Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger hat sich doch impfen lassen

Der stellvertretende Ministerpräsident Bayerns, Hubert Aiwanger, hat sich nach vorangegangenem Widerstand doch impfen lassen. Markus Söder spricht von einem "guten Signal".
| (wue/spot)
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Hubert Aiwanger ist jetzt doch geimpft.
Hubert Aiwanger ist jetzt doch geimpft. © imago images/Arnulf Hettrich

Lange hat Hubert Aiwanger (50) sich nicht gegen das Coronavirus impfen lassen. Doch das hat sich geändert. "Ich bin mittlerweile gegen Corona geimpft und kann noch im November 2G-Termine wahrnehmen", erklärte der Chef der Freien Wähler und stellvertretende Ministerpräsident Bayerns nun der Deutschen Presse-Agentur.

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Susann Enders (54), Generalsekretärin der Freien Wähler Bayern, hatte zuvor im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk bereits angedeutet, dass Aiwanger seine Haltung geändert habe: "Ich weiß, dass Hubert Aiwanger die richtige Entscheidung schon lange getroffen hat. Und das werden wir dann sicher auch merken."

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54) äußerte sich am 11. November während einer Pressekonferenz erfreut über Aiwangers Impfung. Er werte es "positiv [...], wenn der eine oder andere sich nochmal überzeugen hat lassen", sich doch impfen zu lassen. "Ich finde es ein gutes Signal, dass jetzt das ganze Kabinett geimpft ist." Söder sprach zudem seinen "ausdrücklichen Dank" aus.

2G im Fußball?

Zudem richtete Söder einen dringenden Appell an die Fußballwelt - und spielte damit wohl auf die Diskussion um den Impfstatus von Bayern-Profi Joshua Kimmich (26) an, der im Oktober Bedenken geäußert hatte. Für Söder sei es "keine überzeugende Situation, wenn 2G für die Zuschauer gilt, aber die Spieler sich nicht daran halten".

"Die Lage ist sehr, sehr ernst und wird jeden Tag schwieriger", erklärte der CSU-Politiker. Die erneute Corona-Welle ziehe "auch durch ganz Deutschland". Als Hauptgründe macht der Ministerpräsident Ungeimpfte, zunehmende Impfdurchbrüche und "weniger Bereitschaft auch der Menschen, die Lage wirklich so zu sehen, wie sie ist", aus. Bayern hatte am Vortag den Katastrophenfall ausgerufen.

"Wir brauchen 2G flächendeckend in Deutschland - und zwar, wo es nur geht", meint Söder, der sich auf eine für die kommende Woche geplante Ministerpräsidentenkonferenz freue. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (46, CDU) hatte zuvor bei Twitter bestätigt, dass diese geplant sei. "Die Corona-Lage spitzt sich immer weiter zu. Immer mehr Menschen erkranken an #Covid. Das kann uns nicht kalt lassen", erklärte Wüst unter anderem.

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Impfen als "einzige echte Chance"

Das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnete unterdessen erstmals mehr als 50.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Deutschland. Söder plant aufgrund der aktuellen Lage in Bayern die 2G-Regel (Zugang nur für Genesene und Geimpfte) auszuweiten. Er werde "2G wo möglich" vorschlagen und "bis zu dem jeweiligen Platz, wenn Abstand gewahrt ist, auch 2G mit Maske".

Zudem werde er "2G-Plus" für Bereiche vorschlagen, in denen Abstände nicht eingehalten werden können, beispielsweise in Diskotheken. Dies würde bedeuten, dass zusätzlich zum Nachweis einer Genesung oder Impfung ein Schnelltest gemacht werden müsste, "bevor man in das Vergnügen startet".

"Wir brauchen eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen", sagt Söder außerdem. Man müsse "als einzige echte Chance, die wir haben und die uns bleibt, vor allem impfen, impfen, impfen". Deswegen sei es wichtig, "die Drittimpfung voranzubringen".

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