Britische Bräute bangen um königliche Konkurrenz

Hochzeit von William und Kate stellt andere Paare vor große Herausforderungen
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Kate Middleton und Prinz William wollen sich im nächsten Jahr das Ja-Wort geben.
dpa Kate Middleton und Prinz William wollen sich im nächsten Jahr das Ja-Wort geben.

London - Hochzeit von William und Kate stellt andere Paare vor große Herausforderungen

Die Hochzeit von Prinz William und seiner Freundin Kate wirft ihre Schatten voraus. Für Anhänger des britischen Königshauses ist kein anderes Fest im kommenden Jahr von Bedeutung - es sei denn, auch die eigene Heirat ist für den bevorstehenden Sommer geplant. Eine Termin-Doppelung wäre für viele ein Albtraum.

"An meinem großen Tag will ich die Prinzessin sein", sagt Anna Whitcomb bei der Brautkleid-Anprobe in einem Londoner Kaufhaus. "Jetzt muss ich mich mit einer echten Prinzessin messen lassen." Noch hat das Königshaus keinen Termin für die Millionen-Feier genannt. Aber die 28-Jährige befürchtet das Schlimmste: "Ich weiß genau, dass meine Familie und alle anderen Gäste abgelenkt wären, weil sie eigentlich gerne die Hochzeit von William und Kate verfolgen würden."

Auch Brautpaare, die sich weniger für William und Kate interessieren, stehen angesichts der königlichen Konkurrenz möglicherweise vor besonderen Hausforderungen. Sollten sie zufällig das gleiche Wochenende für ihr großes Fest ausgewählt haben, könnte dies allein logistisch schon zum Problem werden.

Kenner des Buckingham Palace gehen davon aus, dass sich Prinz William und Kate Middleton im Frühling oder im Sommer in der Kathedrale von Westminster das Ja-Wort geben werden. In der Londoner Innenstadt wird davor und danach kein Durchkommen sein – wegen erhöhter Sicherheitsbestimmungen und wegen Hunderttausenden von Zaungästen. Hotels und Flüge in die Stadt dürften weitgehend ausgebucht sein.

Engpässe bei königlichen Lieferanten

Für Paare mit exklusivem Geschmack und elitärem Bekanntenkreis ergeben sich womöglich noch ganz andere Probleme: Wird die Auslieferung der von Hand gravierten Einladungskarten verzögert, die extra bei Smythson bestellt wurden, dem offiziellen Schreibwarenhändler der königlichen Familie? Wird die 2500-Euro-Torte von Fortnum & Mason, dem Lebensmittellieferanten der Queen, rechtzeitig fertig? Wird es womöglich Überschneidungen in den Gästelisten geben?

Auch in einschlägigen Internet-Foren wird die Frage heiß diskutiert: Sollte das Zusammenfallen des eigenen Hochzeitstermins mit dem von William und Kate um jeden Preis vermieden werden – oder könnte es am Ende sogar etwas Gutes haben? "Ich denke, da lässt sich ohnehin nicht viel machen", sagt die 30-jährige Thea Darricotte. Ob Veranstaltungslokal, Partyservice oder der Fotograf – vieles müsse so weit im Voraus gebucht werden, dass kurzfristige Änderungen kaum möglich seien.

Als die Mutter einer zukünftigen Braut in einem Londoner Museum zufällig auf Williams Vater Prinz Charles stieß, bat sie ihn inständig: "Meine Tochter heiratet am 18. Juni, bitte halten Sie den Termin frei, sonst wird bei uns niemand kommen." Der Thronfolger versprach, dass er die Nachricht weiterleiten werde. Aus diplomatischen Gründen sollte das britische Königshaus besser auch das erste Wochenende im Juli frei halten – da nämlich will Fürst Albert von Monaco seine verlobte Charlene Wittstock heiraten.

Public Viewing zur Torte

Die professionelle Londoner Hochzeitsplanerin Kim Rix empfiehlt Paaren, die ihren großen Tag mit William und Kate teilen werden, die Fernsehübertragung der nationalen Feierlichkeiten mitzuschneiden und den eigenen Gästen wenigstens einige Höhepunkte davon zu zeigen. Das Magazin "Brides" rät zu einem lockern Umgang – etwa einem augenzwinkernden Integrieren des "Union Jack" oder anderer königlicher Motive in die Dekoration.

Ob ein Paar sie nun als unglücklich empfinden mag oder nicht - die Vergangenheit hat gezeigt, dass sich eine Termin-Doppelung am Ende durchaus auszahlen kann: Als Königin englische Queen und ihr Prinzgemahl Philip im Jahr 1997 ihre goldene Hochzeit feierten, wurden 50 Paare, die einst am selben Tag wie sie geheiratet hatten, zum Tee in den Buckingham Palace geladen. Ein Trost, der viel Geduld voraussetzt – und natürlich, dass beide Ehen lange genug halten.

dapd

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