Lisa Müller genervt: "Bin ich eben die dumme Spielerfrau"
Während Thomas Müller (36) aktuell für die Vancouver Whitecaps in Kanada spielt, ist seine Ehefrau Lisa Müller (36) in Bayern geblieben. In einem Interview erklärt sie nun erstmals ausführlich, warum ein gemeinsamer Umzug für sie nicht infrage kam und warum sie zunehmend genervt auf öffentliche Spekulationen reagiert.
Warum Lisa Müller nicht nach Kanada gezogen ist
Die Entscheidung, in Deutschland zu bleiben, sei keine emotionale, sondern angeblich eine berufliche gewesen. Lisa Müller ist Turnierreiterin und betreibt gemeinsam mit Mann Thomas das Gestüt Gut Wettlkam südlich von München. "Es wäre gar nicht möglich gewesen, ihn zu begleiten. Ich reite Turniere, das ist mein Beruf. Die Pferde müssen auch zwischen den Turnieren trainiert werden, und es muss einer im Betrieb nach dem Rechten schauen", erklärt Lisa Müller der "Süddeutschen Zeitung".
Rückzug aus der Öffentlichkeit – aus gutem Grund
Über ihr Privatleben äußert sich Lisa Müller inzwischen nur noch selten. Der Grund, so Müller: ständige Rechtfertigungen und verdrehte Aussagen: "Dann würde ich mich rechtfertigen und außerdem, egal, was man sagt, sie drehen es hin, wie sie es haben wollen."
Wie schnell harmlose Situationen aufgebauscht werden, beschreibt sie anhand eines angeblichen Alltagsbeispiels.
Fotos, Gerüchte und falsche Schlüsse
"Ich war vor ein paar Wochen mit mehreren Freunden essen. Dann werden Fotos gemacht, auf denen außer mir nur eine Person zu sehen ist, die dann entsprechend interpretiert werden", schildert Lisa Müller. Mal werde über eine Trennung spekuliert, mal wieder Ehe-Entwarnung gegeben. "Dann sieht man mich wieder mit Thomas, dann ist wieder alles gut, zwei Wochen später ist wieder nichts mehr gut", so Müller. Seit vielen Monaten gibt es hartnäckige Gerüchte über ein angebliches Ehe-Aus bei den Müllers.
Lisa Müllers Konsequenz daraus ist klar und ziemlich sarkastisch: "Inzwischen ist es mir wurscht, dann bin ich eben die dumme Spielerfrau, die eigentlich nur Nägel lackieren kann."
Vorurteile – auch wegen Politik und Olympia
Doch nicht nur als Fußballerfrau sieht sich Lisa Müller mit Schubladendenken konfrontiert. Auch ihr politisches Interesse werde kritisch beäugt. Sie absolvierte zuletzt ein Praktikum bei Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) und ist mittlerweile Parteimitglied. Trotzdem stellt sie klar: "Dabei mache ich überhaupt noch keine Politik, ich mache Praktika."
Auch sportlich wird sie immer wieder zum Projektionsobjekt:"Jeder Sportler träumt davon, bei den Olympischen Spielen dabei zu sein, auch ich. Aber das Thema steht nicht unbedingt im Fokus."
Lob für Thomas Müller – auch abseits des Fußballs
Über ihren Mann Thomas Müller spricht Lisa dagegen mit großer Wertschätzung, besonders mit Blick auf seine Rolle im gemeinsamen Pferdebetrieb: "Thomas kommt auch nicht aus der Pferdeszene, aber er hat sich in das Thema Zucht enorm reingekniet und viel gelernt." Seine sportliche Erfahrung helfe ihm auch im Stall: "Er sieht zum Beispiel, ob das Pferd ein aktives Hinterbein hat, was immens wichtig ist für ein Dressurpferd. Da schaut er auch bei der Hengstauswahl drauf."
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