern oft Eifersucht erkenne. "Wenn man Erfolg hat, wird einem der Erfolg ja häufig geneidet. Wenn Leute erfolgreicher sind als man selbst, vermeintlich mehr Geld haben, dann kommen natürlich auch schon die ersten Hater daher", schildert die Bayerin. Gabalier meint: "Ich weiß gar nicht, ob es so viel Neid ist. Es ist vielleicht eher so: Toleranz wird gefordert, aber eigentlich nicht gelebt."

Für Andreas Gabalier steht jedenfalls fest: Negativem Feedback und Kritik wolle er keine Plattform bieten. "Ich habe dem nie so die Gewichtung geschenkt, weil ich das Glück hatte, über 17 Jahre hinweg große Konzerte spielen zu dürfen. Ich hatte so viele schöne Meilensteine, Erfolge und Highlights in einem noch relativ jungen Leben."

Sowohl Gabalier als auch Monika Gruber schaffen es bis heute, große Hallen zu füllen. Beiden dürfte bei aller Kritik vor allem eines sehr wichtig sein: dass viele Fans ihnen weiterhin die Treue halten.

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