Darum ist Franca Lehfeldt über Lindners Politik-Aus nicht erleichtert
Franca Lehfeldt (37) empfindet den Rückzug ihres Mannes Christian Lindner (47) aus der Politik keineswegs als Erleichterung. Das hat die Journalistin und Unternehmerin im Podimo-Podcast "Tigges trifft" klargestellt. Auf die Frage von Gastgeber Sebastian Tigges, ob sie froh sei, dass ihr Mann nicht mehr politisch aktiv ist, antwortete sie mit einem knappen "Nein".
Lindner hatte im Februar 2025 nach der verlorenen Bundestagswahl seinen Abschied aus der aktiven Politik verkündet. Die FDP war mit 4,3 Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde gescheitert. Seine Frau hätte sich durchaus vorstellen können, dass er seine politische Laufbahn fortsetzt.
"Ich habe immer zu ihm gesagt und das sehe ich auch so: 'Der Wähler entscheidet'", erklärt Lehfeldt. Wäre der FDP der Wiedereinzug in den Bundestag gelungen, hätte sie ihren Mann weiterhin unterstützt. Schließlich sei es in einer Beziehung wichtig, dem Partner seine beruflichen Überzeugungen und Leidenschaften zuzugestehen. Das gelte auch dann, wenn dessen Arbeit mit erheblichen persönlichen Einschränkungen verbunden sei.
Spitzenpolitik als Belastung für die ganze Familie
Dass das Leben an der Seite eines Spitzenpolitikers nicht immer einfach ist, stellt Lehfeldt allerdings nicht infrage. Besonders die Anfeindungen im Internet könnten nicht nur die Politiker selbst, sondern auch ihre Angehörigen treffen. Das Tempo und die Härte der sozialen Medien seien gerade für politische Neueinsteiger "brutal".
Hinzu komme die enorme zeitliche Beanspruchung. "Das ist ein Job, an dem du sieben Tage die Woche im Einsatz bist", beschreibt Lehfeldt den Alltag in der Spitzenpolitik. Ein geregelter Feierabend sei kaum möglich. Besonders schwierig werde es, wenn kleine Kinder zur Familie gehörten.
Lehfeldt und Lindner wurden im April 2025, wenige Wochen nach seinem politischen Rückzug, Eltern einer Tochter. In der NDR-Sendung "DAS! Rote Sofa" erzählte die 37-Jährige kürzlich, dass das Paar die Betreuung zunächst gemeinsam organisiert habe. Für sie stand dabei von Anfang an fest, dass sie weiterhin Vollzeit arbeiten wollte.
Christian Lindner: "Mit Kind kommt Familie zuerst"
Ihr Mann selbst blickt inzwischen ebenfalls anders auf die Prioritäten in seinem Leben. In einem Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" erklärte Lindner im April 2026, dass die Geburt seiner Tochter seine Sichtweise verändert habe. "Mit Kind kommt Familie zuerst", sagte der ehemalige Bundesfinanzminister.
Zugleich räumte er ein, dass sich eine politische Karriere, wie er sie über viele Jahre geführt habe, nicht mit dem Familienleben vereinbaren lasse.
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