Herzogin Meghan: Schwieriges Verhältnis zu Trump wird deutlich

Royals sollen sich eigentlich politisch neutral verhalten. Herzogin Meghan hat es sich aber nicht nehmen lassen, an einer Veranstaltung anlässlich der US-Präsidentenwahl im November teilzunehmen. Dabei gilt ihr Verhältnis zu Donald Trump ohnehin als schwierig.
| AZ, dpa
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Mögen sich nicht: US-Präsident Donald Trump und Herzogin Meghan.
dpa/Vucci,Lipinski Mögen sich nicht: US-Präsident Donald Trump und Herzogin Meghan.

Herzogin Meghan hat Frauen dazu aufgerufen, bei der US-Präsidentschaftswahl im November ihre Stimmen abzugeben. "Wir alle wissen, was in diesem Jahr auf dem Spiel steht", sagte die 39-Jährige mit Blick auf die Wahlen am 3. November.

Was sagte Meghan Markle über die Wahl und Trump?

"Wir können mit dieser Wahl etwas verändern", betonte Meghan. Es ist als Plädoyer für das Demokraten-Gespann Joe Biden (77) und Kamala Harris (55) zu verstehen und ist damit ein deutliches Statement gegen den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump (74). Meghan gilt als Kritikerin des US-Präsidenten. Auch der Republikaner Trump scheint nicht gerade ein Fan der Herzogin zu sein.

Meghan hatte sogar einmal - lange bevor sie Prinz Harry (35) kennenlernte - mit der Auswanderung aus den USA gedroht, sollte Trump jemals Präsident des Landes werden. Bei dem Online-Event zu der kommenden Wahl erwähnte sie aber seinen Namen nicht. Sie sei "wirklich begeistert", bei dem Wahlaufruf der gemeinnützigen Organisation "When We All Vote" mitzumachen, erklärte die gebürtige US-Amerikanerin in ihrer kurzen Ansprache am Donnerstagabend.

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Ihre Teilnahme war zuvor auf Kritik gestoßen. In sozialen Medien forderten wütende Briten, die Herzogin von Sussex solle ihren Titel abgeben, da sie sich in politische Angelegenheiten der USA einmische. Mitglieder des Königshauses verhalten sich normalerweise neutral. Sie gehen auch nicht wählen; ein Gesetz dazu gibt es aber nicht. Meghan hatte in einem Interview mit der Zeitschrift "Marie Claire" aber erwähnt, dass sie bei den US-Wahlen ihre Stimme abgeben werde.

Donald Trump war schon einmal wegen Meghan wütend

Harry (35) und Meghan hatten sich Ende März vom Königshaus losgelöst ("Megxit") und wollen finanziell unabhängig sein. Sie lebten zunächst in Kanada und zogen dann nach Kalifornien. Trump twitterte damals eine Botschaft an das Paar, die nicht gerade ein Willkommensgruß war: "Nun haben sie Kanada in Richtung USA verlassen, allerdings werden die USA nicht für ihren Sicherheitsschutz zahlen. Sie müssen zahlen!"

Auch in einem Interview kritisierte der Präsident den "Megxit". "Ich denke, es ist traurig", sagte Trump dem TV-Sender Fox News. Er machte deutlich, dass die Situation ihm vor allem für Königin Elizabeth II. (94) leid tue. "Sie ist eine großartige Frau", betonte Trump. Sie habe nie einen Fehler gemacht. "Ich habe nur so einen Respekt für englische Queen, ich denke nicht, dass ihr das passieren sollte."

Prinz Harry sagte einst: "An Trumps Händen klebt Blut"

Und was ist mit Harry? Er scheint dem US-Präsidenten ebenfalls nicht wohlgesonnen zu sein. An Trumps Händen klebe Blut, soll der Prinz der "Sun" zufolge einmal in einem Telefonat mit russischen Komikern gesagt haben, die ihn hereinlegten. Das Duo soll dem Royal vorgegaukelt haben, mit Klimaaktivistin Greta Thunberg und deren Vater zu sprechen. Der Buckingham-Palast wollte das damals nicht kommentieren.

Das Online-Treffen mit Meghan unter dem Hashtag #whenallwomenvote dürfte das Verhältnis zu Trump nicht verbessert haben. Die Initiative "When we all vote" war 2018 auch von der früheren First Lady Michelle Obama gegründet worden. Deren Ehemann, Ex-Präsident Barack Obama, hatte kurz vor dem Online-Treffen bei dem Parteitag der US-Demokraten sehr scharfe Kritik an seinem Nachfolger Trump geübt: "Donald Trump ist nicht in den Job hineingewachsen, weil er es nicht kann."

 

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